Sonntag, Jänner 07, 2007

Gruselig...

...das Motto der heutigen Nacht.

I. und ich im Stammlokal unserer Wahl, dem Flex. FM4 Nacht. Techno. Später DnB.

Wir trinken Bier, tanzen höflich zu Techno und hoffen dass bald die DnB-Mucke los geht. Alles ganz wunderbar. Wir sind fröhlich. Wir lächeln. Die Leute um uns herum sind angenehm. Viele, aber angenehm.

Gegen 3 Uhr früh werde ich müde, und möchte heim. I. überredet mich noch ein bißchen zu bleiben.

Kurz nach 3 Uhr. DJ-Wechsel. Und schlagartig wache ich auf. DnB vom Feinsten! Vollgas! Ich kann mich kaum mehr halten, stürme mit I. an der Hand nach vorne, tanze, johle und bin glücklich.

2 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich um, blicke in das unschuldig lächelnde Gesicht eines Afro-Austrianers. Ich sage laut: "Lass mich in Ruhe!", nehme die Hand und lasse sie ins Nichts fallen, gehe 3 Schritte weg.

4 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich um, blicke in das unschuldig lächelnde Gesicht eines südländischen Typen. Ich sage laut: " Mann, lass mich in Ruhe!!!!", nehme die Hand und lasse sie ins Nichts fallen, gehe 6 Schritte weg.

2 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich wütend um, blicke in das unschuldige keine-miene-verziehende Gesicht eines Österreichers chinesisch/koreanisch/japanisch/vietnamesischer Herkunft. Ich schreie laut: "Was geht mit euch eigentlich ab heut!!! Nimm sofort deine Finger von mir, du Sack!", nehme die Hand und stoße ihn weg, gehe 10 Schritte weg.

Dieses Schauspiel wiederholte sich innerhalb von 3 Stunden geschlagene 6 Mal. 6 unglaubliche Male hat mir ein mir nicht bekannter Mann, jedesmal ein anderer, von mir aus ungewollterweise an den Hintern gegriffen. Ich habe mich gewehrt, protestiert, geschrien und bin weggegangen. 6 Mal hat sich das heute wiederholt!

Dazu kommen noch jene 3 Mal, bei denen mir ein mir nicht bekannter Mann, jedesmal ein anderer, von mir aus ungewollterweise seinen Arm um meine Hüften geschwungen hat und mich dabei schleimig angegrinst hat. Ich habe mich gewehrt, protestiert, geschrien und bin weggegangen.

Die anderen 6 Mal, bei denen ich nur angeredet wurde, lasse ich an dieser Stelle eher unbeachtet, selbst wenn nach meinem "Tut mir leid, ich will nicht reden, ich will nur tanzen!", trotzdem weiter auf mich eingeredet wurde, bis mir nichts anderes übrig blieb als meinen Tanzplatz zu wechseln.

Nach dem 5. Hinterngrapscher, so gegen 5 Uhr früh, suchte ich in Tränen aufgelöst Zuflucht bei I., fragte sie, was herrgottnochmal los ist mit dieser Welt und ob an meinem Rücken ein Schild mit "Frischfleisch" klebe.

Ich war schon aufreizender angezogen als heute Nacht, ich bin bei Gott nicht Claudia Schiffer und ich wollte einfach nur tanzen.

Ich habe immer geglaubt, wenn ich Sex haben will, weiß das derjenige. Meine Signale sind eindeutig. Das dies umgekehrt ENTWEDER nicht der Fall ist ODER es anscheinend reicht Brüste zu haben und männer-begleitungslos Spaß beim Tanzen zu haben, ist mir neu.

Was für eine Scheiß-Welt. Was für Scheiß-Menschen. Was für eine Scheiß-Welt.

Donnerstag, Jänner 04, 2007

Je n'ai pas peur de la route...

...faudrait voir, faut qu'on y goûte.

Ich habe keine Angst vor dem Weg...weil ich ihn sehen will, auskosten will. ::Le vent nous portera::Noir Desir & Manu Chao::

Nun gut. 3 Wochen sind übrig. Bis dahin sollten ein Grundwortschatz, Basis-Grammatikkenntnisse und Höflichkeitsfloskeln zu meinen prächtigen Fremdsprachenkenntnissen zählen. Und das in einer Sprache, die mir bislang als Technik geläufiger war.

In studentischer Verzweiflung versuche ich den Beschallungstrick. Erst visuell. Das digitale Fernsehen kommt mir zu Hilfe und lockt mich mit französischen Filmen mit deutschen Untertiteln.
Nach einer knappen Viertelstunde gebe ich auf.
Der Film ist langweilig und ich verstehe bis auf die Verabschiedung und Begrüßung kein Wort.

Musik!
Glücklicherweise habe ich irgendwann im Laufe meiner musikalischen Entwicklung auch NOIR DESIR gehört. Genau! Unglücklicherweise sitzt deren Sänger derzeit wegen Totschlag und unterlassener Hilfeleistung (an der eigenen Freundin) im Häfen - glücklicherweise finde ich nach etwas Kramen die gewünschten illegalen Downloads.
Mann, die sind immer noch sehr gut!

