es ist zum schreien.
soviel zu sagen und soviel zu tun und raus kommt rein gar nichts! ich entwickle erneut das bedürfnis etwas aus dem fenster zu werfen. jarvis vekriecht sich ängstlich unter dem sofa.
immerhin habe ich eine neue theorie über mein wiederkehrendes verschlafen trotz funkwecker mit schlummertaste, billig-ikea-wecker und handywecker mit zusätzlichen zwei alarmen entwickelt. ich träume zu intensiv. zu intensiv und zu lange und jede nacht.
vielleicht schließ ich fürimmer16 und mach einen traumblog.
Mittwoch, Februar 28, 2007
Sonntag, Februar 25, 2007
mein zuhause ist die autobahn
dieses wochenende war mehr monat als wochen-ende.
ein verpasster poetryslam aufgrund prioritätenverschiebung.
die priorität: das kusinInnentreffen.
25 abkömmlinge der einwandererfamlilie n. aus dem kleinen walsertal in einer pizzeria. vom feinsten. und weil italiener es lieben wenn selbst österreichische sippschaften einen intensiven zusammenhalt zeigen, blieb auch bis 4.00 uhr für uns geöffnet, inklusive mehrerer rotweinflaschen auf´s haus. das nächste treffen ist nun bereits für den sommer angesetzt, da grillen wir dann eine ganze sau.
was natürlich nicht der einzige plan für den sommer ist. das poolbar programm wird immer konkreter, die poolbarsüchtigen finden sich zusammen - uhrenvergleich, in die hände gespuckt und sich mental wieder auf cafemio einstellen.
und dann nach einer beinah achtstündigen autofahrt mit automatik den jarvis zur begrüßung schmusen, den bergkäse auspacken und hallo sagen zu dem besuch aus deutschland. wieder die jungs aus trier. diesmal sogar ein neues gesicht dabei.
wenn das so weitergeht wird es in ganz trier keinen jüngling geben, der gegen ende der adoleszenz nicht in der adambergergasse von s. bekocht und bei einem ottakringer in die austropopkultur eingeführt wurde.
ein verpasster poetryslam aufgrund prioritätenverschiebung.
die priorität: das kusinInnentreffen.
25 abkömmlinge der einwandererfamlilie n. aus dem kleinen walsertal in einer pizzeria. vom feinsten. und weil italiener es lieben wenn selbst österreichische sippschaften einen intensiven zusammenhalt zeigen, blieb auch bis 4.00 uhr für uns geöffnet, inklusive mehrerer rotweinflaschen auf´s haus. das nächste treffen ist nun bereits für den sommer angesetzt, da grillen wir dann eine ganze sau.
was natürlich nicht der einzige plan für den sommer ist. das poolbar programm wird immer konkreter, die poolbarsüchtigen finden sich zusammen - uhrenvergleich, in die hände gespuckt und sich mental wieder auf cafemio einstellen.
und dann nach einer beinah achtstündigen autofahrt mit automatik den jarvis zur begrüßung schmusen, den bergkäse auspacken und hallo sagen zu dem besuch aus deutschland. wieder die jungs aus trier. diesmal sogar ein neues gesicht dabei.
wenn das so weitergeht wird es in ganz trier keinen jüngling geben, der gegen ende der adoleszenz nicht in der adambergergasse von s. bekocht und bei einem ottakringer in die austropopkultur eingeführt wurde.
Freitag, Februar 23, 2007
misslungene autoüberstellung
nein, ich warte nicht gerne auf meinen lexus.
erstens nicht in stadtteilen, deren straßen namen wie computer oder adamovich tragen. zweitens nicht völlig umsonst.
erstens nicht in stadtteilen, deren straßen namen wie computer oder adamovich tragen. zweitens nicht völlig umsonst.
Dienstag, Februar 20, 2007
Freitag, Februar 16, 2007
thank god it´s friday
war ja kaum auszuhalten diese woche. dekadente zwei konzertbesuche noch vor das freitagabendbier ploppen konnte.
weil soviel lebenslust etwas vom konsequenten konzertbericht-bloggen abhält, hier eine kurzzusammenfassung, und dann aber los,das fluc oder auch einbaumöbel wartet ja schon wieder... ;)
dienstag:: badeschiff:: thomas maurer liest kafka:: killed by 9v batteries
die lesung aus kafka´s amerika habe ich verpasst, wobei ich mir nicht ganz im klaren darüber bin, was genau ich denn verpasst habe, bin ich doch des lesens fähig und hätte ich doch eigenes von herrn maurer erwartet.
ähnliches gilt für die band. die vorfreude war größer als die freude vor ort. nach gut gemeintem durchhalten bis song nr. 7 in der 3. reihe gab ich auf und ging nach hinten um mich zu unterhalten. es hat mir was gefehlt. etwas power? ich weiß es nicht. die songs höre ich mir weiterhin lieber aus der konserve an. blumenau würde mich jetzt wahrscheinlich als konsum-ohrgang&gehirn-gewaschenes kid beschimpfen. soll er doch.
donnerstag:: flex:: eagle*seagull & friska viljor
voll-und hellbärtige schweden in weißem feinripp. eine gewisse optische us-landeier-präsenz, habe nur darauf gewartet, dass sie eine deftige "cotton-eye-joe" coverversion zum besten geben würden. haben sie nicht. aber sehr feines, poppiges, tanzbares mit den üblichen instrumenten inklusive e-piano. der letzte song mit unterstützung der gesamten eagle*seagull-truppe, welche wiederum umgekehrt bei ihrem letzten song von friska viljor unterstützt wurde, familie ist wirklich was schönes.
und eagle*seagull übten sich im ersten konzertdrittel mit zurückhaltung, trotz der verschwendung der bekanntesten songs. dafür war der rest des konzerts wirklich gut. ich meine, wirklich gut. so von der sorte, nein, hört nicht auf, spielt bis sperrstunde! solltet ihr heute in salzburg sein oder morgen in zürich: hingehen!
apropos gehen.
ich muss dann.
es lebe die dekadenz.
weil soviel lebenslust etwas vom konsequenten konzertbericht-bloggen abhält, hier eine kurzzusammenfassung, und dann aber los,das fluc oder auch einbaumöbel wartet ja schon wieder... ;)
dienstag:: badeschiff:: thomas maurer liest kafka:: killed by 9v batteries
die lesung aus kafka´s amerika habe ich verpasst, wobei ich mir nicht ganz im klaren darüber bin, was genau ich denn verpasst habe, bin ich doch des lesens fähig und hätte ich doch eigenes von herrn maurer erwartet.
ähnliches gilt für die band. die vorfreude war größer als die freude vor ort. nach gut gemeintem durchhalten bis song nr. 7 in der 3. reihe gab ich auf und ging nach hinten um mich zu unterhalten. es hat mir was gefehlt. etwas power? ich weiß es nicht. die songs höre ich mir weiterhin lieber aus der konserve an. blumenau würde mich jetzt wahrscheinlich als konsum-ohrgang&gehirn-gewaschenes kid beschimpfen. soll er doch.
donnerstag:: flex:: eagle*seagull & friska viljor
voll-und hellbärtige schweden in weißem feinripp. eine gewisse optische us-landeier-präsenz, habe nur darauf gewartet, dass sie eine deftige "cotton-eye-joe" coverversion zum besten geben würden. haben sie nicht. aber sehr feines, poppiges, tanzbares mit den üblichen instrumenten inklusive e-piano. der letzte song mit unterstützung der gesamten eagle*seagull-truppe, welche wiederum umgekehrt bei ihrem letzten song von friska viljor unterstützt wurde, familie ist wirklich was schönes.
und eagle*seagull übten sich im ersten konzertdrittel mit zurückhaltung, trotz der verschwendung der bekanntesten songs. dafür war der rest des konzerts wirklich gut. ich meine, wirklich gut. so von der sorte, nein, hört nicht auf, spielt bis sperrstunde! solltet ihr heute in salzburg sein oder morgen in zürich: hingehen!
apropos gehen.
ich muss dann.
es lebe die dekadenz.
Mittwoch, Februar 14, 2007
stöckchen gefangen
mit den besten empfehlungen, von frau samoafex. ich versuch mal 6 kuriositäten zusammenzubringen, von denen ich mir vorstellen kann, das sie eventuell abweichend erscheinen. ich finde sie jedoch allesamt normal und habe gute und einleuchtende gründe für jeden einzelnen.
1) ich hasse wuzeln
ich hasse es. wuzeln. wuzeltische. wuzelsüchtige.
noch mehr hasse ich vielleicht nur noch wuzeltische in lokalen, in denen man sich betrinkt und tanzt und nach sexuellen abenteuern ausschau hält. ungünstigerweise sind mehrere meiner liebsten freunde dieser schlechten angewohnheit verfallen, sobald ein tisch in sicht wird auch schon das 50 cent stück auf die glasscheibe gepfeffert. gesprächspartner werden stehen gelassen, denn das neue spiel beginnt ja! als weniger wuzelwütiger findet man sich plötzlich in der rolle des gelangweilt-daneben-stehers oder höchstens des bier-nachschub-beschaffers, in die man sich ob besseren wissens des eigenen nicht vorhandenen wuzeltalents selbst befördert.
wenn ich wuzle, dann nur aus sozialen integrationsgründen.
na gut, von mir aus auch wenn das bier schal, die musik zum einschlafen und wirklicher schlaf dem möglichen sexuellen abenteuer vorzuziehen ist, dann kann´s durchaus sein, dass wuzeln ok ist. aber nur dann.
2) the bold & the beautiful
auf englisch klingt das noch harmlos. soll ich mal auf deutsch? na gut, ihr wollt es ja so. REICH UND SCHÖN. der deutsche titel für die mutter aller soaps. bis zum alter von 15 jahren hab ich nur drüber geschimpft, so ein omi-fernsehen. und dann war ich längere zeit krank und musste viel zeit liegend totschlagen und nach wenigen folgen war ich süchtig. aber vollkommen. das wundervolle daran ist, man verliert wirklich niemals den faden, auch wenn man mal 1000 folgen auslässt. im prinzip geht es nur um intrigen und darum, dass jeder was mit jedem hat, völlig inzestbarrierenlos. das hatte noch pfeffer, nicht wie dieser wege-zum-glück-heile-welt-müll.
3) es mag kurios erscheinen, dass ich seit mehreren monaten ein funkelnigelnagelneues schlagzeug in meinem zimmer stehen habe, das ich nicht bespiele. es fehlen noch hi-hat und becken und ich schaffe es anscheinend nicht, diese kleinigkeiten endlich zu besorgen. nur jarvis benutzt die snare manchmal als aussichtsturm.
4) ich war lange zeit, na gut, ICH BIN überzeugt, dass es, trotz aller individualität, 2 klare geschmacksgruppen gibt. zu welcher jemand gehört, lasst sich mittels weniger fragen schnell feststellen. z.B. magst du die dunklen oder die hellen dragee-keksi? beim twinni - das orange oder das grüne? vollkorn oder weißbrot? also erfahrungsgemäß lautet die eine gruppe: dunkle, grüne, vollkorn und die andere: helle, orange, weißbrot. natürlich gibt´s auch mischformen. aber prinzipiell teilt sich das so ein. und lustigerweise mögen die männer, die ich mag, meist genau das gegenteil. was sehr toll ist, wenn man sich ein twinni teilen will.
5) vielleicht erscheint es komisch, dass ich einen guten teil meiner zeit, die ich vor dem computer verbringe, mit folgender beschäftigung nutze: ich suche potentielle flüge und bahnreisen. also flüge zu konzerten, zu denen ich potentiell gehen könnte. oder zu festivals. oder zu surfspots, obwohl ich nicht surfen kann. oder in die hauptstadt eines landes, in der grad wahlen sind. ich schau einfach mal, wieviel das kosten würde und wann der flieger gehen würde, oder wieviele stunden ich lieber in einem liege-oder schlafwagen verbringen würde, wenn ich mich denn entschließen würde, einfach zu gehen.
besänftigt eine gewisse innere unruhe.
6) hm. da fällt mir ein, ich besitze eine anatomische anomalie, die in österreich etwa 100 frauen haben. genauer erläutere ich das nicht, für die freakshow ist es jedenfalls nicht ausreichend, für die körperwelten auch nicht, aber bis jetzt hab ich noch bei jeder untersuchung dem gelangweilten jungen turnus-arzt ein strahlendes lächeln entlockt, der dann mit bücher und bildern angerannt kommt und sich freut wie ein kind an weihnachten.
in diesem sinne: feliz navidad!
stöckchen geht an folgende fünf:
Enno, Diana (auch die comments wollen genutzt sein! ;) ), Klimbim, Himmelgelb und Deimos
1) ich hasse wuzeln
ich hasse es. wuzeln. wuzeltische. wuzelsüchtige.
noch mehr hasse ich vielleicht nur noch wuzeltische in lokalen, in denen man sich betrinkt und tanzt und nach sexuellen abenteuern ausschau hält. ungünstigerweise sind mehrere meiner liebsten freunde dieser schlechten angewohnheit verfallen, sobald ein tisch in sicht wird auch schon das 50 cent stück auf die glasscheibe gepfeffert. gesprächspartner werden stehen gelassen, denn das neue spiel beginnt ja! als weniger wuzelwütiger findet man sich plötzlich in der rolle des gelangweilt-daneben-stehers oder höchstens des bier-nachschub-beschaffers, in die man sich ob besseren wissens des eigenen nicht vorhandenen wuzeltalents selbst befördert.
wenn ich wuzle, dann nur aus sozialen integrationsgründen.
na gut, von mir aus auch wenn das bier schal, die musik zum einschlafen und wirklicher schlaf dem möglichen sexuellen abenteuer vorzuziehen ist, dann kann´s durchaus sein, dass wuzeln ok ist. aber nur dann.
2) the bold & the beautiful
auf englisch klingt das noch harmlos. soll ich mal auf deutsch? na gut, ihr wollt es ja so. REICH UND SCHÖN. der deutsche titel für die mutter aller soaps. bis zum alter von 15 jahren hab ich nur drüber geschimpft, so ein omi-fernsehen. und dann war ich längere zeit krank und musste viel zeit liegend totschlagen und nach wenigen folgen war ich süchtig. aber vollkommen. das wundervolle daran ist, man verliert wirklich niemals den faden, auch wenn man mal 1000 folgen auslässt. im prinzip geht es nur um intrigen und darum, dass jeder was mit jedem hat, völlig inzestbarrierenlos. das hatte noch pfeffer, nicht wie dieser wege-zum-glück-heile-welt-müll.
3) es mag kurios erscheinen, dass ich seit mehreren monaten ein funkelnigelnagelneues schlagzeug in meinem zimmer stehen habe, das ich nicht bespiele. es fehlen noch hi-hat und becken und ich schaffe es anscheinend nicht, diese kleinigkeiten endlich zu besorgen. nur jarvis benutzt die snare manchmal als aussichtsturm.
