Donnerstag, September 21, 2006

This is legwork, baby!

Carola legt das Tempo vor, wir keuchen hinterher...hab ich doch tatsächlich den Sport wiederentdeckt.

Das schnike angerostete Mädchenrad in weiß-rosa - meine treue Begleiterin durch die gefährlichen Straßen von Vienna City.

Zugegebenermaßen - das Gefährlichste auf Wien´s Straßen sind lichtlose RadfahrerInnen bei Nacht, *räusper-hüstel*.

Jedesmal wenn ich an der Börse vorbeifahre, also mindestens 2x täglich, hoffe ich, dass ich einen Makler erwische. So unvorsichtig und gedankenverloren sie den Fahrradstreifen zwar betreten, so schnell können Sie dann doch auch erschrocken zur Seite springen, sobald ich mit meiner weiß-rosa Kanone anrausche.

Und das trotz der optimalen Gelingensbedingungen! Ausreichend Schwung durch Runterrollen des Ringes von der Uni weg, schadhafte Bremsen, Anzugträger in Hülle und Fülle.

Doch ich bin nicht umsonst in den Wäldern Westösterreichs groß geworden - zu meinem radtechnischen Geschick paart sich eine wissende Geduld...

Weitere Personen, für die ich nicht bremsen würde:

H.C. Strache
Nun gut, eine extra Aufzählung erübrigt sich im Grunde, ist er doch als Anzugträger bestens als Freiweild markiert. Für seinen Ausflug in die Welten des deutschen Sprechgesangs wäre es mir allerdings auch nicht zuviel den Ring nochmal raufzuradeln um ein weiteres Mal rüberzurolpern.

WU-Studenten, die mir Geld schulden. Auch diese zählen wir grundsätzlich zur Gattung der Anzugträger, das gängige Studenten-H&M-Alternativ-Federkleid lässt so manchen gut getarnt entwischen. (An dieser Stelle schönen Gruß an Birgit, du darfst dich als Ausnahme sehen!)

Es gibt auch durchaus Personen, für die ich bremsen würde:

ALLE ANDEREN!

Inklusive der Spezial-Anzugträger-Form: Frischverheiratet. Das würde ja Unglück bringen, oder?

Donnerstag, September 14, 2006

Du schluckst.

Du kommst heim von der Uni.
Tasche auf den Boden.
Hofer-Brot auf den Tisch.
Nur der Fernseher beobachtet dich. Dein verkaterter Mitbewohner hat wohl vorher Gesellschaft gebraucht.

Du setzt dich.
Fragst dich, ob der Zeitpunkt kommen wird, an dem dir Hofer Brot zum Hals raushängt.
Du hoffst der Zeitpunkt ist nicht vor der nächsten Gehaltsüberweisung.

Du zappst ins nächste Programm.
Weil die Arte Naturdoku nicht die gewünschte entspannte Atmosphäre ins Zimmer zaubert. Hofer-Brot schluckt sich schwer, wenn der Stammesvater gerade seine Schwester umbringt. Hängen bleibst du dann trotzdem auf Okto, denn die stumpfsinnigen Talkshows machen dich ganz nervös und immerhin ist Herbst und du sollst und darfst und musst ja wieder denken. Und nicht sonnen.

Es läuft utv.
4 Frauen exklusive Moderatorin diskutieren den Begriff Feminismus.
Wer´s braucht, wer´s will, wer´s hat und wer´s fürchtet.
Du fürchtest dich kurz.

Die guten Erfahrungen mit Feminismus, die haben andere Frauen gemacht. Damals anno Summer of Love. Die Menschen, die mit Dir über Feminismus geredet haben, bei politischen Seminaren und am Frauentag, haben gegen deinen Willen eine Frauenquote eingeführt und sind dann auch noch wütend geworden, wenn du deswegen nicht wirklich mutiger warst zu reden. Wenn du nicht plötzlich aufgrund dieser formalen Maßnahme in Worte fassen konntest was du eigentlich sagen wolltest.
Aber gefreut haben Sie sich dann trotzdem, denn immerhin hatten sie es ab da auf dem Papier: Männer und Frauen haben gleichoft geredet!
(Aber wurden wir trotzdem gehört?)