Nach einer weiteren knappen Viertelstunde finde ich mich schwelgend in Erinnerungen meiner NOIR DESIR Zeit. Schulstress, Alkohol und glücklich verliebt. Irgendwie war´s cool. Ich gebe erneut auf.

Doch halt! Mir fällt ein weiterer Strohhalm ein. In weiser Voraussicht habe ich mir vor einiger Zeit ein französisches Kinderbuch gekauft. Nur für die Marktforschung: Die Sprache war bei diesem Erwerb nebensächlich. Entscheidend war der Gesichtsausdruck der kleinen Protagonistin. Der fällt in die Kategorie: Mainly pissed.
"Rita et Machin"



Meine Heldin. Gegen Ende lächelt sie allerdings. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe das Buch fertig und glaube gelernt zu haben, dass das Wort "trop" "viel" bedeutet. Ich zweifle. Schön langsam mit einem ver- davor.

Nun also doch diesen langweiligen Selbstlernerkurs. Aber welchen der dreien?
Den erstbesten. Selbstlernerkurs "Französisch - Ganz leicht", Max Hueber Verlag. Berge von Begleit-CDs und Heften. Ich blättere.



Auf Seite 19 gebe ich lachend auf.
Wer schreibt solche Dialoge? Für wen wurde dieser Kurs gemacht? Und wie alt ist der bitte?
Ich habe weder in Französisch noch in Deutsch jemals in meinem Leben "Stangenweißbrot" oder "Hörnchen" bestellt. Die Phrase "nicht zu stark im Alkoholgehalt" ist mir selbst in meiner Muttersprache nicht geläufig.

Muss ich wirklich ein so ein anderer Mensch werden um Französisch zu lernen?
Ich schlage den Selbstlernerkurs zu und schwöre mir ihn bei nächster Gelegenheit auf ebay zu verscherbeln.

Gegen alle Beförderungsbedingungen

heut war ich exakt zwei mal wütend.

einmal auf haruki murakami und einmal auf einen flüchtigen bekannten, stellvertretend für die gesamte welt.

nummer eins:

wien - U2 - zwischen schottentor und schottenring - dieser murakami!

normalerweise achte ich, schon völlig unbewußt, wie ein luchs darauf wer einsteigt. die kontrolleure erkennt man meist auf einen blick. oder man bekommt zumindest eine gänsehaut wenn sie die alltagsaussicht trüben. oder einen mittleren schüttelfrostanfall.
wäh.
das ausüben einer solchen kontrollfunktion kommt bei meinen persönlichen top-ten der moralischen verwerflichkeiten an zweiter stelle, direkt nach gewaltverbrechen. gibt es etwas unsolidarischeres?! solange es fahrschein-kontroll-menschen gibt wundere ich mich nicht, dass es KZs gab. wirklich kein wunder. solche handlanger.
2 mal konnte ich ihnen dieses semester bereits entwischen. und diesmal - zu spät!
murakami hat mich gefesselt. ich muss das buch trotzdem weiterlesen. aber das wird jetzt schwierig werden, da ich mir für die letzten 3 wochen in wien a) keine fahrkarte kaufen werde (jawoll, KEINE FAHRKARTE!!!) und b) buch lesen beim fahrrad fahren trotz nicht von der hand zu weisenden multi-tasking-talenten eine doch große herausforderung darstellt.




aber nun zu dem was mich an zweiter stelle wütend gemacht hat:

eine kurze chat-unterhaltung mit einem bekannten. ich erzähle, dass ich nach paris gehe.

quote:
Ronny (01:59 AM) :
warum?
°eva° (01:59 AM) :
warum nicht
Ronny (01:59 AM) :
nicht sag du hast dich wieder verliebt
quote-ende

WTF???
auch wenn es nur so dahin gesagt war - es hat mich betroffen gemacht. als ob eine junge frau anfang zwanzig nur einen grund hätte um mal für eine zeitlang den lebensort zu wechseln. nämlich einen mann.
nicht dass ich was dagegen hätte mich derart unsterblich zu verlieben, dass ich um den halben globus ziehen würde.
doch warum ist dieser gedankengang die erste assoziation zu "ich ziehe um"?
gebärfähigkeit ist wirklich ein fluch.

Dienstag, Jänner 02, 2007

2007 und alle tot

Blass und verschlafen zwinkert es mir zu.
Hat wohl große Pläne. So verkatert, doch schon voller Ideen.
Wir sind uns ähnlich, das neue Jahr und ich.
In beidem.

Zudem hab ich das erste Silvester seit langem hinter mir, das wirklich einfach nur schön war. Ich war dort wo ich immer bin, mit den Menschen, dic ich auch schätze wenn mal grad nicht Silvester ist und hab das gemacht, was ich immer tue.
Schick essen - vorglühen - flexen.
Bis auf das mit einer Flasche Sekt sentimental auf der Donaukanal-Brücke stehen und die Raketen gen Osten bewundern war alles wie immer.
Aber das war festlich. Und eben sentimental.

Das alte Jahr war nochmal richtig gemein so gegen Ende hin.

James Brown, Sadam Hussein und die Prokop. Meine Eltern sagen immer, "man kann eines Tages nichts mehr mitnehmen!". Geht wohl doch. 2006 kicked balls oder so.