4) ich war lange zeit, na gut, ICH BIN überzeugt, dass es, trotz aller individualität, 2 klare geschmacksgruppen gibt. zu welcher jemand gehört, lasst sich mittels weniger fragen schnell feststellen. z.B. magst du die dunklen oder die hellen dragee-keksi? beim twinni - das orange oder das grüne? vollkorn oder weißbrot? also erfahrungsgemäß lautet die eine gruppe: dunkle, grüne, vollkorn und die andere: helle, orange, weißbrot. natürlich gibt´s auch mischformen. aber prinzipiell teilt sich das so ein. und lustigerweise mögen die männer, die ich mag, meist genau das gegenteil. was sehr toll ist, wenn man sich ein twinni teilen will.
5) vielleicht erscheint es komisch, dass ich einen guten teil meiner zeit, die ich vor dem computer verbringe, mit folgender beschäftigung nutze: ich suche potentielle flüge und bahnreisen. also flüge zu konzerten, zu denen ich potentiell gehen könnte. oder zu festivals. oder zu surfspots, obwohl ich nicht surfen kann. oder in die hauptstadt eines landes, in der grad wahlen sind. ich schau einfach mal, wieviel das kosten würde und wann der flieger gehen würde, oder wieviele stunden ich lieber in einem liege-oder schlafwagen verbringen würde, wenn ich mich denn entschließen würde, einfach zu gehen.
besänftigt eine gewisse innere unruhe.
6) hm. da fällt mir ein, ich besitze eine anatomische anomalie, die in österreich etwa 100 frauen haben. genauer erläutere ich das nicht, für die freakshow ist es jedenfalls nicht ausreichend, für die körperwelten auch nicht, aber bis jetzt hab ich noch bei jeder untersuchung dem gelangweilten jungen turnus-arzt ein strahlendes lächeln entlockt, der dann mit bücher und bildern angerannt kommt und sich freut wie ein kind an weihnachten.
in diesem sinne: feliz navidad!
stöckchen geht an folgende fünf:
Enno, Diana (auch die comments wollen genutzt sein! ;) ), Klimbim, Himmelgelb und Deimos
Montag, Februar 12, 2007
presents in the morning
ein kleines beispiel für eine kleine kleinigkeit in der veränderung der wahrnehmung der außenwelt, die sich mit anschaffung eines schnurrenden vierbeiners einstellt.
das plastiksackerl mit werbematerial, zu finden in der früh an deiner haustürschnalle, macht zum ersten mal seit erfindung sinn. der inhalt wandert nach wie vor direkt ins altpapier - das sackerl muss zum transport der katzenscheiße von kisterl zu tonne herhalten.
das plastiksackerl mit werbematerial, zu finden in der früh an deiner haustürschnalle, macht zum ersten mal seit erfindung sinn. der inhalt wandert nach wie vor direkt ins altpapier - das sackerl muss zum transport der katzenscheiße von kisterl zu tonne herhalten.
Sonntag, Februar 11, 2007
von der seite betrachtet
alles wird gut.
und ist es bereits.
alles besteht aus entdeckungen gerade.
aus unerfreulichen. vermutungen, die sich bewahrheiten und trotzdem einen überraschenden und perplexmachenden moment mitführen.
aus erfreulichen, aus allem was so lange vor der eigenen nase lag und jetzt nur noch aufgehoben werden muss. und jedesmal wenn ich zulange klingelt es, wie beim münzensammeln in nintendo´s mario bros.
ich habe vier leben, die nächsten pilze warten hinter der nächsten mauer und wenn ich mich noch ein, zwei level an fleischfressenden venusfallen weitermanövriere, befrei ich sogar die prinzessin.
und ist es bereits.
alles besteht aus entdeckungen gerade.
aus unerfreulichen. vermutungen, die sich bewahrheiten und trotzdem einen überraschenden und perplexmachenden moment mitführen.
aus erfreulichen, aus allem was so lange vor der eigenen nase lag und jetzt nur noch aufgehoben werden muss. und jedesmal wenn ich zulange klingelt es, wie beim münzensammeln in nintendo´s mario bros.
ich habe vier leben, die nächsten pilze warten hinter der nächsten mauer und wenn ich mich noch ein, zwei level an fleischfressenden venusfallen weitermanövriere, befrei ich sogar die prinzessin.
Mittwoch, Februar 07, 2007
feed yourself to success
was zu tun ist um nicht länger one with the freaks zu sein. ich empfehle während des youtube genusses keine lebensmittel zu konsumieren. und ja, er ist es. panda bear von animal collective.
Sonntag, Februar 04, 2007
download. aber was?
schon seit einigen wochen will ich es mir nicht eingestehen, doch es ist so. langsam muss ich in meinem studium prioritäten und schwerpunkte setzen. schrecklich. auschlüsse und grenzen und ausklammerungen. nach mehreren studienverkostungen fiel die wahl auf eben das was ich jetzt mache, nicht zuletzt, weil noch einigermaßen freiräume in der umsetzung vorhanden sind. sowas ist schwer zu finden, in verschulten zeiten wie diesen.
aber nun - die frage dreht sich nicht um´s tun, die frage dreht sich um´s lassen. welche lehrveranstaltungen besuche ich nicht. trotz interesse, bewußt nicht. alles machen zu wollen führt zur kompletten unfähigkeit auch nur irgendetwas zu machen.
und nach welchen kriterien entscheiden? nach dem, was ich gut kann? nach dem, was mich momentan am brennendsten interessiert? nach dem, was unter umständen noch am ehesten zu einer fixen anstellung mit fixem gehalt und pensionsmonaten führen könnte?
c. sagt immer, es geht darum die festplatte zu füllen, die eigene. das hört sich gut an. so macht auch das studium mit all seinen umwegen und versuchen sinn. und auch die semester, in denen zielstrebigkeit nicht unbedingt das leitmotto war.
getrieben von der hoffnung, nicht sein leben lang jeden tag für den lebensunterhalt telefonieren zu müssen, oder in verrauchten clubs betrunkenen gästen stempel mit der aufschrift WICHTIG auf´s handgelenk zu drücken oder in dämlichen xl-bomberjacken fast-food-gutscheine unters straßenvolk zu bringen.
aber nun - die frage dreht sich nicht um´s tun, die frage dreht sich um´s lassen. welche lehrveranstaltungen besuche ich nicht. trotz interesse, bewußt nicht. alles machen zu wollen führt zur kompletten unfähigkeit auch nur irgendetwas zu machen.
und nach welchen kriterien entscheiden? nach dem, was ich gut kann? nach dem, was mich momentan am brennendsten interessiert? nach dem, was unter umständen noch am ehesten zu einer fixen anstellung mit fixem gehalt und pensionsmonaten führen könnte?
c. sagt immer, es geht darum die festplatte zu füllen, die eigene. das hört sich gut an. so macht auch das studium mit all seinen umwegen und versuchen sinn. und auch die semester, in denen zielstrebigkeit nicht unbedingt das leitmotto war.
getrieben von der hoffnung, nicht sein leben lang jeden tag für den lebensunterhalt telefonieren zu müssen, oder in verrauchten clubs betrunkenen gästen stempel mit der aufschrift WICHTIG auf´s handgelenk zu drücken oder in dämlichen xl-bomberjacken fast-food-gutscheine unters straßenvolk zu bringen.
Samstag, Februar 03, 2007
kater frühstück
aus dem bett raus und rein in die gummihandschuhe um jarvis´ liebesbeweis der vergangenen nacht mit einem giftgrünen putzmittel namens fête des fleurs zu bekämpfen. laut katzenpsychologin r. ist jarvis´täglicher protestschiss durchaus erklärbar, er mag a) meine blaue couch, die es ausnahmslos trifft, nicht und zwar aus folgendem grund b) sie riecht für ihn wahrscheinlich nicht angenehm und als sich bei genauerer betrachtung herausstellt, dass die couch meinem vormieter gehörte der b.1.) ein mann war und b.2.) nach noch genauerer untersuchung ein bis zwei mehr oder weniger unerklärbare flecken auf derselbigen hinterließ, schließt r. daraus, dass c) jarvis zeigt, er ist nun der mann im haus und und alles was hier steht gehört ihm und ich sowieso und nun folgt also punkt d) katze oder kanapee, ich muss mich entscheiden.
was für eine samstagnachmittagsentscheidung. nun gut, das blaue sofa kuschelt sich recht selten schnurrend um meine beine, aber füttern muss man es halt auch nicht so oft, wie umgekehrt den kater.
wohin also nun mit der couch?
entscheidungshilfe sollte sich in der wg-küche finden, mitbewohnerin s. begrüßt mich mit, du siehst ja voll erholt aus (!), ich wundere mich wie ich denn sonst in der früh ausschaue, mitbewohner s. fügt dem noch hinzu, du schaust heut aus wie eine desperate housewive, ob das ein kompliment oder ein frecher affront war, dazu äußert er sich nicht mehr, aber die bequeme schlafhose ist tatsächlich eine yoga-hose, jemand der kein yoga macht, zieht die halt zum schlafen an, interessante assoziation denk ich mir und mache mir gedanken darüber, ob wir unseren mitbewohner s. zu oft gezwungen haben, mit uns dh anzuschauen.
doch bevor ich zu einem schluss komme, sind auch alle schon wieder weg, in den baumax und auf den markt und wo man halt so hingeht am samstagnachmittag und jarvis, das sofa und ich führen unsere kleine anstrengende dreiecksbeziehung weiter,
wohin also nun mit der couch?
was für eine samstagnachmittagsentscheidung. nun gut, das blaue sofa kuschelt sich recht selten schnurrend um meine beine, aber füttern muss man es halt auch nicht so oft, wie umgekehrt den kater.
wohin also nun mit der couch?
entscheidungshilfe sollte sich in der wg-küche finden, mitbewohnerin s. begrüßt mich mit, du siehst ja voll erholt aus (!), ich wundere mich wie ich denn sonst in der früh ausschaue, mitbewohner s. fügt dem noch hinzu, du schaust heut aus wie eine desperate housewive, ob das ein kompliment oder ein frecher affront war, dazu äußert er sich nicht mehr, aber die bequeme schlafhose ist tatsächlich eine yoga-hose, jemand der kein yoga macht, zieht die halt zum schlafen an, interessante assoziation denk ich mir und mache mir gedanken darüber, ob wir unseren mitbewohner s. zu oft gezwungen haben, mit uns dh anzuschauen.
doch bevor ich zu einem schluss komme, sind auch alle schon wieder weg, in den baumax und auf den markt und wo man halt so hingeht am samstagnachmittag und jarvis, das sofa und ich führen unsere kleine anstrengende dreiecksbeziehung weiter,
wohin also nun mit der couch?
Donnerstag, Februar 01, 2007
Mittwoch, Jänner 31, 2007
wort zum wochenmitte
es gilt die marke einer acceptable share ratio zu erreichen
der fotocommunity account ist gelöscht
zumindest der eine
und die fotos, die noch nie raufgeladenen, werden in der schublade bleiben
es gilt ständig alles hinter sich zu lassen
und außer leraine macht es nichts einfacher
aber auch gar nichts
die flucht vor sich selbst ist doch immer die kurzatmigste
der fotocommunity account ist gelöscht
zumindest der eine
und die fotos, die noch nie raufgeladenen, werden in der schublade bleiben
es gilt ständig alles hinter sich zu lassen
und außer leraine macht es nichts einfacher
aber auch gar nichts
die flucht vor sich selbst ist doch immer die kurzatmigste
Dienstag, Jänner 30, 2007
<3
flashback to warm nights
am 11.01. leider nicht gespielt, leipzig kam in den genuß, wie one more robot gerade verwiesen hat.
am 11.01. leider nicht gespielt, leipzig kam in den genuß, wie one more robot gerade verwiesen hat.
Sonntag, Jänner 28, 2007
docet vita
hinter mir ein wochenende in 6020, ibk. traute dreisamkeit.
jarvis hat weitere reiseerfahrungen gesammelt und hält nun schon eine zugreise von 5 stunden exklusive ubahn mit einmal umsteigen aus. der hund vom augustin-verkäufer am westbahnhof war ihm weniger sympathisch.
viel kaffee mit milch, viel reden und sudokus lösen, zufällig ehemaligen bekannten im unicafe gegenübersitzen und sie im grunde nur fragen wollen, ob die neue frisur sich nicht eher unvorteilhaft auf die geheimratsecken auswirkt, die neuen freunde der ehemaligen bekannten still für den schwachen humor bemitleiden und sich fragen wie das nur kommen konnte und sich dann lächelnd denken, dass es genau so wohl kommen musste, während man sich mit der freundin ein fades mozarella-tomaten-baguette teilt. das mit schafskäse doch wirklich viel besser gewesen wäre, wie sie bemerkt.
beim weggehen dann feststellen, dass auf medizinerfestln halt leider auch viele medizinstudentInnen anzutreffen sind und auf der suche nach alternativlokalen weiters feststellen müssen, dass es nicht grundlos einen unterschied zwischen den bögen und dem gürtel gibt und in weiterer folge traurig und freudig zugleich feststellen müssen, dass innsbruck ohne anarchismus um einiges ärmer wäre. 2 x in der pmk. in 3 tagen. oder heißt es im pmk?
beim poetry-slam im bierstindl dann bestätigen können, dass rotwein gegen alles hilft, vorallem aber gegen lampenfieber und penetrant knutschende paare und dass es kopfweh-und-kater-technisch von vorteile wäre, etwas mehr als ein stückchen der wohl besten ungesalzenen gemüselasagne der welt zu essen, bevor man einen unterhaltsamen abend in eine durchtanzte nacht verwandelt. vorausgesetzt das erwischen von frühen zügen richtung osten interessiert einen.
und dann aus der dreisamkeit wieder ein zweisamkeit machen, sich von d. verabschieden und sich schon freuen, wenn sie dann endlich bei uns einzieht und das alles eine fünfsamkeit wird, und die gespräche über nutzen und/oder widerspruch von fair trade produkten für die weltrevolution weitergeführt werden können, also am donnerstag dann, und zu guter letzt beim heimkommen von bergen der eigenen frisch gewaschenen wäsche begrüßt werden, gewaschen von der mitbewohnerin, als kleine aufmerksamkeit sozusagen, während der andere mitbewohner selbstgemachte thai-suppe anbietet.
jarvis liegt zwischen duftenden wäschestapeln und schnurrt. ich schnurre mit.
jarvis hat weitere reiseerfahrungen gesammelt und hält nun schon eine zugreise von 5 stunden exklusive ubahn mit einmal umsteigen aus. der hund vom augustin-verkäufer am westbahnhof war ihm weniger sympathisch.
viel kaffee mit milch, viel reden und sudokus lösen, zufällig ehemaligen bekannten im unicafe gegenübersitzen und sie im grunde nur fragen wollen, ob die neue frisur sich nicht eher unvorteilhaft auf die geheimratsecken auswirkt, die neuen freunde der ehemaligen bekannten still für den schwachen humor bemitleiden und sich fragen wie das nur kommen konnte und sich dann lächelnd denken, dass es genau so wohl kommen musste, während man sich mit der freundin ein fades mozarella-tomaten-baguette teilt. das mit schafskäse doch wirklich viel besser gewesen wäre, wie sie bemerkt.
beim weggehen dann feststellen, dass auf medizinerfestln halt leider auch viele medizinstudentInnen anzutreffen sind und auf der suche nach alternativlokalen weiters feststellen müssen, dass es nicht grundlos einen unterschied zwischen den bögen und dem gürtel gibt und in weiterer folge traurig und freudig zugleich feststellen müssen, dass innsbruck ohne anarchismus um einiges ärmer wäre. 2 x in der pmk. in 3 tagen. oder heißt es im pmk?
beim poetry-slam im bierstindl dann bestätigen können, dass rotwein gegen alles hilft, vorallem aber gegen lampenfieber und penetrant knutschende paare und dass es kopfweh-und-kater-technisch von vorteile wäre, etwas mehr als ein stückchen der wohl besten ungesalzenen gemüselasagne der welt zu essen, bevor man einen unterhaltsamen abend in eine durchtanzte nacht verwandelt. vorausgesetzt das erwischen von frühen zügen richtung osten interessiert einen.
und dann aus der dreisamkeit wieder ein zweisamkeit machen, sich von d. verabschieden und sich schon freuen, wenn sie dann endlich bei uns einzieht und das alles eine fünfsamkeit wird, und die gespräche über nutzen und/oder widerspruch von fair trade produkten für die weltrevolution weitergeführt werden können, also am donnerstag dann, und zu guter letzt beim heimkommen von bergen der eigenen frisch gewaschenen wäsche begrüßt werden, gewaschen von der mitbewohnerin, als kleine aufmerksamkeit sozusagen, während der andere mitbewohner selbstgemachte thai-suppe anbietet.
jarvis liegt zwischen duftenden wäschestapeln und schnurrt. ich schnurre mit.