Du kaust. Du schluckst.
Du verfolgst die Straßenumfrage, die utv auf der Mahü gemacht hat.
Thema: "Was denkst du über Feminismus?"

Du lauschst den Aussagen. Du findest, dass du sie alle schon mal irgendwo gehört hast. Laut lachst du, als die adrett gekleidete Frau um die fünfzig meint: " Gut find ich das! Das haben sich die Frauen damals hart ERKAUFT, da müssen wir drauf schaun!".

Du fragst dich, wie die Frauen den Feminismus abbezahlt haben und was das Zahlungsmittel war und überhaupt, wer hat den Feminismus angeboten und wie lange ist da Garantie drauf?

Nachdenklich hörst du eine Diskussionsteilnehmerin sagen, dass mensch sich nicht auf dem Feminismus ausruhen könne. Dass momentan alles in Richtung zurück an den Herd gehe.

Du stimmst zu. Und du fragst dich, ob das Kapital einen denn wirklich zurück an den Herd bringen will. Bis du denn nicht besser in Schach gehalten, wenn du unterbezahlt und hungernd, mit der Figur eines 14 jährigen Knabens, in Teilzeitjobs und Praktikas hängst, in der Hoffnung, endlich (an)-erkannt zu werden? Vom Traumprinz. Vom Vorgesetzten. Vom andren.

Das Hofer-Brot hat seinen Zweck erfüllt, satt lehnst du dich in den Stuhl zurück. Sie reden davon, dass Du deine Rechte verteidigen sollst. Du bist dir nicht sicher, was deine Rechte sind. Wenn du ganz ehrlich bist, bist du dir nicht mal sicher, was deine Wünsche sind, lässt du einmal sämtliche Empfehlungen deiner Familie, der Freunde deiner Familie, deiner Lehrer, deiner Nachbarn und deiner Friseurin außer Acht.

Du räumst das Hofer-Brot weg.
Für dich gibt es genau einen Feminismus, der sich nicht nach Floskel für dich anfühlt.
Er lautet: Finde heraus, was du dir von Herzen wünschst, von was du träumst und wer du bist. Suche nach deiner Wahrheit. Kurz: Begehre! Dann weißt du auch, auf was du schauen musst, was deine Rechte sind und was du verteidigen willst.

Und bei der nächsten politischen Diskussion hast du dann wirklich was zu sagen. Und weißt wie. Scheiß doch auf Quote.

Sonntag, August 20, 2006

Stell doch bitte den Krach leiser!

Sonntag morgen.

Halb 10.

Umgeben von Kisten und mittlerweile kahlen leeren nackten weißen Wänden sitze ich im Umzugswirrwarr. Langsam steigt die Panik.

In 2 einhalb Stunden steht die allerliebste A. vor der Tür und wird mir helfen mein Hab und Gut in einen geborgten silbernen Kombi zu schaffen. Und ich bin weder fertig, noch scheint das Packen der Dinge einer bestimmten Ordnung zu folgen, doch am schlimmsten: der innere Krach steigt.

Dieser Lärm. Die eigenen Gedanken. Einzelne. Dann zusammenhängende. Umkreisende. Wiederkehrende. Auftauchende. Absteigende. Als ob der Windows-Bildschirmschoner mit seinen Neon-Würmern quer durch meinen Kopf tobt.

Von Fragen wie, ob es wohl eine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum Poster immer nur in einer Ecke einreissen. Da zum Beispiel bin ich mir sicher, dass es eine Erklärung gibt. Physikalischer Natur. Hat wahrscheinilch mit Belastung etc. zu tun, wenn es mir wer erklären will, nur zu!