Aber was das neue Jahr schon mal gebracht hat, ist die Bekanntschaft zweier sehr netter Menschen. D. und P.. Unser spontaner Silvester-Besuch aus Deutschland. Eigentlich wollten wir ja einen Rumänen und einen Bulgaren zwecks EU-Völkerverständigungs-Tamtam einladen. War uns dann doch zu kitschig.

Nachdem P. heute früh doch tatsächlich uns allen FRÜHSTÜCK ANS BETT gebracht hat, was mein Mitbewohner S. nur mit den Worten "Du bist der romantischste Deutsche, den ich je kennengelernt habe!" akkreditiert hat, haben wir beschlossen sie zu adoptieren und sie mit viel Austro-Pop liebevoll großzuziehen.

Und gerade eben hab ich mich wieder gefunden.
Bis zu den Knien inmitten von Papierunterlagen. Annerkennungsformularen, Wohnungsansuchen, Immatrikulationsbestätigungen, Auslandszuschussanträgen, ecetera, ecetera.

In 3 Wochen steig ich in einen Flieger. Lass meine WG, mein Studium, meine Arbeit kurz ALLES hinter mir. Nur Klamotten. ein Französisch-Wörterbuch und ein latentes Angstgefühl im Gepäck. Wie hirnrissig seinen Erasmus Aufenthalt in einem Land zu verbringen, dessen Sprache man nicht mal ansatzweise beherrscht! So hirnrissig, dass es mir vor einigen Monaten als einzig sinnvoll erschien.

In diesem schönen Augenblick bin ich gerade so nervös, dass ich keine Zigarette rauchen kann, weil mein Magen rebelliert. Ein altes Matura-Stress-Vorbereitungs-Überbleibsel. Wer Abschied feiern will: am 19. in der WG. Macht mich glücklich mit stangenweise Zigaretten, meine Lieben!

Samstag, Dezember 30, 2006

blaue weihnacht

alles fing an mit dem jeans team.
und das war mehr blue als jean.
gut zu tanzen und recht tight.

und dann ging´s ab.
sonderbar. poolbar. stone club.
poolbar. stone club.
poolbar. stone club.
...

kein schnee weit und breit.
aber wodka und bier aus plastikbechern.
und freunde. fast schon familie. überall.

schön wars.
herrlich wars.
und dann heimkommen.

und mein lieber mitbewohner der s.
so ein netter
das da zu weihnachten geschenkt bekommen:



das heißt somit
morgen wird extremst bad tastigst ins neue jahr gefeiert.

und besuch aus hull kommt auch noch. oder sollt ich sagen aus trier.
na dann bin ich mal gespannt...

:)

Donnerstag, Dezember 14, 2006

i am not so

into music

not so into writing

not so into songwriting

today i joined a wasted crowd of songwriters

gott, war der erste typ mies.
gott, war der schlecht.

ich wußte nicht wie ich klatschen sollte, ohne dass man auf 2 meilen riechen konnte wie unehrlich das war.

einige misslungene janis joplin covers später verließ er glücklicherweise die bühne.

ich dachte - ok, was auch immer jetzt kommt - ich kann es durchstehen. die zweite songwriter-combo war dann auch besser. nun gut - nicht schwer nach ihm. aber sie waren definitiv besser.

und dann der dritte. der war saugut. saunervös aber saugt. gell, matscho! ;-)

und die vierten. wow. die sängerin hat mich umgeblasen. die war echt erotisch und konnte singen mit allem gefühl und pathos. herrlich. auch wenn das shania twain cover gegen ende wirklich nicht der hammer war. denn shania twain ist und bleibt für mich jenseits des guten geschmacks. und über guten geschmack lässt sich NICHT streiten. jawoll. und: silverchair....auweia...die originalmelodie ist einfach besser als jedes cover-episödchen. wenn schon covern, dann bitte gscheit. aber wie gesagt, die sängerin war echt gut.

und dann ging ich. mit einem bier in der hand, hinaus richtung chelsea. man soll bekanntlich gehen, wenn´s am schönsten ist.

Dienstag, November 28, 2006

I am your´s and you are mine.

Ich hab geschlagene 3 Stunden gebraucht.
Ich hab geschätzte 3 Kaffee getrunken.
Ich habe 2 Helfer gehabt.

Meine Hände stinken nach Metall und Dreck.
Meine Wangen sind rot und meine Augen sind blauer als sonst. Ich schwör´s.

Es steht vor mir und glänzt mich an.
Der UPS Bote hat es heut gebracht.

Es hatte vor seiner "Ankunft" 41 kg und ist schwarz lackiert.
Und so sexy, dass ich kaum die Finger davon lassen kann.

Aber das Hi-Hat fehlt. Und das Becken auch.
Die Ständer stehen recht verlassen in der Gegend. Kleine Makel...überschaubar.

Wir hatten schon Petting. Sex ohne Becken - nö, das geht nicht. Aber morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag und man sollte schließlich nicht´s überstürzen in Beziehungen, die dauerhaft werden sollen.
(By the way: So ein Blödsinn!)

Ich muss mich mal wieder um meinen Lover kümmern...

Samstag, November 18, 2006

goldfische geigen nicht. nie wieder.