Mittwoch, Jänner 24, 2007
history three times denied
kaum 3 wochen im amt und er geht mir schon sowas von auf den senkel.
und jetzt auch noch diese geschleimte güte.
ich muss eine partei gründen.
und jetzt auch noch diese geschleimte güte.
ich muss eine partei gründen.
gimme drugs that work
den eigenen körper lieben.
dass ich nicht lache!
ja, dann sagt mal an wie das funktionieren soll!
alle 4 wochen erklärt der einem ja den krieg und zwingt einen zurück ins bett.
und kommt mir nicht mit diesem "weiblichkeit annehmen müssen", ich muss im alltag funktionieren, ob mit oder ohne weiblichkeit, ob mit oder ohne schmerzen.
letztere sind ja kein entschuldigungsgrund, das hat man uns damals im turnunterricht beigebracht. wir brauchen also drogen. egal in welcher form. her damit.
und vorzugsweise auf krankenschein.
dass ich nicht lache!
ja, dann sagt mal an wie das funktionieren soll!
alle 4 wochen erklärt der einem ja den krieg und zwingt einen zurück ins bett.
und kommt mir nicht mit diesem "weiblichkeit annehmen müssen", ich muss im alltag funktionieren, ob mit oder ohne weiblichkeit, ob mit oder ohne schmerzen.
letztere sind ja kein entschuldigungsgrund, das hat man uns damals im turnunterricht beigebracht. wir brauchen also drogen. egal in welcher form. her damit.
und vorzugsweise auf krankenschein.
Montag, Jänner 22, 2007
knarf rellöm trinity
gestern im dietheater konzerthaus. das ich übrigens voll gern mag.
bis jetzt war ich nur im dietheater künstlerhaus. sehr gutes gesehen immer. und zudem gibt es diese soziale aktion pay as you can. ich gebe es zu, beim letzten theaterbesuch hab ich 10 cent bezahlt. aber nicht böswillig. reine kartenverwechslung. das laute mädchen in galaxie hat mir spontan freikarten gegeben, dabei waren´s dann doch nur reservierungen und kein geld dabei und bla bla bla, aber gut, diesmal also mehr bezahlt. ein vielfaches von 10 cent. und ja, es war gut so.
innerhalb der ersten 5 sekunden an der bar zwängte sich dann zwar noch schlagartig die flucht-oder-kampf-frage auf, als sich jemand in schön lässigem hochdeutsch eine bionade bestellte. ich entschied mich für den kampf. erst mal eine stunde mit einem publikum gewartet, welches ich generell als sehr prenzlauer-bergig beschreiben muss. die einen oder andren bekannten gesichter von maschek bis vortex rex. auch einige gesichter, die ich bestimmt hätte kennen sollen, aber, ach es raubt mir den schlaf, nicht benennen konnte. die wichtigkeit selbiger gesichter wohl auch wider meiner unkenntnis bestätigt.
dann endlich. LOS!
sehr tanzbares, spaciges, verträumtes und widerständiges von glitter-glamour-jogginghosen-tragenden. extra punkt für dj patex´ kopfschmuck. sämtliche bässe, die ich auf den letzten zwei dnb und techno parties vermisst habe, fand ich während dieses konzerts. somit vom fleck weg daumen hoch, hüfte in schwingung und der eine oder andere lacher aufgrund der texte. gegen ende auch mit publikumsbeteiligung durch mit bandnamen beschriftete zettel zu lcd is playing at my house.
als zugabe und speziell für gusenbauer talkin´ techno: wer hat uns verraten sozialdemokraten, wer verrät uns nie? sexualdemokratie. hab mich dazu mein verinnerlichtes "trotsky!" flüstern hören.
beim rausgehen dann noch eine cd gekauft und ich glaube, dass ich eine mit persönlicher signatur erwischt habe, allerdings nicht für mich. deswegen: sollte jemand im stolzen besitz des booklet der move your ass & your mind will follow sein, bitte um vergleich, seite 15!
bis jetzt war ich nur im dietheater künstlerhaus. sehr gutes gesehen immer. und zudem gibt es diese soziale aktion pay as you can. ich gebe es zu, beim letzten theaterbesuch hab ich 10 cent bezahlt. aber nicht böswillig. reine kartenverwechslung. das laute mädchen in galaxie hat mir spontan freikarten gegeben, dabei waren´s dann doch nur reservierungen und kein geld dabei und bla bla bla, aber gut, diesmal also mehr bezahlt. ein vielfaches von 10 cent. und ja, es war gut so.
innerhalb der ersten 5 sekunden an der bar zwängte sich dann zwar noch schlagartig die flucht-oder-kampf-frage auf, als sich jemand in schön lässigem hochdeutsch eine bionade bestellte. ich entschied mich für den kampf. erst mal eine stunde mit einem publikum gewartet, welches ich generell als sehr prenzlauer-bergig beschreiben muss. die einen oder andren bekannten gesichter von maschek bis vortex rex. auch einige gesichter, die ich bestimmt hätte kennen sollen, aber, ach es raubt mir den schlaf, nicht benennen konnte. die wichtigkeit selbiger gesichter wohl auch wider meiner unkenntnis bestätigt.
dann endlich. LOS!
sehr tanzbares, spaciges, verträumtes und widerständiges von glitter-glamour-jogginghosen-tragenden. extra punkt für dj patex´ kopfschmuck. sämtliche bässe, die ich auf den letzten zwei dnb und techno parties vermisst habe, fand ich während dieses konzerts. somit vom fleck weg daumen hoch, hüfte in schwingung und der eine oder andere lacher aufgrund der texte. gegen ende auch mit publikumsbeteiligung durch mit bandnamen beschriftete zettel zu lcd is playing at my house.
als zugabe und speziell für gusenbauer talkin´ techno: wer hat uns verraten sozialdemokraten, wer verrät uns nie? sexualdemokratie. hab mich dazu mein verinnerlichtes "trotsky!" flüstern hören.
beim rausgehen dann noch eine cd gekauft und ich glaube, dass ich eine mit persönlicher signatur erwischt habe, allerdings nicht für mich. deswegen: sollte jemand im stolzen besitz des booklet der move your ass & your mind will follow sein, bitte um vergleich, seite 15!
the first :: the last
war klar, ne?

wie er das geschafft hat, kann ich noch nicht ganz nachvollziehen. nichtsdestotrotz: der föhn war an und es war 5 uhr in der früh. ansonsten haben wir´s fein zusammen und er hat nun endlich gefressen und getrunken. seine lieblingsbeschäftigung ist schmusen, er ist ja wirklich noch ein ganz kleiner, und schnurren hinter der base drum, was dann circa 5 mal so laut ist. außerdem war es völlig überflüssig ihm einen namen zu geben, sein name ist bereits jetzt eine variation von 5 verschiedenen kitschigen kosewörtern.

we grow together...
Sonntag, Jänner 21, 2007
he´s in and he´s in to win.
yo.
er ist kleiner als erwartet, er ist schüchterner als erwartet, er ist vorallem kleiner als erwartet.
tataaaaa, das rote katerknäuel hinter meinem badezimmerheizstrahler: JARVIS!
mucksmäuschenstill während der bahnreise. erst so ab hütteldorf mal ein kleiner faucher.
sorry, babe, ich bin dein neuer mensch!
ich weiß, ein bißchen groß und unbehaart und völlig untalentiert im mäuse fangen. aber ich kann einen kühlschrank aufmachen und dein katzenkisterl reinigen.
deal?
er ist kleiner als erwartet, er ist schüchterner als erwartet, er ist vorallem kleiner als erwartet.
tataaaaa, das rote katerknäuel hinter meinem badezimmerheizstrahler: JARVIS!
mucksmäuschenstill während der bahnreise. erst so ab hütteldorf mal ein kleiner faucher.
hey du, du bist ja recht süß und die reise mit dir war ja auch ganz nett, aber jetzt reicht´s, bring mich endlich wieder heim zu mami und geschwister!
sorry, babe, ich bin dein neuer mensch!
ich weiß, ein bißchen groß und unbehaart und völlig untalentiert im mäuse fangen. aber ich kann einen kühlschrank aufmachen und dein katzenkisterl reinigen.
deal?
Samstag, Jänner 20, 2007
ich lerne französisch - lektion 15
Je ne suis pas né de la dernière pluie.
zu deutsch laut LEO:
Ich bin doch nicht mit dem Klammerbeutel gepudert.
wer auch immer sich was auch immer an dieser stelle vorstellen kann, möge es bitte tun. ich rolle mich derweil mal lachend über den boden.
zu deutsch laut LEO:
Ich bin doch nicht mit dem Klammerbeutel gepudert.
wer auch immer sich was auch immer an dieser stelle vorstellen kann, möge es bitte tun. ich rolle mich derweil mal lachend über den boden.
life ticka
loslassen. würde gerne viel mehr loslassen. oder ausklammern. das ist nicht bereuen, das ist wachsen und dabei bemerken, dass die alten schuhe zwar zu klein aber doch irgendwie eingelaufen sind.
:::
aus heiterem himmel ja gesagt. eigentlich nach langem ringen. am sonntag zieht er bei mir ein. wow, it´s a commitment, hat die b. bei bier und chinesischer suppe dazu gemeint. ein neues gefühl. ganz viel von you´re at home, baby.
:::
eine kesse tanzsohle, die sie da schwingen, herr f., auf dass ein vom dj versautes london calling nur der anfang einer steilen tanzkarriere gewesen sein möge!
:::
aus heiterem himmel ja gesagt. eigentlich nach langem ringen. am sonntag zieht er bei mir ein. wow, it´s a commitment, hat die b. bei bier und chinesischer suppe dazu gemeint. ein neues gefühl. ganz viel von you´re at home, baby.
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eine kesse tanzsohle, die sie da schwingen, herr f., auf dass ein vom dj versautes london calling nur der anfang einer steilen tanzkarriere gewesen sein möge!
Donnerstag, Jänner 18, 2007
drah di net um. die lebenslust bringt di um.
alles gerade viel zu schnell.
strawberry magerita. long island icetea. long island icetea. bier ungezählt.
alles zu schnell. tanzen. lichter. menschen
zu schnell.
ich brauch doch nur falco und eine katze zum kuscheln.
strawberry magerita. long island icetea. long island icetea. bier ungezählt.
alles zu schnell. tanzen. lichter. menschen
zu schnell.
ich brauch doch nur falco und eine katze zum kuscheln.
Mittwoch, Jänner 17, 2007
it just happened!
Dienstag, Jänner 16, 2007
daenaemaerk
war am vormittag beruflich in dänemark.
das wetter war gut und der einzige mensch, der mir begegnet ist, hatte solch rote augen, dass ich erst dachte die königin ist gestorben. im nachhinein zum kiffer relativiert, margarethe ist wohlauf.
das wetter war gut und der einzige mensch, der mir begegnet ist, hatte solch rote augen, dass ich erst dachte die königin ist gestorben. im nachhinein zum kiffer relativiert, margarethe ist wohlauf.
oh la la
in den heutigen chez hermes versionen auf fm4 von 00-01 uhr: leonard cohen/everybody knows ... und hier noch ein kleiner frühstückslink zu meiner lieblingsversion von rufus wainwright
!
!
Montag, Jänner 15, 2007
3:0
:::
avocado season finished. reintroducing: the tomato!
:::
und nun zum eigentlichen.
richman, die erste:
gestern beim wach liegen ein neues spiel erfunden. ich nenne es:
finde den versteckten bandnamen! inspiriert durch das i, jonathan album. meine 2 treffer: parties in the usa - "could there be BLOC PART(Y)ies of which I don´t know?" und im song velvet underground "sounds as stark as black and WHITE STRIPES". die tage des schafe-zählens sind gezählt.
richman, die zweite:
noch ein spiel erfunden: ich nenne es:
spiel den song in deinem leben nach! inspiriert durch das i, jonathan album, i was dancing in a lesbian bar, mein treffer: "...this bar things were friday night"
.
Ich schätze, ich habe soeben in beiden spielen die führung übernommen!
avocado season finished. reintroducing: the tomato!
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und nun zum eigentlichen.
richman, die erste:
gestern beim wach liegen ein neues spiel erfunden. ich nenne es:
finde den versteckten bandnamen! inspiriert durch das i, jonathan album. meine 2 treffer: parties in the usa - "could there be BLOC PART(Y)ies of which I don´t know?" und im song velvet underground "sounds as stark as black and WHITE STRIPES". die tage des schafe-zählens sind gezählt.
richman, die zweite:
noch ein spiel erfunden: ich nenne es:
spiel den song in deinem leben nach! inspiriert durch das i, jonathan album, i was dancing in a lesbian bar, mein treffer: "...this bar things were friday night"
.
Ich schätze, ich habe soeben in beiden spielen die führung übernommen!
aha (!)
während eines mehrstündigen langanhaltenden versuch des einschlafens ist mir klar geworden, was f. mit seiner aussage während der winterpoolbar tatsächlich gemeint hat. zwischen ein paar bier meinte er, dass man, wenn man sich dann verliebt, es plötzlich tut, in die art wie jemand etwas macht oder sagt. der springende punkt ist in die art und weise. und das kann man eben nicht erklären dann, zumindest nicht genau. ich dachte ich habe das eh verstanden. aber nun komme ich drauf, dass er eventuell genau dasselbe meint wie wenn c. sagt: "ene würd i vum fleck weg hürota!". (schon allein aufgrund dieses videos muss ich ihr recht geben).
meine wahl würde auf ihn und den schlagzeuger von herman dune fallen. für´s erste. oh und zu mr. richman hatte ich auch noch eine erkenntnis.
erst mal tee.
meine wahl würde auf ihn und den schlagzeuger von herman dune fallen. für´s erste. oh und zu mr. richman hatte ich auch noch eine erkenntnis.
erst mal tee.