Oder weiter wie, warum ich manchmal eifersüchtig sein kann, obwohl ich es mit meinem Blut unterschreiben würde, dass ich nicht hintergangen werde. Ja ja, ich bin paranoid. Aber es gibt schlimmeres.

Und die kleinen Zweifel, was nun wenn die künftigen MitbewohnerInnen damals bei den 2 Treffen nur einen auf Show gemacht haben und sich ab morgen dann als postpubertäre musikfeindliche Affen erweisen?
Und was ist eigentlich mit den Prüfungen, die ich Ende September machen will - gibt´s da schon vernünftige Termine? Ob es um 10 Uhr Sonntag in der Früh wohl irgendwo schon Falafel gibt? Mein Hunger und der extra leergelassene Kühlschrank ("weil sichs ja doch nicht mehr rentiert hätte einzukaufen") stehn sich gerade im gedanklichen Stare-Contest gegenüber.

Und was mach ich, anstatt meinen Kleiderschrank aus billigen Sperrplatten auseinanderzuschrauben, in der dunklen Vorahnung ihn wohl nie wieder als Ganzes zu sehen?

Ich setze mich an den Computer und blogge!
Das stellt den Krach leiser. Diesen nervötenden Gedankenlärm. Und die Neon-Würmer können sich eine Zeitlang mit Syntax und Grammatik befassen, anstatt mit den Erinnerungen und Gedankenkonstrukte der letzten vergangenen 23 Jahre.

God bless you, blog!

Donnerstag, Juli 27, 2006

au ja!! ein tagebuchteintrag!!

wie hab ich mir die letzten 2 wochen vertrieben...hm...let´s see...

geschwitzt wie blöd bei diversen konzerten
noch mehr geschwitzt beim bierkistenschleppen und backstageräume aufräumen
ich war schwimmen mit trail of dead (ja, und carola war auch dabei)
habe bier aus bedruckten plastikbechern getrunken
ein bisschen mehr bier getrunken und aufschlussreiche gesellschaftsspiele gespielt
habe ein paar neue songs und gedichte geschrieben und bin mir dabei total künstlerisch wertvoll vorgekommen
habe in blaue augen geblickt und bin in den zärtlichsten armen der welt eingeschlafen
und

in diesem moment öffnet sich die tür des büros und wer kommt hereingeschneit?
mr. lord-of-misrule....rofl
jaja...auch mit nem bedruckten becher und bier
es lebe die poolbar!


und zum weiterträumen gibts für mich und den herren mit den blauen augen und den tollen einschlafarmen noch ein wenig trail of dead...

close the door

and drift away
into a sea of uncertainty
(let me whisper something in your ear)

would you smile again for me?

:-)

Samstag, Juli 01, 2006

behind the scenes

seit 1 stunde und 5 minuten ist es juli.

hallo juli!
schön dass du da bist.
vorallem weil du uns gleich zu beginn den eröffnungstag des poolbar festivals in feldkirch bescherst.

schon mal gefragt was die leute, die so ein festival möglich machen, in der nacht davor tun?

nicht wirklich?
oder liegt das sowieso auf der hand?

sie arbeiten.

in unserem falle:

hämmern. sägen. schreiben. telefonieren. kleben. drucken. laminieren. putzen. umräumen. abspeichern. anschrauben. einstecken. weiterhämmern. weitersägen. weitertelefonieren. weiterkleben. weiterlaminieren. weiterputzen. weiterräumen. weiterspeichern. weiterschrauben. weiterstecken. weiterweiterhämmern, weiterweitersägen, weiterweitertelefonieren, weiterweiterkleben, weiterweiterdrucken,...

gaffer-tape-besitztum erreicht seltenheitswert. nichtraucherInnen greifen zur parisienne schachtel. das rivella erscheint schlagartig ZU alkoholfrei. die einzige antwort auf die frage wie gehts lautet: müde, aber gut.

und eine sitzt im büro, nach getaner arbeit, mit konstant hohem adrenalinspiegel und bloggt. auch eine möglichkeit.