Donnerstag nacht. Erst ein bißchen auf ORF. Dann selbst so richtig rein. An meiner Seite - das männliche Viertel meiner getreuen Mitbewohnerschaft - El Stefano.

Welcher Teufel uns auch immer geritten hat: wir sind ins U4.

Kleiner touristischer Einführungskurs zum Thema U4:

U4 ist zum einen eine U-Bahn-Linie, die Grüne um genau zu sein.
Zum anderen ein Club im 12. Bezirk. Einer mit Geschichte. Von der ich selbst eigentlich nur soviel weiß, dass der Falco ständig dort war, und Nirvana mal gespielt haben. Und dass der Conny der wohl legendärste Türsteher Wiens war. Wow, von einer Legende rausgeschmissen werden. Stell ich mir nicht wirklich angenehmer vor. Aber immerhin stilvoller.

Falco weilt leider ebenso wie Nirvana nicht mehr unter uns und selbst der Conny macht mittlerweile ganz andere Sachen. Bücher schreiben zum Beispiel. "20 Jahre U4". Jeder Rausschmeisser der meinen Blog liest sei an dieser Stelle gewarnt: Ich glaube nicht, dass es in dem Buch Do´s and Don´ts für den modernen Türsteher von heute gibt. Nicht dass ihr dann enttäuscht seid, gell Jungens!

Aber es geht hier jetzt nun wirklich nicht um meinen Bildungsauftrag für Sicherheitspersonal. Zurück in die Donnerstag Nacht, zu Stefan, dem U4 und mir.

Erst letzten März wurde das Lokal nach einer Komplett-Renovierung neu eröffnet und so notwendig Renovierungen auch sein mögen - ich war sehr gespannt wie viel Kult noch übrig sein würde.

Angekommen. Erst mal 7 Euro Eintritt gezahlt für nichts außer Musik aus der Konserve.
Enttäuschend. Das Ambiente: obwohl eher dunkel sehr clean. Neu renoviert. Einfach zu verwechseln mit jedem anderen Diskotempel á la Empire. Nur ein wenig kleiner. Enttäuschend - die zweite. Die BesucherInnen. Kennt ihr das Gefühl irgendwo hinzukommen und euch exotisch zu fühlen? Obwohl ihr genau wisst, ihr seid das Stinknormalste was rumrennt? Dieses Gefühl überkommt mich normalerweise nur in chartlastigen Diskotheken. Kein gutes Zeichen.

Laut Homepage ist "das U4 seit 26 Jahren modern - und das ist nicht selbstverständlich, eigentlich ist es die Ausnahme.".

Ich würde sagen - das ist nicht nur nicht selbstverständlich, eigentlich ist es völlig unwahrscheinlich.

Ich und mein Mitbewohner haben uns jedenfalls völlig überteuert gelangweilt. Nach einer Weile haben wir uns angeschaut und ich konnte es in Stefan´s Augen sehen: die Sehnsucht nach der dreckigen Atmosphäre im Flex.

Eine halbe Stunde später haben wir auch schon dort getanzt, Wieselburger getrunken und uns daheim gefühlt. Lustigerweise höre ich, während ich so hier sitze und schreibe, was mir ein netter junger Mann geschenkt hat, als wir ihm von unserem U4-Ausflug erzählt haben: den Live-Mitschnitt vom Nirvana Konzert im U4 aus dem Jahre 1989.

Hört sich gut an. Zwischen den Songs unzählige Fuck you!, Rock´n Roll!, Hoit´s Moal (Halt´s Maul auf Wienerisch, ich hätt so gern eine Tastatur mit zusätlichem phonetischen Alphabet!).

1989 bin ich 6 Jahre alt. Das U4 ist Kult. Cobain ist Rock´n Roll. Von beidem weiß ich nichts.
2006 bin ich 23 Jahre alt. Das U4 war Kult. Doherty ist Rock´n Roll. Und ich glaube von beidem ein bißchen zu wissen.

Alles fließt.

Bin ja gespannt wann der Tag kommt, an dem ich mich im Flex langweile!

Mittwoch, November 15, 2006

was den himmel erhellt...


...z.B. dieses foto. in plakatform. untertitel: was zu viel ist, ist zu viel. lässt mich beim warten auf die U2 immer wieder auf´s neue in die tiefgezogene fellkapuze grinsen...

Sonntag, November 12, 2006

clap your hands say yeah

ich war beinah versucht es zu wikipediern. das wort kommunikationsguerilla.

aber ist ja lächerlich. ich brauch kein wikipedia und kein google um das zu beschreiben. kurz gesagt und bewußt mal vereinfacht: UM-Inszenieren von dem was als normal konstruiert und angenommen wurde. mit sprache. mit bildern. mit handlungen. also einfach allem was man kommunizieren kann.

wer jetzt einen unbändigen hunger verspürt - hier ein augenschmaus.

an meine letzte spontane inszenierung erinnere ich mich mit einem lächeln.

das matura valet (wie schreibt man das?) meiner kleinen schwester. auch meine ehemalige schule. schüler, lehrer, eltern, - alle todschick. todfeierlich. alle aufgeregt, alle gut drauf.