Sonntag, Jänner 14, 2007
du nimmst gerade deine poster von der wand in der küche
wenn du gehst, werd ich dich vermissen.
und du gehst.
am dienstag schon.
und ich fühle mich undefinierbar, es geht so schnell. du bist doch gerade erst in mein leben gestürmt. obwohl es das gefühl von war-immer-schon-so ist. bunt und laut und wild. keep on dancing. und komm wieder um mit mir zu tanzen.
und du gehst.
am dienstag schon.
und ich fühle mich undefinierbar, es geht so schnell. du bist doch gerade erst in mein leben gestürmt. obwohl es das gefühl von war-immer-schon-so ist. bunt und laut und wild. keep on dancing. und komm wieder um mit mir zu tanzen.
Samstag, Jänner 13, 2007
mouth wooed her
musste diese nacht feststellen, ich kann in fortsetzung träumen. hab mal geträumt ich spiele in einem film mit. heute nacht war ich auf der premiere. es war tatsächlich so wie am dreh. nur andere perspektive.
mein part war es, eine straßenlaterne zu küssen. im close up.
im film war das durchaus sinnvoll, während des drehs nur irgendwie alu-kalt. so wie die skiliftbügel, an denen man während des skikurs gehängt ist. weil jemand im kindergarten erzählt hat, dass man dann mit der zunge daran festgefriert. hat nie funktioniert. reizt mich beim snowboarden aber nach wie vor. ein bisschen.
mein part war es, eine straßenlaterne zu küssen. im close up.
im film war das durchaus sinnvoll, während des drehs nur irgendwie alu-kalt. so wie die skiliftbügel, an denen man während des skikurs gehängt ist. weil jemand im kindergarten erzählt hat, dass man dann mit der zunge daran festgefriert. hat nie funktioniert. reizt mich beim snowboarden aber nach wie vor. ein bisschen.
Freitag, Jänner 12, 2007
se future
freitag abend. zeit für schlaf. samoa schickt mich ins bett. ich gehorche widerstandslos. betthupferl.
this surely ain´t my home
der schlaf ist nicht wirklich nachgeholt. ich habe schwierigkeiten mit der datierung, schreibe ständig den elften hin. bin immer noch in einem dunklen, stillen raum in innsbruck und lasse mich durchströmen von musik und schönen gefühlen. aström - taylor - wolke.
rein gedanklich. körperlich sind wir schon 500 km (im grunde ja mal 2) und 4h amerikaner weiter.
abgeholt werden, stürmisch begrüßt werden, bekocht werden, gemeinsam etwas betrunken werden.
innsbruck ist wie ein spezielles altes t-shirt, das irgendwo am dachboden im haus meiner eltern vergammelt. hübsch anzuschaun und erinnerungsbehaftet und vor allem passt es hinten und vorne nicht mehr.
rein gedanklich. körperlich sind wir schon 500 km (im grunde ja mal 2) und 4h amerikaner weiter.
abgeholt werden, stürmisch begrüßt werden, bekocht werden, gemeinsam etwas betrunken werden.
innsbruck ist wie ein spezielles altes t-shirt, das irgendwo am dachboden im haus meiner eltern vergammelt. hübsch anzuschaun und erinnerungsbehaftet und vor allem passt es hinten und vorne nicht mehr.
Mittwoch, Jänner 10, 2007
für immer insomnia
die schlaflosigkeit packt einen ja doch wieder unerwartet. umso schöner wenn die mitbewohnerin um 4.00 dann auch noch in der küche anzutreffen ist. zigarette. tee. und der entschluss, zu nutzen was einem so passiert. möbel rücken und staubsaugen während die sonne aufgeht. die richtig antwort ist immer, aber auch wirklich immer: saddle creek records!
Dienstag, Jänner 09, 2007
show them how to groove
zurück von der besetzung der spö-zentrale in der löwelstraße 18.
nein nein, die besetzung hält an. aber bis in der früh auch ohne mich. die sinnhaftigkeit einer besetzung des portier-raums in absprache mit der polizei, die bis um 10.30 uhr gewähren lässt, ist mir nach wie vor schleierhaft.
hat weniger von kreuzberger nächten als mehr von kevin allein zu haus.
im grunde war es eine fetzige kleine dnb-party im erdgeschoß der parteizentrale.
müll machen und tanzen. viel beschmutzen konnte man eh nicht, das hat die parteiführung schon selbst erledigt. eines der besten studi-festln seit längerem. das ambiente hervorragend. hab 2 filme verknipst. man verzeihe meinen analogismus, die entwicklung verzögert sich um ein paar tage.
die studentenbewegung. die verschwindende. ein erfolgserlebnis wäre von nöten. wir glauben nicht mehr an unsere stärke. keiner tut das. humor ist eine der wenigen selbstschutzmechanismen, die noch übrig sind. und halt tanzen. alkohol muss ich für niemanden extra erwähnen.
tanzend geht die welt zugrunde. das gibt mir hoffnung. warum weiß ich selbst nicht.
mein player ist die reinkarnation aller jemals existierender weisheit. die natürlich genau genommen nicht reinkarnieren kann, existiert sie doch. jemals. also ständig. und somit unendlich.
mein player singt:
well I've been heard
I've been observed
and it's all clear
man, I'm a fraud
my scene was punk
and now it's mod
but I always win
man I fit in
I lose the x's, change the hair
I'll run from here
if you say there
you go now
there's nothing left
I've done it all
I've run to every flame I saw
but when I got there
dust and ashes were all I found
but I'll get around
if you show me how to groove!
wenn´s nur das gewesen wäre - wir hätten´s ihnen heut gezeigt.
nein nein, die besetzung hält an. aber bis in der früh auch ohne mich. die sinnhaftigkeit einer besetzung des portier-raums in absprache mit der polizei, die bis um 10.30 uhr gewähren lässt, ist mir nach wie vor schleierhaft.
hat weniger von kreuzberger nächten als mehr von kevin allein zu haus.
im grunde war es eine fetzige kleine dnb-party im erdgeschoß der parteizentrale.
müll machen und tanzen. viel beschmutzen konnte man eh nicht, das hat die parteiführung schon selbst erledigt. eines der besten studi-festln seit längerem. das ambiente hervorragend. hab 2 filme verknipst. man verzeihe meinen analogismus, die entwicklung verzögert sich um ein paar tage.
die studentenbewegung. die verschwindende. ein erfolgserlebnis wäre von nöten. wir glauben nicht mehr an unsere stärke. keiner tut das. humor ist eine der wenigen selbstschutzmechanismen, die noch übrig sind. und halt tanzen. alkohol muss ich für niemanden extra erwähnen.
tanzend geht die welt zugrunde. das gibt mir hoffnung. warum weiß ich selbst nicht.
mein player ist die reinkarnation aller jemals existierender weisheit. die natürlich genau genommen nicht reinkarnieren kann, existiert sie doch. jemals. also ständig. und somit unendlich.
mein player singt:
well I've been heard
I've been observed
and it's all clear
man, I'm a fraud
my scene was punk
and now it's mod
but I always win
man I fit in
I lose the x's, change the hair
I'll run from here
if you say there
you go now
there's nothing left
I've done it all
I've run to every flame I saw
but when I got there
dust and ashes were all I found
but I'll get around
if you show me how to groove!
wenn´s nur das gewesen wäre - wir hätten´s ihnen heut gezeigt.
Montag, Jänner 08, 2007
die zum himmel schreit
welch grandioser schachzug.
noch mehr unausgebildetes billigpersonal in die altenbetreuung. ein hoch auf die gegenseitige frustration. vom zivildienst in die traufe. working class bleibt ein für alle mal working class und verraten haben uns wie seit 100 jahren am laufenden band die sozialdemokraten.
60 stunden sozialarbeit. für 363,36 Euro. ergibt einen stundenlohn von 6,056 euro. wahnsinn. empfehlung für den nächsten spö-wahlkampf: studiengebühren kräftig erhöhen. dann steigt der stundenlohn. das haben wir für euch erreicht.
kanzler sein ist zudem ur-leiwand. diese blöden ressorts überlassen wir anderen. immerhin kann eine handvoll der genossen den persönlichen lebensstandard erhöhen. wir gratulieren.
mir ist so verdammt übel.
noch mehr unausgebildetes billigpersonal in die altenbetreuung. ein hoch auf die gegenseitige frustration. vom zivildienst in die traufe. working class bleibt ein für alle mal working class und verraten haben uns wie seit 100 jahren am laufenden band die sozialdemokraten.
60 stunden sozialarbeit. für 363,36 Euro. ergibt einen stundenlohn von 6,056 euro. wahnsinn. empfehlung für den nächsten spö-wahlkampf: studiengebühren kräftig erhöhen. dann steigt der stundenlohn. das haben wir für euch erreicht.
kanzler sein ist zudem ur-leiwand. diese blöden ressorts überlassen wir anderen. immerhin kann eine handvoll der genossen den persönlichen lebensstandard erhöhen. wir gratulieren.
mir ist so verdammt übel.
Sonntag, Jänner 07, 2007
Gruselig...
...das Motto der heutigen Nacht.
I. und ich im Stammlokal unserer Wahl, dem Flex. FM4 Nacht. Techno. Später DnB.
Wir trinken Bier, tanzen höflich zu Techno und hoffen dass bald die DnB-Mucke los geht. Alles ganz wunderbar. Wir sind fröhlich. Wir lächeln. Die Leute um uns herum sind angenehm. Viele, aber angenehm.
Gegen 3 Uhr früh werde ich müde, und möchte heim. I. überredet mich noch ein bißchen zu bleiben.
Kurz nach 3 Uhr. DJ-Wechsel. Und schlagartig wache ich auf. DnB vom Feinsten! Vollgas! Ich kann mich kaum mehr halten, stürme mit I. an der Hand nach vorne, tanze, johle und bin glücklich.
2 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich um, blicke in das unschuldig lächelnde Gesicht eines Afro-Austrianers. Ich sage laut: "Lass mich in Ruhe!", nehme die Hand und lasse sie ins Nichts fallen, gehe 3 Schritte weg.
4 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich um, blicke in das unschuldig lächelnde Gesicht eines südländischen Typen. Ich sage laut: " Mann, lass mich in Ruhe!!!!", nehme die Hand und lasse sie ins Nichts fallen, gehe 6 Schritte weg.
2 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich wütend um, blicke in das unschuldige keine-miene-verziehende Gesicht eines Österreichers chinesisch/koreanisch/japanisch/vietnamesischer Herkunft. Ich schreie laut: "Was geht mit euch eigentlich ab heut!!! Nimm sofort deine Finger von mir, du Sack!", nehme die Hand und stoße ihn weg, gehe 10 Schritte weg.
Dieses Schauspiel wiederholte sich innerhalb von 3 Stunden geschlagene 6 Mal. 6 unglaubliche Male hat mir ein mir nicht bekannter Mann, jedesmal ein anderer, von mir aus ungewollterweise an den Hintern gegriffen. Ich habe mich gewehrt, protestiert, geschrien und bin weggegangen. 6 Mal hat sich das heute wiederholt!
Dazu kommen noch jene 3 Mal, bei denen mir ein mir nicht bekannter Mann, jedesmal ein anderer, von mir aus ungewollterweise seinen Arm um meine Hüften geschwungen hat und mich dabei schleimig angegrinst hat. Ich habe mich gewehrt, protestiert, geschrien und bin weggegangen.
Die anderen 6 Mal, bei denen ich nur angeredet wurde, lasse ich an dieser Stelle eher unbeachtet, selbst wenn nach meinem "Tut mir leid, ich will nicht reden, ich will nur tanzen!", trotzdem weiter auf mich eingeredet wurde, bis mir nichts anderes übrig blieb als meinen Tanzplatz zu wechseln.
Nach dem 5. Hinterngrapscher, so gegen 5 Uhr früh, suchte ich in Tränen aufgelöst Zuflucht bei I., fragte sie, was herrgottnochmal los ist mit dieser Welt und ob an meinem Rücken ein Schild mit "Frischfleisch" klebe.
Ich war schon aufreizender angezogen als heute Nacht, ich bin bei Gott nicht Claudia Schiffer und ich wollte einfach nur tanzen.
Ich habe immer geglaubt, wenn ich Sex haben will, weiß das derjenige. Meine Signale sind eindeutig. Das dies umgekehrt ENTWEDER nicht der Fall ist ODER es anscheinend reicht Brüste zu haben und männer-begleitungslos Spaß beim Tanzen zu haben, ist mir neu.
Was für eine Scheiß-Welt. Was für Scheiß-Menschen. Was für eine Scheiß-Welt.
I. und ich im Stammlokal unserer Wahl, dem Flex. FM4 Nacht. Techno. Später DnB.
Wir trinken Bier, tanzen höflich zu Techno und hoffen dass bald die DnB-Mucke los geht. Alles ganz wunderbar. Wir sind fröhlich. Wir lächeln. Die Leute um uns herum sind angenehm. Viele, aber angenehm.
Gegen 3 Uhr früh werde ich müde, und möchte heim. I. überredet mich noch ein bißchen zu bleiben.
Kurz nach 3 Uhr. DJ-Wechsel. Und schlagartig wache ich auf. DnB vom Feinsten! Vollgas! Ich kann mich kaum mehr halten, stürme mit I. an der Hand nach vorne, tanze, johle und bin glücklich.
2 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich um, blicke in das unschuldig lächelnde Gesicht eines Afro-Austrianers. Ich sage laut: "Lass mich in Ruhe!", nehme die Hand und lasse sie ins Nichts fallen, gehe 3 Schritte weg.
4 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich um, blicke in das unschuldig lächelnde Gesicht eines südländischen Typen. Ich sage laut: " Mann, lass mich in Ruhe!!!!", nehme die Hand und lasse sie ins Nichts fallen, gehe 6 Schritte weg.
2 Minuten später. Ich spüre eine Hand an meinem Hintern. Ich drehe mich wütend um, blicke in das unschuldige keine-miene-verziehende Gesicht eines Österreichers chinesisch/koreanisch/japanisch/vietnamesischer Herkunft. Ich schreie laut: "Was geht mit euch eigentlich ab heut!!! Nimm sofort deine Finger von mir, du Sack!", nehme die Hand und stoße ihn weg, gehe 10 Schritte weg.
Dieses Schauspiel wiederholte sich innerhalb von 3 Stunden geschlagene 6 Mal. 6 unglaubliche Male hat mir ein mir nicht bekannter Mann, jedesmal ein anderer, von mir aus ungewollterweise an den Hintern gegriffen. Ich habe mich gewehrt, protestiert, geschrien und bin weggegangen. 6 Mal hat sich das heute wiederholt!