Freitag, April 14, 2006

appetizer no.1 - bolzplatz heroes



schon der name hört sich irgendwie nach spaß an.

am 14. juli macht der spaß bei uns halt, gemeinsam mit final fantasy. aber zu letzterem später.

erst mal kümmern wir uns um die 4 helden des bolzplatzes. soso.

gitarrenschrammig. schrei-ig. melodiös. bissi bös. guter flow. hört sich nach bewegung an. schaut nach bühnenpräsenz aus.

juchuu juchuu!!
bin ja schließlich eine live-gig-schweiß-fetischistin.

ich könnte natürlich noch erwähnen, dass der sänger sonst bei sportfreunde stiller trommelt, weitere bandmitglieder in bands wie cosmic casino und the notwist wirken (gewirkt haben) und die band gerngesehener gast auf den visionsparties ist. aber um ehrlich zu sein: solche werbetricks haben sie nicht notwendig. meiner meinung nach.

ein blick auf die homepage ist aber durchaus interessant. dort herrscht das diktat des ungezwungenen sprachgebrauchs.
"Runterloads", "Contakt", "Merchware", "Ranhören", "wird continued"...
ich bete bereits jetzt zu sämtlichen göttern und kräften dieser welt, dass sie in der realität auch so sprechen - weiß nicht, ob ich mich dann vor lachen jemals wieder einkriegen werde!!

und wer ein bißchen backstage feeling haben will: auf der hp in sparte "songlieder" (*kicher*) das video "Mbule backstage" "einsehen" (*erneutkicher*)... da wird meine spaßtheorie noch kurz bestätigt.

vielleicht sollte ich bis zum 14. meine videocam entstauben...

wühlen in frühlingsgefühlen

karfreitag und niemand ist zu sinnvollen aktionen zu überreden.

entweder treffe ich auf meiner suche nach einem abendgestaltungskumpanen/in auf verkaterte besucher des gestrigen love-is-in-the-air oder auf spaßverweigererInnen.

und noch lange keine ostereier in sicht.

ich muss was tun für meine geistig-emotionale gesundheit.

jetzt sofort!

na schön.
dann werd ich mich beruflich weiterbilden.

da ich mich in folge meiner funktion als offizielle backstagebitch aka durchorganisierte running-order-vorantreiberin bis zum sommer mit einem berg von guter musik auseinandersetzen darf, sollts ihr auch was davon haben!

einige kleine vorabgedanken, appetizer und recherchen zu den im sommer gastierenden bands in der poolbar in feldkirch...

Mittwoch, April 05, 2006

bathroom

The best thing about getting clean and fresh like a sunny spring morning is the moment, when my lady shave, which is called venus or intuition, which i should be both, and which of course I AM both, when that shave, which of course is new, so i can get rid of every single hair that keeps me away from being divine, which i should be and of course AM, it is the moment, when that shave cuts my peeled, smoothened, perfumed skin. A red trace draws the flashy foam, a sweet pain that remembers me...yes...somehow, I´m still alive, between this holy divine shit.

Montag, April 03, 2006

nie mehr wasch ich meine ohren, augen und hände

...ein goldener hauch von exklusivität umschmeichelt mein haupt und schmiegt sich um die bleibende erinnerung. derweil pocht adrenalin adrenalin adrenalin durch meine adern. immer noch.


PETE DOHERTY LIVE

im flex.
angekündigt seit gestern via internet.
vor 400 leuten.
über eine stunde war er charmant, hat gesungen, gespielt, geraucht, bier verteilt. und wenn ich sage gesungen und gespielt dann meine ich richtig gut. sympathischer gings gar nicht.

und dann, als alle dachten, jetzt ist aber wirklich vorbei, taucht er wieder auf. mit so einem jungen typen mit kappe und recht langen haaren.

und ich dreh mich um und schrei meiner freundin zu:

ADAM GREEN!!! verdammte scheiße das ist ADAM GREEN!!