an dieser stelle sollte gesagt werden, dass ich die schulzeit ab dem alter von 15 jahren nicht unbedingt genossen habe. um präziser zu sein: ich hab jetzt noch einen schaden davon. im speziellen von der art wie mir gezeigt wurde, was ein normaler schüler ist. und was jemand wie ich ist. und welche meinungen (vor allem politisch, menschlich, gesellschaftlich) die braven auszeichnen. und die ungemütlichen brandmarken. ich war eindeutig zweiters "du bist ein virus, der die ganze klasse infiziert". eine handvoll von lehrpersonen, im speziellen einer (wer die schule kennt, weiß genau welcher gemeint ist) hat es aber geschafft mich mit geistigem balsam doch noch bis zur matura zu verartzten.


aber oh, zurück zum valet meiner schwester!
jeder der maturanten wird einzeln mit ein paar sätzen vorgestellt. x hat immer so eine positive laune in der klasse verbreitet, y war uns eine große hilfe bei der vorbereitung der tischtennisturniere...etc... dann kommt meine schwester an die reihe.
"...und sie zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass sie trotz verbot des direktors als einzige auf schülerdemos gegangen ist!".

eine kleine welle von vornehmen belächelnden lachern geht durch die menge.

ich weiß bis heut nicht was mich geritten hat, ich denke mal es war der brennende stolz der liebenden schwester, dass es über meine kleine gewaltig mehr zu sagen gibt als schlicht und langweilig: sie hat funktioniert.

der moment dieses vornehmen lachens, ich nutze ihn und beginne mit absoluter selbstverständlichkeit für diese charakterstärke laut zu klatschen. und ja! es funktioniert! die masse, dankbar, dass jemand die führung für die bewältigung dieser doch so manchen eher peinlich berührenden ungehorsam-hervorhebenden-situation, übernimmt, KLATSCHT MIT!

das gesicht des lehrkörpers, aber vorallem das gesicht meiner kleinen schwester werde ich wohl niemals vergessen. und dieses subtile würdevolle gefühl, dass es immer einen weg gibt um zu sagen, was gesagt werden muss.

Freitag, November 10, 2006

Tag des Apfels und so

Schneewittchen Reloaded

Es war einmal an einem bereits heraufdämmernden Herbstabend in Wien. Da saß eine Frau namens König in einem Taxi und fuhr den Ring entlang. In ihrem Luis Vuitton - Shopper steckte der Spender-Katalog eines renommierten Instituts für In-vitro-Fertilisation. Sie wußte bereits genau, was sie sich wünschte.
Ein Kind so weiß wie Schnee, rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz. Nach einigen gescheiterten Beziehungen stand für Sie außer Frage, dass es Zeit war ihren Kinderwunsch selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich war Sie finanziell sowie emotional unabhängig, in der Blüte Ihrer Jahre und bereit in ein Kind zu investieren.

Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Ihre Haut war weiß wie Schnee, ihre Wangen rot wie Blut und ihr Haar so schwarz wie Ebenholz. Unglücklicherweise schied Frau König davon noch bevor Sie aus der Narkose des terminlich festgelegten Kaiserschnittes erwachte. Sie hatte sich zu einer Kombinationsoperation - Geburt inklusive anschließender Fettabsaugung entschlossen. Effizienz war schließlich das A und O der Branche. Immerhin hatte das Kind einen Namen - dessen Exklusivrechte bereits im Vorhinein der Geburt per Notar gesichert wurde: Schneewittchen.

Für eine zukünftige Karriere sollte das Mädchen ja mit einem klingenden exotischen Namen gerüstet sein. Ein weiteres A und O der Branche.

Schneewittchen wuchs in einer reich begüterten Pflegefamilie heran, die es hauptsächlich auf ihren Erbnachlass abgesehen hatte, den sie im Alter von 18 Jahren ausbezahlt bekommen sollte. Unter den besorgten Augen Ihrer Pflegemutter wurde sie mit jedem Tag schöner und neugieriger auf das Leben da draußen. Sie ging gern zur Schule, wollte alles über die Welt wissen und war von Natur aus gut gelaunt.

Obwohl der Neid auf das Mädchen von Tag zu Tag wuchs, wußte die Pflegemutter jedoch, dass sie das Kind nicht komplett verstoßen konnte, da sie mit ihrem 18. Geburtstag eine beträchtliche Summe wert sein würde.
Sie wollte dem Kind wehtun, wollte es seines besonderen naiven Zaubers, der einfach spürbar war, berauben ohne es freigeben zu müssen.

Und so begann Sie das Kind ein bißchen anders zu behandeln, als sie es bisher getan hatte. Eine kleine Bemerkung vor anderen Leuten hier, eine kleine fiese Bestrafung da, ein Abwerten und Verneinen des Mädchens dort. Nie zuviel, nie zu offensichtlich. Der Hass musste gut dosiert angewendet werden und darauf zielen, dass das schöne Mädchen sich für das häßlichste Geschöpf dieser Erde hielt, seine Neugier am Leben und der Welt verlor und sich am Besten nur noch mit der eigenen (völlig aus der Luft gegriffenen, eingetrichterten) Unzulänglichkeit beschäftigte.