Dazu kommen noch jene 3 Mal, bei denen mir ein mir nicht bekannter Mann, jedesmal ein anderer, von mir aus ungewollterweise seinen Arm um meine Hüften geschwungen hat und mich dabei schleimig angegrinst hat. Ich habe mich gewehrt, protestiert, geschrien und bin weggegangen.
Die anderen 6 Mal, bei denen ich nur angeredet wurde, lasse ich an dieser Stelle eher unbeachtet, selbst wenn nach meinem "Tut mir leid, ich will nicht reden, ich will nur tanzen!", trotzdem weiter auf mich eingeredet wurde, bis mir nichts anderes übrig blieb als meinen Tanzplatz zu wechseln.
Nach dem 5. Hinterngrapscher, so gegen 5 Uhr früh, suchte ich in Tränen aufgelöst Zuflucht bei I., fragte sie, was herrgottnochmal los ist mit dieser Welt und ob an meinem Rücken ein Schild mit "Frischfleisch" klebe.
Ich war schon aufreizender angezogen als heute Nacht, ich bin bei Gott nicht Claudia Schiffer und ich wollte einfach nur tanzen.
Ich habe immer geglaubt, wenn ich Sex haben will, weiß das derjenige. Meine Signale sind eindeutig. Das dies umgekehrt ENTWEDER nicht der Fall ist ODER es anscheinend reicht Brüste zu haben und männer-begleitungslos Spaß beim Tanzen zu haben, ist mir neu.
Was für eine Scheiß-Welt. Was für Scheiß-Menschen. Was für eine Scheiß-Welt.
Donnerstag, Jänner 04, 2007
Je n'ai pas peur de la route...
...faudrait voir, faut qu'on y goûte.
Ich habe keine Angst vor dem Weg...weil ich ihn sehen will, auskosten will. ::Le vent nous portera::Noir Desir & Manu Chao::
Nun gut. 3 Wochen sind übrig. Bis dahin sollten ein Grundwortschatz, Basis-Grammatikkenntnisse und Höflichkeitsfloskeln zu meinen prächtigen Fremdsprachenkenntnissen zählen. Und das in einer Sprache, die mir bislang als Technik geläufiger war.
In studentischer Verzweiflung versuche ich den Beschallungstrick. Erst visuell. Das digitale Fernsehen kommt mir zu Hilfe und lockt mich mit französischen Filmen mit deutschen Untertiteln.
Nach einer knappen Viertelstunde gebe ich auf.
Der Film ist langweilig und ich verstehe bis auf die Verabschiedung und Begrüßung kein Wort.
Musik!
Glücklicherweise habe ich irgendwann im Laufe meiner musikalischen Entwicklung auch NOIR DESIR gehört. Genau! Unglücklicherweise sitzt deren Sänger derzeit wegen Totschlag und unterlassener Hilfeleistung (an der eigenen Freundin) im Häfen - glücklicherweise finde ich nach etwas Kramen die gewünschten illegalen Downloads.
Mann, die sind immer noch sehr gut!
Nach einer weiteren knappen Viertelstunde finde ich mich schwelgend in Erinnerungen meiner NOIR DESIR Zeit. Schulstress, Alkohol und glücklich verliebt. Irgendwie war´s cool. Ich gebe erneut auf.
Doch halt! Mir fällt ein weiterer Strohhalm ein. In weiser Voraussicht habe ich mir vor einiger Zeit ein französisches Kinderbuch gekauft. Nur für die Marktforschung: Die Sprache war bei diesem Erwerb nebensächlich. Entscheidend war der Gesichtsausdruck der kleinen Protagonistin. Der fällt in die Kategorie: Mainly pissed.
"Rita et Machin"

Meine Heldin. Gegen Ende lächelt sie allerdings. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe das Buch fertig und glaube gelernt zu haben, dass das Wort "trop" "viel" bedeutet. Ich zweifle. Schön langsam mit einem ver- davor.
Nun also doch diesen langweiligen Selbstlernerkurs. Aber welchen der dreien?
Den erstbesten. Selbstlernerkurs "Französisch - Ganz leicht", Max Hueber Verlag. Berge von Begleit-CDs und Heften. Ich blättere.

Auf Seite 19 gebe ich lachend auf.
Wer schreibt solche Dialoge? Für wen wurde dieser Kurs gemacht? Und wie alt ist der bitte?
Ich habe weder in Französisch noch in Deutsch jemals in meinem Leben "Stangenweißbrot" oder "Hörnchen" bestellt. Die Phrase "nicht zu stark im Alkoholgehalt" ist mir selbst in meiner Muttersprache nicht geläufig.
Muss ich wirklich ein so ein anderer Mensch werden um Französisch zu lernen?
Ich schlage den Selbstlernerkurs zu und schwöre mir ihn bei nächster Gelegenheit auf ebay zu verscherbeln.
Ich habe keine Angst vor dem Weg...weil ich ihn sehen will, auskosten will. ::Le vent nous portera::Noir Desir & Manu Chao::
Nun gut. 3 Wochen sind übrig. Bis dahin sollten ein Grundwortschatz, Basis-Grammatikkenntnisse und Höflichkeitsfloskeln zu meinen prächtigen Fremdsprachenkenntnissen zählen. Und das in einer Sprache, die mir bislang als Technik geläufiger war.
In studentischer Verzweiflung versuche ich den Beschallungstrick. Erst visuell. Das digitale Fernsehen kommt mir zu Hilfe und lockt mich mit französischen Filmen mit deutschen Untertiteln.
Nach einer knappen Viertelstunde gebe ich auf.
Der Film ist langweilig und ich verstehe bis auf die Verabschiedung und Begrüßung kein Wort.
Musik!
Glücklicherweise habe ich irgendwann im Laufe meiner musikalischen Entwicklung auch NOIR DESIR gehört. Genau! Unglücklicherweise sitzt deren Sänger derzeit wegen Totschlag und unterlassener Hilfeleistung (an der eigenen Freundin) im Häfen - glücklicherweise finde ich nach etwas Kramen die gewünschten illegalen Downloads.
Mann, die sind immer noch sehr gut!
Nach einer weiteren knappen Viertelstunde finde ich mich schwelgend in Erinnerungen meiner NOIR DESIR Zeit. Schulstress, Alkohol und glücklich verliebt. Irgendwie war´s cool. Ich gebe erneut auf.
Doch halt! Mir fällt ein weiterer Strohhalm ein. In weiser Voraussicht habe ich mir vor einiger Zeit ein französisches Kinderbuch gekauft. Nur für die Marktforschung: Die Sprache war bei diesem Erwerb nebensächlich. Entscheidend war der Gesichtsausdruck der kleinen Protagonistin. Der fällt in die Kategorie: Mainly pissed.
"Rita et Machin"

Meine Heldin. Gegen Ende lächelt sie allerdings. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe das Buch fertig und glaube gelernt zu haben, dass das Wort "trop" "viel" bedeutet. Ich zweifle. Schön langsam mit einem ver- davor.
Nun also doch diesen langweiligen Selbstlernerkurs. Aber welchen der dreien?
Den erstbesten. Selbstlernerkurs "Französisch - Ganz leicht", Max Hueber Verlag. Berge von Begleit-CDs und Heften. Ich blättere.

Auf Seite 19 gebe ich lachend auf.
Wer schreibt solche Dialoge? Für wen wurde dieser Kurs gemacht? Und wie alt ist der bitte?
Ich habe weder in Französisch noch in Deutsch jemals in meinem Leben "Stangenweißbrot" oder "Hörnchen" bestellt. Die Phrase "nicht zu stark im Alkoholgehalt" ist mir selbst in meiner Muttersprache nicht geläufig.
Muss ich wirklich ein so ein anderer Mensch werden um Französisch zu lernen?
Ich schlage den Selbstlernerkurs zu und schwöre mir ihn bei nächster Gelegenheit auf ebay zu verscherbeln.
Gegen alle Beförderungsbedingungen
heut war ich exakt zwei mal wütend.
einmal auf haruki murakami und einmal auf einen flüchtigen bekannten, stellvertretend für die gesamte welt.
nummer eins:
wien - U2 - zwischen schottentor und schottenring - dieser murakami!
normalerweise achte ich, schon völlig unbewußt, wie ein luchs darauf wer einsteigt. die kontrolleure erkennt man meist auf einen blick. oder man bekommt zumindest eine gänsehaut wenn sie die alltagsaussicht trüben. oder einen mittleren schüttelfrostanfall.
wäh.
das ausüben einer solchen kontrollfunktion kommt bei meinen persönlichen top-ten der moralischen verwerflichkeiten an zweiter stelle, direkt nach gewaltverbrechen. gibt es etwas unsolidarischeres?! solange es fahrschein-kontroll-menschen gibt wundere ich mich nicht, dass es KZs gab. wirklich kein wunder. solche handlanger.
2 mal konnte ich ihnen dieses semester bereits entwischen. und diesmal - zu spät!
murakami hat mich gefesselt. ich muss das buch trotzdem weiterlesen. aber das wird jetzt schwierig werden, da ich mir für die letzten 3 wochen in wien a) keine fahrkarte kaufen werde (jawoll, KEINE FAHRKARTE!!!) und b) buch lesen beim fahrrad fahren trotz nicht von der hand zu weisenden multi-tasking-talenten eine doch große herausforderung darstellt.

aber nun zu dem was mich an zweiter stelle wütend gemacht hat:
eine kurze chat-unterhaltung mit einem bekannten. ich erzähle, dass ich nach paris gehe.
quote:
Ronny (01:59 AM) :
warum?
°eva° (01:59 AM) :
warum nicht
Ronny (01:59 AM) :
nicht sag du hast dich wieder verliebt
quote-ende
WTF???
auch wenn es nur so dahin gesagt war - es hat mich betroffen gemacht. als ob eine junge frau anfang zwanzig nur einen grund hätte um mal für eine zeitlang den lebensort zu wechseln. nämlich einen mann.
nicht dass ich was dagegen hätte mich derart unsterblich zu verlieben, dass ich um den halben globus ziehen würde.
doch warum ist dieser gedankengang die erste assoziation zu "ich ziehe um"?
gebärfähigkeit ist wirklich ein fluch.
einmal auf haruki murakami und einmal auf einen flüchtigen bekannten, stellvertretend für die gesamte welt.
nummer eins:
wien - U2 - zwischen schottentor und schottenring - dieser murakami!
normalerweise achte ich, schon völlig unbewußt, wie ein luchs darauf wer einsteigt. die kontrolleure erkennt man meist auf einen blick. oder man bekommt zumindest eine gänsehaut wenn sie die alltagsaussicht trüben. oder einen mittleren schüttelfrostanfall.
wäh.
das ausüben einer solchen kontrollfunktion kommt bei meinen persönlichen top-ten der moralischen verwerflichkeiten an zweiter stelle, direkt nach gewaltverbrechen. gibt es etwas unsolidarischeres?! solange es fahrschein-kontroll-menschen gibt wundere ich mich nicht, dass es KZs gab. wirklich kein wunder. solche handlanger.
2 mal konnte ich ihnen dieses semester bereits entwischen. und diesmal - zu spät!
murakami hat mich gefesselt. ich muss das buch trotzdem weiterlesen. aber das wird jetzt schwierig werden, da ich mir für die letzten 3 wochen in wien a) keine fahrkarte kaufen werde (jawoll, KEINE FAHRKARTE!!!) und b) buch lesen beim fahrrad fahren trotz nicht von der hand zu weisenden multi-tasking-talenten eine doch große herausforderung darstellt.

aber nun zu dem was mich an zweiter stelle wütend gemacht hat:
eine kurze chat-unterhaltung mit einem bekannten. ich erzähle, dass ich nach paris gehe.
quote:
Ronny (01:59 AM) :
warum?
°eva° (01:59 AM) :
warum nicht
Ronny (01:59 AM) :
nicht sag du hast dich wieder verliebt
quote-ende
WTF???
auch wenn es nur so dahin gesagt war - es hat mich betroffen gemacht. als ob eine junge frau anfang zwanzig nur einen grund hätte um mal für eine zeitlang den lebensort zu wechseln. nämlich einen mann.
nicht dass ich was dagegen hätte mich derart unsterblich zu verlieben, dass ich um den halben globus ziehen würde.
doch warum ist dieser gedankengang die erste assoziation zu "ich ziehe um"?
gebärfähigkeit ist wirklich ein fluch.
Dienstag, Jänner 02, 2007
2007 und alle tot
Blass und verschlafen zwinkert es mir zu.
Hat wohl große Pläne. So verkatert, doch schon voller Ideen.
Wir sind uns ähnlich, das neue Jahr und ich.
In beidem.
Zudem hab ich das erste Silvester seit langem hinter mir, das wirklich einfach nur schön war. Ich war dort wo ich immer bin, mit den Menschen, dic ich auch schätze wenn mal grad nicht Silvester ist und hab das gemacht, was ich immer tue.
Schick essen - vorglühen - flexen.
Bis auf das mit einer Flasche Sekt sentimental auf der Donaukanal-Brücke stehen und die Raketen gen Osten bewundern war alles wie immer.
Aber das war festlich. Und eben sentimental.
Das alte Jahr war nochmal richtig gemein so gegen Ende hin.
James Brown, Sadam Hussein und die Prokop. Meine Eltern sagen immer, "man kann eines Tages nichts mehr mitnehmen!". Geht wohl doch. 2006 kicked balls oder so.
Aber was das neue Jahr schon mal gebracht hat, ist die Bekanntschaft zweier sehr netter Menschen. D. und P.. Unser spontaner Silvester-Besuch aus Deutschland. Eigentlich wollten wir ja einen Rumänen und einen Bulgaren zwecks EU-Völkerverständigungs-Tamtam einladen. War uns dann doch zu kitschig.
Nachdem P. heute früh doch tatsächlich uns allen FRÜHSTÜCK ANS BETT gebracht hat, was mein Mitbewohner S. nur mit den Worten "Du bist der romantischste Deutsche, den ich je kennengelernt habe!" akkreditiert hat, haben wir beschlossen sie zu adoptieren und sie mit viel Austro-Pop liebevoll großzuziehen.
Und gerade eben hab ich mich wieder gefunden.
Bis zu den Knien inmitten von Papierunterlagen. Annerkennungsformularen, Wohnungsansuchen, Immatrikulationsbestätigungen, Auslandszuschussanträgen, ecetera, ecetera.
In 3 Wochen steig ich in einen Flieger. Lass meine WG, mein Studium, meine Arbeit kurz ALLES hinter mir. Nur Klamotten. ein Französisch-Wörterbuch und ein latentes Angstgefühl im Gepäck. Wie hirnrissig seinen Erasmus Aufenthalt in einem Land zu verbringen, dessen Sprache man nicht mal ansatzweise beherrscht! So hirnrissig, dass es mir vor einigen Monaten als einzig sinnvoll erschien.