und ja, er wars!!! frisch von seinem konzert aus dem gasometer!!!
und gspielt habens auch.

und wir gejubelt. und gelacht. und uns über die wohl dämlichsten securtities der welt aufgeregt. jene, die tatsächlich die von pete ins publikum geworfene gitarre z u r ü c k g e h o l t haben.

wundervolle momente später wars dann tatsächlich aus. wir machten uns auf den heimweg und gingen die treppe zum schottenring rauf. auf einmal stürzte uns ein gejagter PETE DOHERTY entgegen, hinter sich ein rudel von fans. der junge kann rennen, ich sags euch!!!

ein blick zu diana und es war klar, da gehn wir jetzt nochmal zurück. zurück vors flex, wo ADAM GREEN autogramme verteilte und grinsend das bad in der immer größer werdenden menschenansammlung genoß...ich gebs zu...ich hab ihn berührt... ;)

es musste sein.

es war wohl weniger konzert als viel mehr erlebnis. und über tokio hotel fans brauchen wir uns gar nimma aufregen. wir sind alle nerds.

Montag, März 27, 2006

eva vs. the eva-theory

ich habe mich mit gott geprügelt.
das singt thees.
aber mir passiert das tatsächlich.
zumindest mit seinen buddies.

heute. dienst im völkerkundemuseum. viel zeit zu lesen, nette menschen, passt.

während ich so sitze und mein palahniuk sich immer weiter dem tosenden ende nähert, spricht mich einer dieser netten, ebenfalls dort arbeitenden, menschen an. wir sprechen über das wetter und landen irgendwann bei der diskussion über den ursprung der sprache.

dieses thema scheint mich momentan etwas zu verfolgen.

einige zeit später, eva schon längst wieder in ihr buch vertieft, kommt er erneut vorbei und lässt mir ein buch da.

"der turmbau zu babel", hsg. herr seipel, ein drittel der darin enthaltenen artikel von professoren, die ich beinah tagtäglich sehe - soferns im flex mal net wieder übermütig war. ;)

als er wieder vorbeikommt bedanke ich mich für die lektüre, finde es sehr nett, mich so aufmerksam zu behandeln. ihr wisst schon, das freut einfach, wenn andere leute interesse an solchen themen und an diskussionen zeigen.

wir diskutieren erneut. sehr angenehm. ein paar mal lässt er phrasen wie "die sprachen etwickelten sich ja alle in babylon" etc.... fallen, was ich mit einem etwas stutzigem gesicht und der gegenfrage "ähm, wie genau meinen sie das?" beantworte.

er muss weiter, bevor er antworten könnte.
kommt dann aber wieder vorbei. diesmal mit einem extra ausgedruckten und in-saubere-plastikhülle-verpackten artikel mit der überschrift "SPRACHE", den er mir mit den worten "der wurde von leuten geschrieben, die sich wirklich für die absolute wahrheit interessieren" in die hand drückt.

schluck.

das ist ein satz, bei dem es mir sämtliche geschlechtsteile zusammen ziehen würde, wäre das nicht schon im rahmen meiner pränatalen entwicklung geschehen.

die wahrheit! und dann noch die absolute!

ähm, danke.
nach den ersten 3 absätzen des artikels muss ich ein kurze ruhepause einlegen.
die bibelzitate knüppeln mich förmlich nieder. oder ist es doch nur die inhaltliche zusammenlosigkeit, die so anstrengend ist. vielleicht auch das halbherzige argumentieren, das auslassen wichtiger fakten, das überbeleuchten von nebensächlichkeiten. und manchmal einfach pure phantasie.

kleiner auszug: "Der erste Mensch, Adam, wurde mit einem Wortschatz und der Fähigkeit erschaffen, neue Wörter zu prägen und so seinen Wortschatz zu erweitern. Ohne einen von Gott gegebenen Wortschatz hätte der neugeschaffene Mensch die mündlichen Anweisungen seines Schöpfers genausowenig verstanden wie die vernunftlosen Tiere (1Mo 1:27-30; 2:16-20;....etc.)"