Der Plan der Pflegemutter ging auf - das Gift wirkte. Nicht sofort, doch die Jahre zeigten ihre Wirkung. An ihrem 17. Geburtstag war das einst so schöne und lebhafte Mädchen ein abgemagertes, farbloses Häufchen Leere geworden, dass sich nur noch von einem Apfel täglich ernährte.

Eines Tages, als Schneewittchen gerade auf ihrer täglichen zweistündigen Joggingrunde befand, stolperte Sie und verstauchte sich den Knöchel. Hilflos blieb es auf dem Boden liegen und beschimpfte sich selbst, dass sie selbst für Sport zu dumm sein zu schien. Sie lag im Dreck des Schönbrunner Schloßparks und war am Ende.

Da kam plötzlich eine Gruppe von jungen Punks um die Ecke gebogen. Sie hatten buntgefärbte, verfilzte Haare, trugen verwaschene politische T-Shirts und der Kleinste von Ihnen schulterte einen Ghettoblaster mit laut krachender Musik mit Schreigesang.

Schneewittchen erschrak und fürchtete sich im ersten Moment, doch sogleich kam ein Punkmädchen mit einem Totenkopf-Aufnäher auf dem Ärmel ihrer Jacke auf Sie zu und fragte was passiert ist. Sie halfen ihr aufzustehen und setzten sich gemeinsam mit ihr und dem ständig laut krachenden Ghettoblaster, mir nichts, dir nichts, in den Rasen. Jemand packte Bier aus und drückte es dem verdutzten Schneewittchen in die Hand, ein anderer spielte mit einem Hund und das Punkmädchen mit dem Totenkopf-Aufnäher auf dem Ärmel ihrer Jacke begann aus einem selbst zusammenkopierten, zerfledderten Heftchen feministische Gedichte vorzulesen.

Schneewittchens Schmerz ließ nach. Sie fühlte sich überraschenderweise das erste Mal seit langem wohl. Hier im Gras. Unter diesen fremden Menschen. Mit diesen Menschen, die sich nicht scheuten bunt und laut und präsent zu sein. Sie fühlte sich mit Ihnen mehr verbunden, als mit irgendwelchen Menschen je zuvor.

Noch am selben Nachmittag packte Schneewittchen seine 7 Sachen zusammen und zog zu den Punks in die etwas heruntergekommene WG. Sie aß von ihren Tellerchen, trank von ihren Becherchen und schlief in Ihren Bettchen.

Die Pflegemutter tobte vor Wut...


[Fortsetzung folgt - ich muss zur Arbeit! - und ja, Punks in Schönbrunn ist tatsächlich science-fiction!]

haha

sie, die mich begleitet

als ich es vor 7 jahren das letzt mal gelesen habe, habe ich geweint.
7 jahre verändern alles. aber anscheinend auch nichts.


Else Lasker-Schüler (1869-1945)

IN MEINEM SCHOSSE

In meinem Schoße
Schlafen die dunkelen Wolken -
Darum bin ich so traurig, du Holdester.

Ich muß deinen Namen rufen
Mit der Stimme des Paradiesvogels
Wenn sich meine Lippen bunt färben.

Es schlafen schon alle Bäume im Garten -
Auch der nimmermüde
Vor meinem Fenster -

Es rauscht der Flügel des Geiers
Und trägt mich durch die Lüfte
Bis über dein Haus.

Meine Arme legen sich um deine Hüften,
Mich zu spiegeln
In deines Leibes Verklärtheit.

Lösche mein Herz nicht aus -
Du den Weg findest -
Immerdar.

Mittwoch, November 08, 2006

***

nein, schrie er.
stofffuseln ihrer tweedjacke unter den fingernägeln.
ich habe ausgetrunken. wann gibt´s belohnung?

zwischen all den lichtern war mir dein schatten immer am liebsten, kleiner.

sprach sie flugs und ging, bevor es ihr blieb.

choose your favourite.

Mittwoch, November 01, 2006

über normal null

"In Hamburg besteht am Mittwoch die Gefahr einer schweren Sturmflut. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen. Das Mittag-Hochwasser hat voraussichtlich seinen Höhepunkt von fast 5,90 Metern erreicht und wird in den nächsten Stunden wieder absinken." [http://www.hamburg.de](01.11.2006)

“The wise man in the storm prays to God, not for safety from danger, but deliverance from fear” (Ralph W. Emerson)

Zugegebenermaßen weiß ich von beiden nicht recht viel. Weder von Ralph Waldo Emerson noch von einem richtigen meteorologischen Sturm.

Ich kenne die Stürme, die durch dein Leben fegen. Dich auf den Boden werfen. Und du glaubst du kannst jetzt nicht mehr aufstehen. Ich glaube zu wissen, wie es ist.
Aber ich vergesse es auch zu gern, wie es war. Bis sich die dunklen Wolken erneut am Himmel zusammenbrauen und mich daran erinnern, dass es wohl an der Zeit wäre gewisse Vorkehrungen zu treffen und wenn unvermeidbar, durchzuhalten. Durchhalten. Bis das Toben sich beruhigt hat.