In diesem schönen Augenblick bin ich gerade so nervös, dass ich keine Zigarette rauchen kann, weil mein Magen rebelliert. Ein altes Matura-Stress-Vorbereitungs-Überbleibsel. Wer Abschied feiern will: am 19. in der WG. Macht mich glücklich mit stangenweise Zigaretten, meine Lieben!
Hat wohl große Pläne. So verkatert, doch schon voller Ideen.
Wir sind uns ähnlich, das neue Jahr und ich.
In beidem.
Zudem hab ich das erste Silvester seit langem hinter mir, das wirklich einfach nur schön war. Ich war dort wo ich immer bin, mit den Menschen, dic ich auch schätze wenn mal grad nicht Silvester ist und hab das gemacht, was ich immer tue.
Schick essen - vorglühen - flexen.
Bis auf das mit einer Flasche Sekt sentimental auf der Donaukanal-Brücke stehen und die Raketen gen Osten bewundern war alles wie immer.
Aber das war festlich. Und eben sentimental.
Das alte Jahr war nochmal richtig gemein so gegen Ende hin.
James Brown, Sadam Hussein und die Prokop. Meine Eltern sagen immer, "man kann eines Tages nichts mehr mitnehmen!". Geht wohl doch. 2006 kicked balls oder so.
Aber was das neue Jahr schon mal gebracht hat, ist die Bekanntschaft zweier sehr netter Menschen. D. und P.. Unser spontaner Silvester-Besuch aus Deutschland. Eigentlich wollten wir ja einen Rumänen und einen Bulgaren zwecks EU-Völkerverständigungs-Tamtam einladen. War uns dann doch zu kitschig.
Nachdem P. heute früh doch tatsächlich uns allen FRÜHSTÜCK ANS BETT gebracht hat, was mein Mitbewohner S. nur mit den Worten "Du bist der romantischste Deutsche, den ich je kennengelernt habe!" akkreditiert hat, haben wir beschlossen sie zu adoptieren und sie mit viel Austro-Pop liebevoll großzuziehen.
Und gerade eben hab ich mich wieder gefunden.
Bis zu den Knien inmitten von Papierunterlagen. Annerkennungsformularen, Wohnungsansuchen, Immatrikulationsbestätigungen, Auslandszuschussanträgen, ecetera, ecetera.
In 3 Wochen steig ich in einen Flieger. Lass meine WG, mein Studium, meine Arbeit kurz ALLES hinter mir. Nur Klamotten. ein Französisch-Wörterbuch und ein latentes Angstgefühl im Gepäck. Wie hirnrissig seinen Erasmus Aufenthalt in einem Land zu verbringen, dessen Sprache man nicht mal ansatzweise beherrscht! So hirnrissig, dass es mir vor einigen Monaten als einzig sinnvoll erschien.
In diesem schönen Augenblick bin ich gerade so nervös, dass ich keine Zigarette rauchen kann, weil mein Magen rebelliert. Ein altes Matura-Stress-Vorbereitungs-Überbleibsel. Wer Abschied feiern will: am 19. in der WG. Macht mich glücklich mit stangenweise Zigaretten, meine Lieben!
Samstag, Dezember 30, 2006
blaue weihnacht
alles fing an mit dem jeans team.
und das war mehr blue als jean.
gut zu tanzen und recht tight.
und dann ging´s ab.
sonderbar. poolbar. stone club.
poolbar. stone club.
poolbar. stone club.
...
kein schnee weit und breit.
aber wodka und bier aus plastikbechern.
und freunde. fast schon familie. überall.
schön wars.
herrlich wars.
und dann heimkommen.
und mein lieber mitbewohner der s.
so ein netter
das da zu weihnachten geschenkt bekommen:

das heißt somit
morgen wird extremst bad tastigst ins neue jahr gefeiert.
und besuch aus hull kommt auch noch. oder sollt ich sagen aus trier.
na dann bin ich mal gespannt...
:)
und das war mehr blue als jean.
gut zu tanzen und recht tight.
und dann ging´s ab.
sonderbar. poolbar. stone club.
poolbar. stone club.
poolbar. stone club.
...
kein schnee weit und breit.
aber wodka und bier aus plastikbechern.
und freunde. fast schon familie. überall.
schön wars.
herrlich wars.
und dann heimkommen.
und mein lieber mitbewohner der s.
so ein netter
das da zu weihnachten geschenkt bekommen:

das heißt somit
morgen wird extremst bad tastigst ins neue jahr gefeiert.
und besuch aus hull kommt auch noch. oder sollt ich sagen aus trier.
na dann bin ich mal gespannt...
:)
Donnerstag, Dezember 14, 2006
i am not so
into music
not so into writing
not so into songwriting
today i joined a wasted crowd of songwriters
gott, war der erste typ mies.
gott, war der schlecht.
ich wußte nicht wie ich klatschen sollte, ohne dass man auf 2 meilen riechen konnte wie unehrlich das war.
einige misslungene janis joplin covers später verließ er glücklicherweise die bühne.
ich dachte - ok, was auch immer jetzt kommt - ich kann es durchstehen. die zweite songwriter-combo war dann auch besser. nun gut - nicht schwer nach ihm. aber sie waren definitiv besser.
und dann der dritte. der war saugut. saunervös aber saugt. gell, matscho! ;-)
und die vierten. wow. die sängerin hat mich umgeblasen. die war echt erotisch und konnte singen mit allem gefühl und pathos. herrlich. auch wenn das shania twain cover gegen ende wirklich nicht der hammer war. denn shania twain ist und bleibt für mich jenseits des guten geschmacks. und über guten geschmack lässt sich NICHT streiten. jawoll. und: silverchair....auweia...die originalmelodie ist einfach besser als jedes cover-episödchen. wenn schon covern, dann bitte gscheit. aber wie gesagt, die sängerin war echt gut.
und dann ging ich. mit einem bier in der hand, hinaus richtung chelsea. man soll bekanntlich gehen, wenn´s am schönsten ist.
not so into writing
not so into songwriting
today i joined a wasted crowd of songwriters
gott, war der erste typ mies.
gott, war der schlecht.
ich wußte nicht wie ich klatschen sollte, ohne dass man auf 2 meilen riechen konnte wie unehrlich das war.
einige misslungene janis joplin covers später verließ er glücklicherweise die bühne.
ich dachte - ok, was auch immer jetzt kommt - ich kann es durchstehen. die zweite songwriter-combo war dann auch besser. nun gut - nicht schwer nach ihm. aber sie waren definitiv besser.
und dann der dritte. der war saugut. saunervös aber saugt. gell, matscho! ;-)
und die vierten. wow. die sängerin hat mich umgeblasen. die war echt erotisch und konnte singen mit allem gefühl und pathos. herrlich. auch wenn das shania twain cover gegen ende wirklich nicht der hammer war. denn shania twain ist und bleibt für mich jenseits des guten geschmacks. und über guten geschmack lässt sich NICHT streiten. jawoll. und: silverchair....auweia...die originalmelodie ist einfach besser als jedes cover-episödchen. wenn schon covern, dann bitte gscheit. aber wie gesagt, die sängerin war echt gut.
und dann ging ich. mit einem bier in der hand, hinaus richtung chelsea. man soll bekanntlich gehen, wenn´s am schönsten ist.
Dienstag, November 28, 2006
I am your´s and you are mine.
Ich hab geschlagene 3 Stunden gebraucht.
Ich hab geschätzte 3 Kaffee getrunken.
Ich habe 2 Helfer gehabt.
Meine Hände stinken nach Metall und Dreck.
Meine Wangen sind rot und meine Augen sind blauer als sonst. Ich schwör´s.
Es steht vor mir und glänzt mich an.
Der UPS Bote hat es heut gebracht.
Es hatte vor seiner "Ankunft" 41 kg und ist schwarz lackiert.
Und so sexy, dass ich kaum die Finger davon lassen kann.
Aber das Hi-Hat fehlt. Und das Becken auch.
Die Ständer stehen recht verlassen in der Gegend. Kleine Makel...überschaubar.
Wir hatten schon Petting. Sex ohne Becken - nö, das geht nicht. Aber morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag und man sollte schließlich nicht´s überstürzen in Beziehungen, die dauerhaft werden sollen.
(By the way: So ein Blödsinn!)
Ich muss mich mal wieder um meinen Lover kümmern...
Ich hab geschätzte 3 Kaffee getrunken.
Ich habe 2 Helfer gehabt.
Meine Hände stinken nach Metall und Dreck.
Meine Wangen sind rot und meine Augen sind blauer als sonst. Ich schwör´s.
Es steht vor mir und glänzt mich an.
Der UPS Bote hat es heut gebracht.
Es hatte vor seiner "Ankunft" 41 kg und ist schwarz lackiert.
Und so sexy, dass ich kaum die Finger davon lassen kann.
Aber das Hi-Hat fehlt. Und das Becken auch.
Die Ständer stehen recht verlassen in der Gegend. Kleine Makel...überschaubar.
Wir hatten schon Petting. Sex ohne Becken - nö, das geht nicht. Aber morgen ist ja schließlich auch noch ein Tag und man sollte schließlich nicht´s überstürzen in Beziehungen, die dauerhaft werden sollen.
(By the way: So ein Blödsinn!)
Ich muss mich mal wieder um meinen Lover kümmern...
Samstag, November 18, 2006
goldfische geigen nicht. nie wieder.
Donnerstag nacht. Erst ein bißchen auf ORF. Dann selbst so richtig rein. An meiner Seite - das männliche Viertel meiner getreuen Mitbewohnerschaft - El Stefano.
Welcher Teufel uns auch immer geritten hat: wir sind ins U4.
Kleiner touristischer Einführungskurs zum Thema U4:
U4 ist zum einen eine U-Bahn-Linie, die Grüne um genau zu sein.
Zum anderen ein Club im 12. Bezirk. Einer mit Geschichte. Von der ich selbst eigentlich nur soviel weiß, dass der Falco ständig dort war, und Nirvana mal gespielt haben. Und dass der Conny der wohl legendärste Türsteher Wiens war. Wow, von einer Legende rausgeschmissen werden. Stell ich mir nicht wirklich angenehmer vor. Aber immerhin stilvoller.
Falco weilt leider ebenso wie Nirvana nicht mehr unter uns und selbst der Conny macht mittlerweile ganz andere Sachen. Bücher schreiben zum Beispiel. "20 Jahre U4". Jeder Rausschmeisser der meinen Blog liest sei an dieser Stelle gewarnt: Ich glaube nicht, dass es in dem Buch Do´s and Don´ts für den modernen Türsteher von heute gibt. Nicht dass ihr dann enttäuscht seid, gell Jungens!
Aber es geht hier jetzt nun wirklich nicht um meinen Bildungsauftrag für Sicherheitspersonal. Zurück in die Donnerstag Nacht, zu Stefan, dem U4 und mir.
Erst letzten März wurde das Lokal nach einer Komplett-Renovierung neu eröffnet und so notwendig Renovierungen auch sein mögen - ich war sehr gespannt wie viel Kult noch übrig sein würde.
Angekommen. Erst mal 7 Euro Eintritt gezahlt für nichts außer Musik aus der Konserve.
Enttäuschend. Das Ambiente: obwohl eher dunkel sehr clean. Neu renoviert. Einfach zu verwechseln mit jedem anderen Diskotempel á la Empire. Nur ein wenig kleiner. Enttäuschend - die zweite. Die BesucherInnen. Kennt ihr das Gefühl irgendwo hinzukommen und euch exotisch zu fühlen? Obwohl ihr genau wisst, ihr seid das Stinknormalste was rumrennt? Dieses Gefühl überkommt mich normalerweise nur in chartlastigen Diskotheken. Kein gutes Zeichen.
Laut Homepage ist "das U4 seit 26 Jahren modern - und das ist nicht selbstverständlich, eigentlich ist es die Ausnahme.".
Ich würde sagen - das ist nicht nur nicht selbstverständlich, eigentlich ist es völlig unwahrscheinlich.
Ich und mein Mitbewohner haben uns jedenfalls völlig überteuert gelangweilt. Nach einer Weile haben wir uns angeschaut und ich konnte es in Stefan´s Augen sehen: die Sehnsucht nach der dreckigen Atmosphäre im Flex.
Eine halbe Stunde später haben wir auch schon dort getanzt, Wieselburger getrunken und uns daheim gefühlt. Lustigerweise höre ich, während ich so hier sitze und schreibe, was mir ein netter junger Mann geschenkt hat, als wir ihm von unserem U4-Ausflug erzählt haben: den Live-Mitschnitt vom Nirvana Konzert im U4 aus dem Jahre 1989.
Hört sich gut an. Zwischen den Songs unzählige Fuck you!, Rock´n Roll!, Hoit´s Moal (Halt´s Maul auf Wienerisch, ich hätt so gern eine Tastatur mit zusätlichem phonetischen Alphabet!).
1989 bin ich 6 Jahre alt. Das U4 ist Kult. Cobain ist Rock´n Roll. Von beidem weiß ich nichts.
2006 bin ich 23 Jahre alt. Das U4 war Kult. Doherty ist Rock´n Roll. Und ich glaube von beidem ein bißchen zu wissen.
Alles fließt.
Bin ja gespannt wann der Tag kommt, an dem ich mich im Flex langweile!
Welcher Teufel uns auch immer geritten hat: wir sind ins U4.
Kleiner touristischer Einführungskurs zum Thema U4:
U4 ist zum einen eine U-Bahn-Linie, die Grüne um genau zu sein.
Zum anderen ein Club im 12. Bezirk. Einer mit Geschichte. Von der ich selbst eigentlich nur soviel weiß, dass der Falco ständig dort war, und Nirvana mal gespielt haben. Und dass der Conny der wohl legendärste Türsteher Wiens war. Wow, von einer Legende rausgeschmissen werden. Stell ich mir nicht wirklich angenehmer vor. Aber immerhin stilvoller.
Falco weilt leider ebenso wie Nirvana nicht mehr unter uns und selbst der Conny macht mittlerweile ganz andere Sachen. Bücher schreiben zum Beispiel. "20 Jahre U4". Jeder Rausschmeisser der meinen Blog liest sei an dieser Stelle gewarnt: Ich glaube nicht, dass es in dem Buch Do´s and Don´ts für den modernen Türsteher von heute gibt. Nicht dass ihr dann enttäuscht seid, gell Jungens!
Aber es geht hier jetzt nun wirklich nicht um meinen Bildungsauftrag für Sicherheitspersonal. Zurück in die Donnerstag Nacht, zu Stefan, dem U4 und mir.
Erst letzten März wurde das Lokal nach einer Komplett-Renovierung neu eröffnet und so notwendig Renovierungen auch sein mögen - ich war sehr gespannt wie viel Kult noch übrig sein würde.
Angekommen. Erst mal 7 Euro Eintritt gezahlt für nichts außer Musik aus der Konserve.
Enttäuschend. Das Ambiente: obwohl eher dunkel sehr clean. Neu renoviert. Einfach zu verwechseln mit jedem anderen Diskotempel á la Empire. Nur ein wenig kleiner. Enttäuschend - die zweite. Die BesucherInnen. Kennt ihr das Gefühl irgendwo hinzukommen und euch exotisch zu fühlen? Obwohl ihr genau wisst, ihr seid das Stinknormalste was rumrennt? Dieses Gefühl überkommt mich normalerweise nur in chartlastigen Diskotheken. Kein gutes Zeichen.