und dann gehts los. ich stelle ihm die frage, wie er denn glaube, dass die menschheit sich entwickelt hat. an dieser stelle sei bitte nocheinmal darauf hingewiesen: dieser mensch ist fix angestellt im museum für völkerkunde (!).

seine antwort: adam und eva.
und er versucht nicht mal, eine entschärft version davon wiederzugeben.

unser diskussion focusiert nun plötzlich auf den ursprung des menschen. unbewegter beweger, der prototypen auf die erde schickt oder unendlichkeit, gepaart mit qualitativen veränderungen durch zusammentreffen von elementen, etc., evolution, entwicklung durch notwendigkeit,etc....

je weiter wir diskutieren, desto mehr scheint ihn plötzlich ein missionarsgeist zu erfassen.
seine gestik wird drohender, er lässt mich nicht mehr ausreden, er hüpft von einem beispiel zum nächsten, die meisten beispiele haben oft nicht mal was mit dem thema zu tun, sondern sind irgendwelche aussagen wie "so und soviele mädchen werden in österreich am tag vergewaltig, willst du das?".

ich bin kurz davor die diskussion mit ihm abzubrechen. einfach weggehen geht nicht, bin ja am arbeiten. tränen stehen mir in den augen. nein verdammt, ich bin alles andere als traurig.
aber das passiert mir in solchen situationen.

in diskussionen oder streitereien, wo mein gegenüber zu mitteln greift, die kommunikation behindern, in denen durch einen wortschwall versucht wird, alles gegenteilige zu ersticken.
situationen, in denen es nicht mehr ein duell der argumentation, der worte ist, sondern der lautstärke, drohgebärden, etc...

normalerweise gehe ich dann einfach. gehe ich nicht, stehen mir tränen in den augen. die einzige (unbewußte) möglichkeit sich in einer solchen situation noch zu wehren. tränen, die zeigen, egal zu welchen mitteln du greifst, ich bin nunmal NICHT einverstanden und du tätest besser daran, das zu akzeptieren, als weiter auf mich ein zu prügeln.

es wird immer schlimmer. und keine rettung in sicht.
eine halbe ewigkeit später - ich habe feierabend.
ich sage: stop, ich beende das, ich gehe jetzt heim. auf wiedersehen.
er verabschiedet sich mit den worten "du hast noch viel zu wenig lebenserfahrung, als dass du das beurteilen könntest, aber du wirst schon sehen, ohne glauben kommst du nirgends hin!"

und während ich hinausstürze und froh bin, endlich an der sonne zu sein, fällt mir ein satz aus dem fertig gelesenen palahniuk ("lullaby") ein:

"...in der geschichte wimmelt es von klugen menschen, die gutes tun wollten und alles nur noch schlimmer gemacht haben..."

Mittwoch, März 22, 2006

i find my lack of concentration disturbing

...ping pong - ping pong - ping pong - dddrrrrrrrrrrr - tztsch - tztsch - tztsch - ping pong - ping la la laaa - la la la laaaaaaa - laaaaaaa - la...

...

...

...

ta-tsch
ta-tschschschschsch
ta-tzzzztzzzzztzzzz

ping
pong

...

*tiefluftholundaufseufz*

ich leide unter einer krankheit
sie nennt sich
frühlings-unkonzentriertheit

werden sie hellhörig, wenn sie folgende beobachtungen an sich selbst oder ihren mitmenschen machen:

auffälliges energiestrotzen
dämlich durch die gegend grinsen
tagträumereien
rausrennen und menschen umarmen wollen
alte hobbies ausgraben und wieder anfangen
länger als notwendig in dunkelfunkelnde augen blicken
...
und last but not least:

keinerlei konzentration für irgendwelche unisachen aufbringen!

tatschschsch-tatzzzzzz-zzzzzz-zzzzzzz-ping-pong

...

...

so, jetzt reichts.



ich geh jetzt bäume ausreissen.