Die geöffnete PDF-Datei zeigt mir das Sturmflutmerkblatt für die Hamburger Innenstadt an.
"Wie wird gewarnt? Rechtzeitig vor Eintritt einer Sturmflut werden Sie gewarnt durch *Böllerschüsse (ab 3,50m über NN), *Rundfunkwarnungen (ab 5,00m über NN), *Untertitelungen im Fernsehprogramm (ab 5,50 über NN) und zusätzlich ab 7,30 m über NN durch *Sirenensignale (1 Minute Heulton: Rundfunkgeräte einschalten!), * örtliche Lautsprecherdurchsagen in besonders gefährdeten Gebieten." (Sturmflutmerkblatt der Stadt Hamburg, Stand 2006)

Wow. In meinem Kopf macht sich die Knoppers-Werbung breit. "Deutschland. Halb 10." "Böllerschüsse".

Ich möchte der menschlichen Psyche nicht unterstellen kein adäquates Frühwarnsystem für persönlichen Stürme zu besitzen, aber wären Böllerschüsse nicht viel effektiver als Ahnungen und Befürchtungen und diffuse Gefühle?
Ein ordentlicher Knall und nichts, das man mit Verdrängen, Vergessen, viel Alkohol, Tabletten, whatever oder einer Kombination von alledem, übergehen könnte.

Meine Gedanken sind heute einerseits bei dem Flug, der mich in wenigen Stunden ins Sturmflutgebiet bringen wird. Ich erinnere mich an die erste Ankunft letztes Jahr.
Im Regen stehend, vom Wind beinah umgeblasen, in beinah völliger Dunkelheit um 11.00 Uhr mittags. In völliger Verwunderung, dass tatsächlich Liechtenstein die höchste Selbstmordrate haben soll und nicht dieser Flecken Erde.
Um einige Stunden später an den Landungsbrücken zu beschließen, dass Fernweh und diese Aussicht unnötigerweise 2 eigene Wörter sind, wo sie doch dasselbe ausdrücken.

Und andererseits bei den unerwarteten Stürmen von gestern Nacht. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was ich an deiner Stelle tun würde. Und meine Allwissenheit schrumpft auf die Größe meines H&M Regenschirmes zusammen. Im Grunde ganz schick, aber nicht sehr gut geeignet für die Stürme mit Sirenensignalen. Aber durchhalten und schaun wie´s weitergeht. Das mach ich gern mit dir.

Montag, Oktober 30, 2006

"schneller als ein totes pferdchen..."

...so eva umbauer gerade auf fm4. ich muss laut lachen. zu laut um mitzukriegen, wie die band denn heißt. ein totes pferdchen ist ja nicht unbedingt der reisser.
ob das die schöne art war zu sagen, dass ihr das gesicht einschläft, wenn sie den song hört oder war es doch ein verstecktes kompliment?
ein sehr verstecktes kompliment - zugegebenermaßen.
schneller als ein totes pferdchen ist wohl ziemlich alles was noch nicht tot ist.
sogar die italienische post und die pensionistengruppe aus dem oberlungau, die das prinzip des rechts-stehens auf ihrer wien-entdeckung noch nicht ganz kapiert hat, während ich versuche einen neuen olympischen rekord für das erreichen meiner arbeitsstelle zu schaffen.

dafür hab ich heut meinen persönlichen rekord für´s whirlpool-liegen bei meinen badeausflügen getoppt. das wundersamste am wasser ist meiner meinung nach nicht der dipol sondern, dass ich mich reinlegen kann und darin schwebe.
und mit vielen luftblasen und warmem licht ist das wie weihnachten. nur nasser.

statt brav bahnen zu ziehen hab ich eben genannten wassertraum heut genossen.
und dabei den dunkelhäutigen, dunkeläugigen nicolà kennengelernt...
die aufschrift seiner quietsch-orangen schwimmflügerl "2-5 Jahre" haben die romantische stimmung im pool von vornherein sabotiert, aber als der kleine, ganz groß, anfing bauchplatscher für mich zu machen "boa, kannst du das auch??" musste ich doch lachen.
entspannt lachen.
und weiterchillen.

und dabei gefragt, was das leben ausmacht. allgemein und im speziellen fall mein eigenes. und was der sinn dieses tages war. und ob´s den überhaupt gibt. und wenn ich den doch immer selbst mache, "jesses" (würd da die samoafex sagen), dann steht in den nächsten 70 jahren einiges an arbeit an...

und noch ein weiser satz aus der allgemeinen blogger-weisheit, ich wünschte die eva umbauer könnte den jetzt mit ihrer babypuderweichen stimme an dieses ende hinhauchen:
if your boyfriend doesn´t listen to you...your blog will (und eventuell auch das eine oder andere tote pferdchen).

:-P

Dienstag, Oktober 24, 2006

I got pure hearts to give to you...