Laut Homepage ist "das U4 seit 26 Jahren modern - und das ist nicht selbstverständlich, eigentlich ist es die Ausnahme.".
Ich würde sagen - das ist nicht nur nicht selbstverständlich, eigentlich ist es völlig unwahrscheinlich.
Ich und mein Mitbewohner haben uns jedenfalls völlig überteuert gelangweilt. Nach einer Weile haben wir uns angeschaut und ich konnte es in Stefan´s Augen sehen: die Sehnsucht nach der dreckigen Atmosphäre im Flex.
Eine halbe Stunde später haben wir auch schon dort getanzt, Wieselburger getrunken und uns daheim gefühlt. Lustigerweise höre ich, während ich so hier sitze und schreibe, was mir ein netter junger Mann geschenkt hat, als wir ihm von unserem U4-Ausflug erzählt haben: den Live-Mitschnitt vom Nirvana Konzert im U4 aus dem Jahre 1989.
Hört sich gut an. Zwischen den Songs unzählige Fuck you!, Rock´n Roll!, Hoit´s Moal (Halt´s Maul auf Wienerisch, ich hätt so gern eine Tastatur mit zusätlichem phonetischen Alphabet!).
1989 bin ich 6 Jahre alt. Das U4 ist Kult. Cobain ist Rock´n Roll. Von beidem weiß ich nichts.
2006 bin ich 23 Jahre alt. Das U4 war Kult. Doherty ist Rock´n Roll. Und ich glaube von beidem ein bißchen zu wissen.
Alles fließt.
Bin ja gespannt wann der Tag kommt, an dem ich mich im Flex langweile!
Mittwoch, November 15, 2006
was den himmel erhellt...
Sonntag, November 12, 2006
clap your hands say yeah
ich war beinah versucht es zu wikipediern. das wort kommunikationsguerilla.
aber ist ja lächerlich. ich brauch kein wikipedia und kein google um das zu beschreiben. kurz gesagt und bewußt mal vereinfacht: UM-Inszenieren von dem was als normal konstruiert und angenommen wurde. mit sprache. mit bildern. mit handlungen. also einfach allem was man kommunizieren kann.
wer jetzt einen unbändigen hunger verspürt - hier ein augenschmaus.
an meine letzte spontane inszenierung erinnere ich mich mit einem lächeln.
das matura valet (wie schreibt man das?) meiner kleinen schwester. auch meine ehemalige schule. schüler, lehrer, eltern, - alle todschick. todfeierlich. alle aufgeregt, alle gut drauf.
an dieser stelle sollte gesagt werden, dass ich die schulzeit ab dem alter von 15 jahren nicht unbedingt genossen habe. um präziser zu sein: ich hab jetzt noch einen schaden davon. im speziellen von der art wie mir gezeigt wurde, was ein normaler schüler ist. und was jemand wie ich ist. und welche meinungen (vor allem politisch, menschlich, gesellschaftlich) die braven auszeichnen. und die ungemütlichen brandmarken. ich war eindeutig zweiters "du bist ein virus, der die ganze klasse infiziert". eine handvoll von lehrpersonen, im speziellen einer (wer die schule kennt, weiß genau welcher gemeint ist) hat es aber geschafft mich mit geistigem balsam doch noch bis zur matura zu verartzten.
aber oh, zurück zum valet meiner schwester!
jeder der maturanten wird einzeln mit ein paar sätzen vorgestellt. x hat immer so eine positive laune in der klasse verbreitet, y war uns eine große hilfe bei der vorbereitung der tischtennisturniere...etc... dann kommt meine schwester an die reihe.
"...und sie zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass sie trotz verbot des direktors als einzige auf schülerdemos gegangen ist!".
eine kleine welle von vornehmen belächelnden lachern geht durch die menge.
ich weiß bis heut nicht was mich geritten hat, ich denke mal es war der brennende stolz der liebenden schwester, dass es über meine kleine gewaltig mehr zu sagen gibt als schlicht und langweilig: sie hat funktioniert.
der moment dieses vornehmen lachens, ich nutze ihn und beginne mit absoluter selbstverständlichkeit für diese charakterstärke laut zu klatschen. und ja! es funktioniert! die masse, dankbar, dass jemand die führung für die bewältigung dieser doch so manchen eher peinlich berührenden ungehorsam-hervorhebenden-situation, übernimmt, KLATSCHT MIT!
das gesicht des lehrkörpers, aber vorallem das gesicht meiner kleinen schwester werde ich wohl niemals vergessen. und dieses subtile würdevolle gefühl, dass es immer einen weg gibt um zu sagen, was gesagt werden muss.
aber ist ja lächerlich. ich brauch kein wikipedia und kein google um das zu beschreiben. kurz gesagt und bewußt mal vereinfacht: UM-Inszenieren von dem was als normal konstruiert und angenommen wurde. mit sprache. mit bildern. mit handlungen. also einfach allem was man kommunizieren kann.
wer jetzt einen unbändigen hunger verspürt - hier ein augenschmaus.
an meine letzte spontane inszenierung erinnere ich mich mit einem lächeln.
das matura valet (wie schreibt man das?) meiner kleinen schwester. auch meine ehemalige schule. schüler, lehrer, eltern, - alle todschick. todfeierlich. alle aufgeregt, alle gut drauf.
an dieser stelle sollte gesagt werden, dass ich die schulzeit ab dem alter von 15 jahren nicht unbedingt genossen habe. um präziser zu sein: ich hab jetzt noch einen schaden davon. im speziellen von der art wie mir gezeigt wurde, was ein normaler schüler ist. und was jemand wie ich ist. und welche meinungen (vor allem politisch, menschlich, gesellschaftlich) die braven auszeichnen. und die ungemütlichen brandmarken. ich war eindeutig zweiters "du bist ein virus, der die ganze klasse infiziert". eine handvoll von lehrpersonen, im speziellen einer (wer die schule kennt, weiß genau welcher gemeint ist) hat es aber geschafft mich mit geistigem balsam doch noch bis zur matura zu verartzten.
aber oh, zurück zum valet meiner schwester!
jeder der maturanten wird einzeln mit ein paar sätzen vorgestellt. x hat immer so eine positive laune in der klasse verbreitet, y war uns eine große hilfe bei der vorbereitung der tischtennisturniere...etc... dann kommt meine schwester an die reihe.
"...und sie zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass sie trotz verbot des direktors als einzige auf schülerdemos gegangen ist!".
eine kleine welle von vornehmen belächelnden lachern geht durch die menge.
ich weiß bis heut nicht was mich geritten hat, ich denke mal es war der brennende stolz der liebenden schwester, dass es über meine kleine gewaltig mehr zu sagen gibt als schlicht und langweilig: sie hat funktioniert.
der moment dieses vornehmen lachens, ich nutze ihn und beginne mit absoluter selbstverständlichkeit für diese charakterstärke laut zu klatschen. und ja! es funktioniert! die masse, dankbar, dass jemand die führung für die bewältigung dieser doch so manchen eher peinlich berührenden ungehorsam-hervorhebenden-situation, übernimmt, KLATSCHT MIT!
das gesicht des lehrkörpers, aber vorallem das gesicht meiner kleinen schwester werde ich wohl niemals vergessen. und dieses subtile würdevolle gefühl, dass es immer einen weg gibt um zu sagen, was gesagt werden muss.
Freitag, November 10, 2006
Tag des Apfels und so
Schneewittchen Reloaded
Es war einmal an einem bereits heraufdämmernden Herbstabend in Wien. Da saß eine Frau namens König in einem Taxi und fuhr den Ring entlang. In ihrem Luis Vuitton - Shopper steckte der Spender-Katalog eines renommierten Instituts für In-vitro-Fertilisation. Sie wußte bereits genau, was sie sich wünschte.
Ein Kind so weiß wie Schnee, rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz. Nach einigen gescheiterten Beziehungen stand für Sie außer Frage, dass es Zeit war ihren Kinderwunsch selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich war Sie finanziell sowie emotional unabhängig, in der Blüte Ihrer Jahre und bereit in ein Kind zu investieren.
Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Ihre Haut war weiß wie Schnee, ihre Wangen rot wie Blut und ihr Haar so schwarz wie Ebenholz. Unglücklicherweise schied Frau König davon noch bevor Sie aus der Narkose des terminlich festgelegten Kaiserschnittes erwachte. Sie hatte sich zu einer Kombinationsoperation - Geburt inklusive anschließender Fettabsaugung entschlossen. Effizienz war schließlich das A und O der Branche. Immerhin hatte das Kind einen Namen - dessen Exklusivrechte bereits im Vorhinein der Geburt per Notar gesichert wurde: Schneewittchen.
Für eine zukünftige Karriere sollte das Mädchen ja mit einem klingenden exotischen Namen gerüstet sein. Ein weiteres A und O der Branche.
Schneewittchen wuchs in einer reich begüterten Pflegefamilie heran, die es hauptsächlich auf ihren Erbnachlass abgesehen hatte, den sie im Alter von 18 Jahren ausbezahlt bekommen sollte. Unter den besorgten Augen Ihrer Pflegemutter wurde sie mit jedem Tag schöner und neugieriger auf das Leben da draußen. Sie ging gern zur Schule, wollte alles über die Welt wissen und war von Natur aus gut gelaunt.
Obwohl der Neid auf das Mädchen von Tag zu Tag wuchs, wußte die Pflegemutter jedoch, dass sie das Kind nicht komplett verstoßen konnte, da sie mit ihrem 18. Geburtstag eine beträchtliche Summe wert sein würde.
Sie wollte dem Kind wehtun, wollte es seines besonderen naiven Zaubers, der einfach spürbar war, berauben ohne es freigeben zu müssen.
Und so begann Sie das Kind ein bißchen anders zu behandeln, als sie es bisher getan hatte. Eine kleine Bemerkung vor anderen Leuten hier, eine kleine fiese Bestrafung da, ein Abwerten und Verneinen des Mädchens dort. Nie zuviel, nie zu offensichtlich. Der Hass musste gut dosiert angewendet werden und darauf zielen, dass das schöne Mädchen sich für das häßlichste Geschöpf dieser Erde hielt, seine Neugier am Leben und der Welt verlor und sich am Besten nur noch mit der eigenen (völlig aus der Luft gegriffenen, eingetrichterten) Unzulänglichkeit beschäftigte.
Der Plan der Pflegemutter ging auf - das Gift wirkte. Nicht sofort, doch die Jahre zeigten ihre Wirkung. An ihrem 17. Geburtstag war das einst so schöne und lebhafte Mädchen ein abgemagertes, farbloses Häufchen Leere geworden, dass sich nur noch von einem Apfel täglich ernährte.
Eines Tages, als Schneewittchen gerade auf ihrer täglichen zweistündigen Joggingrunde befand, stolperte Sie und verstauchte sich den Knöchel. Hilflos blieb es auf dem Boden liegen und beschimpfte sich selbst, dass sie selbst für Sport zu dumm sein zu schien. Sie lag im Dreck des Schönbrunner Schloßparks und war am Ende.
Da kam plötzlich eine Gruppe von jungen Punks um die Ecke gebogen. Sie hatten buntgefärbte, verfilzte Haare, trugen verwaschene politische T-Shirts und der Kleinste von Ihnen schulterte einen Ghettoblaster mit laut krachender Musik mit Schreigesang.
Schneewittchen erschrak und fürchtete sich im ersten Moment, doch sogleich kam ein Punkmädchen mit einem Totenkopf-Aufnäher auf dem Ärmel ihrer Jacke auf Sie zu und fragte was passiert ist. Sie halfen ihr aufzustehen und setzten sich gemeinsam mit ihr und dem ständig laut krachenden Ghettoblaster, mir nichts, dir nichts, in den Rasen. Jemand packte Bier aus und drückte es dem verdutzten Schneewittchen in die Hand, ein anderer spielte mit einem Hund und das Punkmädchen mit dem Totenkopf-Aufnäher auf dem Ärmel ihrer Jacke begann aus einem selbst zusammenkopierten, zerfledderten Heftchen feministische Gedichte vorzulesen.
Schneewittchens Schmerz ließ nach. Sie fühlte sich überraschenderweise das erste Mal seit langem wohl. Hier im Gras. Unter diesen fremden Menschen. Mit diesen Menschen, die sich nicht scheuten bunt und laut und präsent zu sein. Sie fühlte sich mit Ihnen mehr verbunden, als mit irgendwelchen Menschen je zuvor.
Noch am selben Nachmittag packte Schneewittchen seine 7 Sachen zusammen und zog zu den Punks in die etwas heruntergekommene WG. Sie aß von ihren Tellerchen, trank von ihren Becherchen und schlief in Ihren Bettchen.
Die Pflegemutter tobte vor Wut...
[Fortsetzung folgt - ich muss zur Arbeit! - und ja, Punks in Schönbrunn ist tatsächlich science-fiction!]
haha
Es war einmal an einem bereits heraufdämmernden Herbstabend in Wien. Da saß eine Frau namens König in einem Taxi und fuhr den Ring entlang. In ihrem Luis Vuitton - Shopper steckte der Spender-Katalog eines renommierten Instituts für In-vitro-Fertilisation. Sie wußte bereits genau, was sie sich wünschte.
Ein Kind so weiß wie Schnee, rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz. Nach einigen gescheiterten Beziehungen stand für Sie außer Frage, dass es Zeit war ihren Kinderwunsch selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich war Sie finanziell sowie emotional unabhängig, in der Blüte Ihrer Jahre und bereit in ein Kind zu investieren.
Bald darauf bekam sie ein Töchterlein. Ihre Haut war weiß wie Schnee, ihre Wangen rot wie Blut und ihr Haar so schwarz wie Ebenholz. Unglücklicherweise schied Frau König davon noch bevor Sie aus der Narkose des terminlich festgelegten Kaiserschnittes erwachte. Sie hatte sich zu einer Kombinationsoperation - Geburt inklusive anschließender Fettabsaugung entschlossen. Effizienz war schließlich das A und O der Branche. Immerhin hatte das Kind einen Namen - dessen Exklusivrechte bereits im Vorhinein der Geburt per Notar gesichert wurde: Schneewittchen.
Für eine zukünftige Karriere sollte das Mädchen ja mit einem klingenden exotischen Namen gerüstet sein. Ein weiteres A und O der Branche.
Schneewittchen wuchs in einer reich begüterten Pflegefamilie heran, die es hauptsächlich auf ihren Erbnachlass abgesehen hatte, den sie im Alter von 18 Jahren ausbezahlt bekommen sollte. Unter den besorgten Augen Ihrer Pflegemutter wurde sie mit jedem Tag schöner und neugieriger auf das Leben da draußen. Sie ging gern zur Schule, wollte alles über die Welt wissen und war von Natur aus gut gelaunt.