Freitag, März 17, 2006

ähm...linguistInnenhumor...

johann gottfried herder.

man stelle sich vor, er wäre verheiratet gewesen.

mit inge.

herder inge.

ein ring sie zu knechten, sie alle zu finden...

Dienstag, Februar 28, 2006

put yo hands up in the air!

riecht ihrs? spürt ihrs? fühlt ihrs?

den frühling! ...also ein bißchen kann ich schon ausmachen!

und deswegen: temporarily out of blogging!
das leben ruft und muss aufs härteste ausgekostet werden - meld mich wenn mir wieder nach mitteilung zumute ist.

das ist das schöne an einem eigenen blog - ich bestimme die sendepausen! *harhar*

:)

Mittwoch, Februar 08, 2006

todsicheres mittel zur blogniveausenkung

4 jobs, die ich bisher gemacht habe:

kindermädchen -raft-guide - museumsaufsicht - barkeepern inkl. tanzen


4 filme, die ich mir immer wieder ansehen kann:

das letzte einhorn - magnolia - silverlake-view from over here - nochmal magnolia


4 orte, an denen ich gelebt habe:

haiming - mötz - innsbruck - wien


4 bücher, kürzlich gelesen und für gut befunden:

guten morgen, mitternacht (jean rhys) - es gibt keine schlechten menschen, sagte der bär, wenn sie gut zubereitet sind (stefano benni) - buntschatten und fledermäuse (axel braun) - das spiel ist aus (jean paul sartre)


4 tv-sendungen zu deren stammpublikum ich zähle:

hab keinen tv. und stammpublikum, wohl eher zielgruppe. lol. dann wohl am ehesten scrubs.


4 orte, an denen ich schon urlaub gemacht habe:

barcelona, fuerteventura, berlin, billund (jaaa, legoland!)


4 leibspeisen

erdbeeren (frisch gepflückt) - brot (frisch gebacken) - bärlauchpesto (frisch gemacht) - reismilchkakao (frisch gekauft?!)


4 webseiten, die ich täglich besuche

myspace.com - derfunke.at - linguistics.at - wasteofmind.de


4 orte, an denen ich gerade gerne wäre

im oval office (hinterlistigblick) - im bakunins-proberaum hinter der gitarre - in einem riesigen bett in tausend decken und polster gekuschelt mit jemandem, der mir eine geschichte vorliest - in wien (ich gebs zu)


4 menschen, an die das stöckchen weitergereicht wird

enno, wolfi, karin, hm...?? freiwillige??

Dienstag, Februar 07, 2006

rolling rolling rolling...

...over the floor jokingly

mitgehört gestern abend. fernseh-interview mit heidi klum. zu ihrer model-casting-show. kleine schwester arbeitend vor dem computer.

heidi klum: "...ich möchte aus den mädchen ja auch was rausholen!"

kleine schwester: ".....ja...das essen..."

Donnerstag, Februar 02, 2006

einen an der waffel

ich dachte immer, ich bin so etwas wie die vollendung eines subtilen wahnsinns.

doch nönö.

it´s not me.
es ist dieser bezirk.
margareten.

oder wie erklären wir uns das hier.

Dienstag, Jänner 31, 2006

eva winkt in kamera und grinst breit

kennt ihr die leute, die bei liveübertragungen im fernsehen den gerade interviewten leuten über die schulter gucken, breit grinsen und winken und die unglaublichsten grimassen verziehen? ich liebe das. das ist oft viel interessanter als das interview selbst.

was wird ihnen noch einfallen an kreativer mimik. obszönen gesten. wink und grußverrenkungen. nichts scheint für sie zu blöd zu sein.

an dieser stelle missbrauche ich unverschämterweise meinen blog und grüße recht herzlich meine liebe freundin karoline, die gerade in down under auf känguruhjagd ist und möglicherweise diese zeilen mitbekommt *überschwenglichwinkunddabeifettüberbeideohrenstrahl*

weil es mal honoriert gehört, dass sich leute noch spontan für ein paar monate in tausende kilometer weit entfernte länder werfen.