...dabei haben sie meines doch eh schon längst.
ich bin begeistert vom neuen album.
ich war schon begeistert vom alten album.
und sämtlichen fuzzi-albümchen und songfetzen, die ich je von ihnen gehört hab.
kehlköpfiger gesang, schnurr-und backenbärte und seit neuestem auch bläser!



nur bissi stur sind sie.
kommen einfach nicht nach österreich.
das letzte mal musste ich via fm4 karten für ein schweiz-konzert gewinnen um sie zu sehen.
und jetzt die herbst tour: lauter gigs in frankreich und einen in der schweiz. dort wo die kühe und hasen sich gute nacht sagen. nur gibt´s da wohl jetzt keine karten via fm4. wie komm ich nun bitte billig nach düdingen?!

die öbb fährt bis zürich. für 29 euro. im sitzen. all night long. himmel, was für ne lange fahrt. zu der variante greif ich wohl nur im notfall.
sky europe. oh, sehr schön. der rückflug von basel nach bratislava um euro 1,50. mit all den taxen dann doch wieder 50 euro. dafür könnt ich mit der öbb schon schlafen und ein frühstück dazu bekommen.

billigflieger.de: naja, billig ist was anderes. flüge ab ca. 200 euro. der teuerste flug wien-basel und retour: 2133 euro !
für diese summe könnte ich herman düne schon beinah in meiner wg-küche spielen lassen.
ich versuche die variante wien-bern. WOW! das geht sogar um hübsche 2450 euro!

okay. so nicht. dann wohl doch öbb.
oder ein andres gefährt räubern.
ich will da hin!

Samstag, Oktober 21, 2006

huch!


natalie dee says...yeah, i am exploring the umlaut.
i say...yeah natalie, wanna fuck?

Sonntag, Oktober 15, 2006

frage und antwort

Alles recht stockend hier...Zeit, die Zeit der Unhöflichkeit zu beenden...hier das Stöckerl von da Samoafex:


Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte

1)eine Jahreskarte für Air-Berlin

2)eine Zauberbibliothek, mit verstaubten verborgenen Schätzen aus den vorigen Jahrhunderten einerseits und andererseits den neuesten Erscheinungen zu jeglichem Thema, an das ich auch jenur einen kleinen Gedanken verschwendet habe, natürlich inklusive schrulligem Bibliothekar, der liebe-und geheimnisvoll irgendwelche Zaubertricks a la ich hol dir eine Münze hinterm Ohr hervor, mit mir macht, wenn ich zum Lesen komme.

3) tschängbummbäng

4) den richtigen Teint um meine Haare blondieren zu können.

5) Mein eigenes Tonstudio. *smmmmiiiiiiiiiiiile*


Fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:

1) Zuviele Bücher, die ich gelesen habe oder die nächsten 5 Jahre nicht lesen werde. Ohne den Zauber-Bibliothekar mit seiner Zauberbibliothek nehmen Sie nur Platz in meinem Zimmer ein und vorallem wertvollen Platz für die Bücher, die ich jetzt lese. Vielleicht schluckt ja das ebay-Nirwana das eine oder andere populärwissenschaftliche Schrottbuch. Gekauft aus Verzweiflung in der einen oder anderen Lebenslage. Die politischen Bücher will ich nicht weggeben. Who knows...

2) Einen E-Bass. Inklusive Case und Verstärker. Will den jemand? Vielleicht unser neuer zukünftiger Bassist? Die weibliche Form sei hier eingeschlossen und mit grellpinkem Marker hervorgehoben.

3) Ein Poster von Darkest Hour. Zuviel Erinnerung dran um es wegzuwerfen. Zu düster um es aufzuhängen. Was macht eigentlich all dieses Gerümpel in meinem Zimmer???

4) Einen Termin bei einer Knochendichte Untersuchung. Tut das weh????
Mal schaun ob ich noch dicht bin. In den Knochen.

5) Verwandtschaftsbeziehungen in die Schweiz. Das ist nicht persönlich zu nehmen, gell Sabi.


Fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:

1) Geschlechtskrankheiten jeglicher Form und Gestalt.

2) Die Piepsstimme sätmlicher MTV Moderatorinnen.

3) Meine alte WG wieder am Hals.

4) Diese laaaangen Fingernägel mit der French Manicure...völlig unbrauchbar im Leben.

5) Einen Schweizer Nachnamen.



Fünf Gerngelesene, an die das Stöckchen weiterfliegt

Andrej Kurkow, Stefano Benni, Jean Rhys, Elfriede Jelinek und meine Mama.

Freitag, Oktober 06, 2006

manifest

momentan sind alle elektro.

gestern noch indie. aber der indie fühlt sich schon längst ganz lasch an im trend-mund.

in sämtlichen internet-communities - das neue trojanische pferd für das schöne gefühl des dazugehörens trägt den namen elektro.

oder bild ich mir das nur ein?

keiner kann´s genau definieren, jeder benutzt es und alle checken es einfach voll ab.
ja nicht auffallen. halt nur ein bißchen. dieses lässige bißchen.

schubladen.
man kann sie verurteilen oder nicht, aber ich mag schubladen.
die zeigen mir wo was wie und wer. sie geben mir sicherheit.
und klar, große schubladen mögen stauraumtechnisch günstig sein.
viel platz - viel musik - viele hörerInnen - viel kohle - maximale sicherheit für die maximale personenanzahl.

aber diese schwammige elektro schublade IST EINDEUTIG ZU GROß!
schmeisst da bitte jemand mia und das ganze graffl raus??!!
ich möchte schubladen in allen farben und schattierungen und ich möchte keinen sound der sich allein durch ein wort beschreiben lässt geschweige denn EIN WORT das sämtliche Sounds beschreibt wo 3 töne mit dem e-piano gespielt werden!

hab ich mich deutlich ausgedrückt?

ja?
gut. na dann ist ja gut.
danke.