aber sie war immer schon meine abenteuer-freundin. zwischen 15 und 17 waren wir jedes wochenende weg. ausschließlich per anhalter. und wir kommen aus einem bergdorf in den vorarlberger bergen bitte. uns ist nie was passiert und lange wartzeiten haben wir immer gut zu überbrücken gewusst.
umso spontaner wir irgendwo "hingstöpplet" sind, umso besser. süddeutschland hat da schon quasi zum standardrepertoire gehört.

aber am besten war das lebensgefühl - egal wohin du heut abend willst, du wirst dorthin gelangen. vielleicht wirds dauern. aber du bist unabhängig von deinen eltern, oder bussen oder taxis (die du dir sowieso nicht leisten hättest können). wir waren frei...

Sonntag, Jänner 29, 2006

go f*** yourself

um mich herum ist sperrgebiet.

atomare versuchszone - betreten auf eigene gefahr. stacheldrahtzäune und gerodetes land.

ich lerne.

und das versaut das leben mal wieder gewaltig. es ist nicht der zu lernende inhalt. es ist dieses permanente schlechte gewissen, dass sich meist als stechender schmerz zwischen den schulterblättern und im nacken manifestiert. es kotzt mich an.

egal wieviel du schon weisst, dieses schraubstockangstgefühl bleibt. wenn der professor in experimentierlaune ist, kann er dein gesamtes wissen einfach zunichte machen. nicht sehen. als ungenügend abtun. ausgeliefert zu sein, dass hasse ich.

in dieser stimmung müssen überdimensionale schutzschilder aufgebaut werden.
sonst tanzen auf einmal die altbekannten gedankenkumpels "was wirst du mit deinem studium mal machen" und "naja, bei deinen schulischen leistungen war ja auch nichts anderes zu erwarten" an. und dann bin ich geliefert. ans messer. mein eigenes.

in normalen zeiten hoffe ich, dass sich das während des studiums mal ändert. aber hoffnung ist etwas, dass ich mal kannte und zugunsten der vorstellung kürbisse aus dem fenster zu schmeissen, aufgegeben habe.

oder meine bücher. "huch, das war der stowasser, nein, so ein schöner flug aber auch, direkt auf den unschuldigen käfer - musste das sein?"

erinnerungsblitz: das lied, dass ich mittags auf meiner 45 minütigen busfahrt von der schule nach hause über monate, wenn nicht jahre, gehört habe. killing in the name of - rage against the machine.

ich mache mich auf um meinen compact-disc-fundus zu durchkramen. und siehe da: and now you do what they told ya, you´re under control!! (...) f*** you, I won´t do what you tell me!!

hach, was für ein schmerzmittel. die verkrampfungen lockern sich etwas. bewegung kehrt in den körper zurück. ein kleines grinsen macht sich breit.

ein grinsen der listigen sorte, das hinüber zum stowasser schielt.

Samstag, Jänner 28, 2006

vielleicht küss ich ein mädchen

schon mal dran gedacht,
meine damen?

heut
nacht
auf dem konzert
hab ich dran gedacht

angesichts des gewinnenden charmes
der ms. oder mrs. (?) reed

doch warum dann doch nicht?

eigentlich ganz einfach zu beantworten.

küssen? ja gerne!!
aber alles andere?

das befreundete
lesbische päärchen
hadert mit
eifersucht
übersteigerter emotionalität
unterdrückter emotionalität
besitzansprüchen
gleichgültigkeit
beziehungsangst
...
kein qualitativer unterschied
zur heteros.
also
verlieb ich mich weiterhin
tapfer
in menschen.
und nicht
in geschlechter.

Donnerstag, Jänner 26, 2006

blog light

so

ein kleiner snack für zwischendurch

falls die kälte in plüschsessel und popcorngeruchsschwaden treiben sollte

...

und weg!