Obwohl der Neid auf das Mädchen von Tag zu Tag wuchs, wußte die Pflegemutter jedoch, dass sie das Kind nicht komplett verstoßen konnte, da sie mit ihrem 18. Geburtstag eine beträchtliche Summe wert sein würde.
Sie wollte dem Kind wehtun, wollte es seines besonderen naiven Zaubers, der einfach spürbar war, berauben ohne es freigeben zu müssen.
Und so begann Sie das Kind ein bißchen anders zu behandeln, als sie es bisher getan hatte. Eine kleine Bemerkung vor anderen Leuten hier, eine kleine fiese Bestrafung da, ein Abwerten und Verneinen des Mädchens dort. Nie zuviel, nie zu offensichtlich. Der Hass musste gut dosiert angewendet werden und darauf zielen, dass das schöne Mädchen sich für das häßlichste Geschöpf dieser Erde hielt, seine Neugier am Leben und der Welt verlor und sich am Besten nur noch mit der eigenen (völlig aus der Luft gegriffenen, eingetrichterten) Unzulänglichkeit beschäftigte.
Der Plan der Pflegemutter ging auf - das Gift wirkte. Nicht sofort, doch die Jahre zeigten ihre Wirkung. An ihrem 17. Geburtstag war das einst so schöne und lebhafte Mädchen ein abgemagertes, farbloses Häufchen Leere geworden, dass sich nur noch von einem Apfel täglich ernährte.
Eines Tages, als Schneewittchen gerade auf ihrer täglichen zweistündigen Joggingrunde befand, stolperte Sie und verstauchte sich den Knöchel. Hilflos blieb es auf dem Boden liegen und beschimpfte sich selbst, dass sie selbst für Sport zu dumm sein zu schien. Sie lag im Dreck des Schönbrunner Schloßparks und war am Ende.
Da kam plötzlich eine Gruppe von jungen Punks um die Ecke gebogen. Sie hatten buntgefärbte, verfilzte Haare, trugen verwaschene politische T-Shirts und der Kleinste von Ihnen schulterte einen Ghettoblaster mit laut krachender Musik mit Schreigesang.
Schneewittchen erschrak und fürchtete sich im ersten Moment, doch sogleich kam ein Punkmädchen mit einem Totenkopf-Aufnäher auf dem Ärmel ihrer Jacke auf Sie zu und fragte was passiert ist. Sie halfen ihr aufzustehen und setzten sich gemeinsam mit ihr und dem ständig laut krachenden Ghettoblaster, mir nichts, dir nichts, in den Rasen. Jemand packte Bier aus und drückte es dem verdutzten Schneewittchen in die Hand, ein anderer spielte mit einem Hund und das Punkmädchen mit dem Totenkopf-Aufnäher auf dem Ärmel ihrer Jacke begann aus einem selbst zusammenkopierten, zerfledderten Heftchen feministische Gedichte vorzulesen.
Schneewittchens Schmerz ließ nach. Sie fühlte sich überraschenderweise das erste Mal seit langem wohl. Hier im Gras. Unter diesen fremden Menschen. Mit diesen Menschen, die sich nicht scheuten bunt und laut und präsent zu sein. Sie fühlte sich mit Ihnen mehr verbunden, als mit irgendwelchen Menschen je zuvor.
Noch am selben Nachmittag packte Schneewittchen seine 7 Sachen zusammen und zog zu den Punks in die etwas heruntergekommene WG. Sie aß von ihren Tellerchen, trank von ihren Becherchen und schlief in Ihren Bettchen.
Die Pflegemutter tobte vor Wut...
[Fortsetzung folgt - ich muss zur Arbeit! - und ja, Punks in Schönbrunn ist tatsächlich science-fiction!]
haha
sie, die mich begleitet
als ich es vor 7 jahren das letzt mal gelesen habe, habe ich geweint.
7 jahre verändern alles. aber anscheinend auch nichts.
Else Lasker-Schüler (1869-1945)
IN MEINEM SCHOSSE
In meinem Schoße
Schlafen die dunkelen Wolken -
Darum bin ich so traurig, du Holdester.
Ich muß deinen Namen rufen
Mit der Stimme des Paradiesvogels
Wenn sich meine Lippen bunt färben.
Es schlafen schon alle Bäume im Garten -
Auch der nimmermüde
Vor meinem Fenster -
Es rauscht der Flügel des Geiers
Und trägt mich durch die Lüfte
Bis über dein Haus.
Meine Arme legen sich um deine Hüften,
Mich zu spiegeln
In deines Leibes Verklärtheit.
Lösche mein Herz nicht aus -
Du den Weg findest -
Immerdar.
7 jahre verändern alles. aber anscheinend auch nichts.
Else Lasker-Schüler (1869-1945)
IN MEINEM SCHOSSE
In meinem Schoße
Schlafen die dunkelen Wolken -
Darum bin ich so traurig, du Holdester.
Ich muß deinen Namen rufen
Mit der Stimme des Paradiesvogels
Wenn sich meine Lippen bunt färben.
Es schlafen schon alle Bäume im Garten -
Auch der nimmermüde
Vor meinem Fenster -
Es rauscht der Flügel des Geiers
Und trägt mich durch die Lüfte
Bis über dein Haus.
Meine Arme legen sich um deine Hüften,
Mich zu spiegeln
In deines Leibes Verklärtheit.
Lösche mein Herz nicht aus -
Du den Weg findest -
Immerdar.
Mittwoch, November 08, 2006
***
nein, schrie er.
stofffuseln ihrer tweedjacke unter den fingernägeln.
ich habe ausgetrunken. wann gibt´s belohnung?
zwischen all den lichtern war mir dein schatten immer am liebsten, kleiner.
sprach sie flugs und ging, bevor es ihr blieb.
stofffuseln ihrer tweedjacke unter den fingernägeln.
ich habe ausgetrunken. wann gibt´s belohnung?
zwischen all den lichtern war mir dein schatten immer am liebsten, kleiner.
sprach sie flugs und ging, bevor es ihr blieb.
Mittwoch, November 01, 2006
über normal null
"In Hamburg besteht am Mittwoch die Gefahr einer schweren Sturmflut. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen. Das Mittag-Hochwasser hat voraussichtlich seinen Höhepunkt von fast 5,90 Metern erreicht und wird in den nächsten Stunden wieder absinken." [http://www.hamburg.de](01.11.2006)
“The wise man in the storm prays to God, not for safety from danger, but deliverance from fear” (Ralph W. Emerson)
Zugegebenermaßen weiß ich von beiden nicht recht viel. Weder von Ralph Waldo Emerson noch von einem richtigen meteorologischen Sturm.
Ich kenne die Stürme, die durch dein Leben fegen. Dich auf den Boden werfen. Und du glaubst du kannst jetzt nicht mehr aufstehen. Ich glaube zu wissen, wie es ist.
Aber ich vergesse es auch zu gern, wie es war. Bis sich die dunklen Wolken erneut am Himmel zusammenbrauen und mich daran erinnern, dass es wohl an der Zeit wäre gewisse Vorkehrungen zu treffen und wenn unvermeidbar, durchzuhalten. Durchhalten. Bis das Toben sich beruhigt hat.
Die geöffnete PDF-Datei zeigt mir das Sturmflutmerkblatt für die Hamburger Innenstadt an.
"Wie wird gewarnt? Rechtzeitig vor Eintritt einer Sturmflut werden Sie gewarnt durch *Böllerschüsse (ab 3,50m über NN), *Rundfunkwarnungen (ab 5,00m über NN), *Untertitelungen im Fernsehprogramm (ab 5,50 über NN) und zusätzlich ab 7,30 m über NN durch *Sirenensignale (1 Minute Heulton: Rundfunkgeräte einschalten!), * örtliche Lautsprecherdurchsagen in besonders gefährdeten Gebieten." (Sturmflutmerkblatt der Stadt Hamburg, Stand 2006)
Wow. In meinem Kopf macht sich die Knoppers-Werbung breit. "Deutschland. Halb 10." "Böllerschüsse".
Ich möchte der menschlichen Psyche nicht unterstellen kein adäquates Frühwarnsystem für persönlichen Stürme zu besitzen, aber wären Böllerschüsse nicht viel effektiver als Ahnungen und Befürchtungen und diffuse Gefühle?
Ein ordentlicher Knall und nichts, das man mit Verdrängen, Vergessen, viel Alkohol, Tabletten, whatever oder einer Kombination von alledem, übergehen könnte.
Meine Gedanken sind heute einerseits bei dem Flug, der mich in wenigen Stunden ins Sturmflutgebiet bringen wird. Ich erinnere mich an die erste Ankunft letztes Jahr.
Im Regen stehend, vom Wind beinah umgeblasen, in beinah völliger Dunkelheit um 11.00 Uhr mittags. In völliger Verwunderung, dass tatsächlich Liechtenstein die höchste Selbstmordrate haben soll und nicht dieser Flecken Erde.
Um einige Stunden später an den Landungsbrücken zu beschließen, dass Fernweh und diese Aussicht unnötigerweise 2 eigene Wörter sind, wo sie doch dasselbe ausdrücken.
Und andererseits bei den unerwarteten Stürmen von gestern Nacht. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was ich an deiner Stelle tun würde. Und meine Allwissenheit schrumpft auf die Größe meines H&M Regenschirmes zusammen. Im Grunde ganz schick, aber nicht sehr gut geeignet für die Stürme mit Sirenensignalen. Aber durchhalten und schaun wie´s weitergeht. Das mach ich gern mit dir.
“The wise man in the storm prays to God, not for safety from danger, but deliverance from fear” (Ralph W. Emerson)
Zugegebenermaßen weiß ich von beiden nicht recht viel. Weder von Ralph Waldo Emerson noch von einem richtigen meteorologischen Sturm.
Ich kenne die Stürme, die durch dein Leben fegen. Dich auf den Boden werfen. Und du glaubst du kannst jetzt nicht mehr aufstehen. Ich glaube zu wissen, wie es ist.
Aber ich vergesse es auch zu gern, wie es war. Bis sich die dunklen Wolken erneut am Himmel zusammenbrauen und mich daran erinnern, dass es wohl an der Zeit wäre gewisse Vorkehrungen zu treffen und wenn unvermeidbar, durchzuhalten. Durchhalten. Bis das Toben sich beruhigt hat.
Die geöffnete PDF-Datei zeigt mir das Sturmflutmerkblatt für die Hamburger Innenstadt an.
"Wie wird gewarnt? Rechtzeitig vor Eintritt einer Sturmflut werden Sie gewarnt durch *Böllerschüsse (ab 3,50m über NN), *Rundfunkwarnungen (ab 5,00m über NN), *Untertitelungen im Fernsehprogramm (ab 5,50 über NN) und zusätzlich ab 7,30 m über NN durch *Sirenensignale (1 Minute Heulton: Rundfunkgeräte einschalten!), * örtliche Lautsprecherdurchsagen in besonders gefährdeten Gebieten." (Sturmflutmerkblatt der Stadt Hamburg, Stand 2006)
Wow. In meinem Kopf macht sich die Knoppers-Werbung breit. "Deutschland. Halb 10." "Böllerschüsse".
Ich möchte der menschlichen Psyche nicht unterstellen kein adäquates Frühwarnsystem für persönlichen Stürme zu besitzen, aber wären Böllerschüsse nicht viel effektiver als Ahnungen und Befürchtungen und diffuse Gefühle?
Ein ordentlicher Knall und nichts, das man mit Verdrängen, Vergessen, viel Alkohol, Tabletten, whatever oder einer Kombination von alledem, übergehen könnte.
Meine Gedanken sind heute einerseits bei dem Flug, der mich in wenigen Stunden ins Sturmflutgebiet bringen wird. Ich erinnere mich an die erste Ankunft letztes Jahr.
Im Regen stehend, vom Wind beinah umgeblasen, in beinah völliger Dunkelheit um 11.00 Uhr mittags. In völliger Verwunderung, dass tatsächlich Liechtenstein die höchste Selbstmordrate haben soll und nicht dieser Flecken Erde.
Um einige Stunden später an den Landungsbrücken zu beschließen, dass Fernweh und diese Aussicht unnötigerweise 2 eigene Wörter sind, wo sie doch dasselbe ausdrücken.
Und andererseits bei den unerwarteten Stürmen von gestern Nacht. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was ich an deiner Stelle tun würde. Und meine Allwissenheit schrumpft auf die Größe meines H&M Regenschirmes zusammen. Im Grunde ganz schick, aber nicht sehr gut geeignet für die Stürme mit Sirenensignalen. Aber durchhalten und schaun wie´s weitergeht. Das mach ich gern mit dir.
Montag, Oktober 30, 2006
"schneller als ein totes pferdchen..."
...so eva umbauer gerade auf fm4. ich muss laut lachen. zu laut um mitzukriegen, wie die band denn heißt. ein totes pferdchen ist ja nicht unbedingt der reisser.
ob das die schöne art war zu sagen, dass ihr das gesicht einschläft, wenn sie den song hört oder war es doch ein verstecktes kompliment?
ein sehr verstecktes kompliment - zugegebenermaßen.
schneller als ein totes pferdchen ist wohl ziemlich alles was noch nicht tot ist.
sogar die italienische post und die pensionistengruppe aus dem oberlungau, die das prinzip des rechts-stehens auf ihrer wien-entdeckung noch nicht ganz kapiert hat, während ich versuche einen neuen olympischen rekord für das erreichen meiner arbeitsstelle zu schaffen.
dafür hab ich heut meinen persönlichen rekord für´s whirlpool-liegen bei meinen badeausflügen getoppt. das wundersamste am wasser ist meiner meinung nach nicht der dipol sondern, dass ich mich reinlegen kann und darin schwebe.
und mit vielen luftblasen und warmem licht ist das wie weihnachten. nur nasser.
statt brav bahnen zu ziehen hab ich eben genannten wassertraum heut genossen.
und dabei den dunkelhäutigen, dunkeläugigen nicolà kennengelernt...
die aufschrift seiner quietsch-orangen schwimmflügerl "2-5 Jahre" haben die romantische stimmung im pool von vornherein sabotiert, aber als der kleine, ganz groß, anfing bauchplatscher für mich zu machen "boa, kannst du das auch??" musste ich doch lachen.
entspannt lachen.
und weiterchillen.
und dabei gefragt, was das leben ausmacht. allgemein und im speziellen fall mein eigenes. und was der sinn dieses tages war. und ob´s den überhaupt gibt. und wenn ich den doch immer selbst mache, "jesses" (würd da die samoafex sagen), dann steht in den nächsten 70 jahren einiges an arbeit an...
und noch ein weiser satz aus der allgemeinen blogger-weisheit, ich wünschte die eva umbauer könnte den jetzt mit ihrer babypuderweichen stimme an dieses ende hinhauchen:
if your boyfriend doesn´t listen to you...your blog will (und eventuell auch das eine oder andere tote pferdchen).
:-P
ob das die schöne art war zu sagen, dass ihr das gesicht einschläft, wenn sie den song hört oder war es doch ein verstecktes kompliment?
ein sehr verstecktes kompliment - zugegebenermaßen.
schneller als ein totes pferdchen ist wohl ziemlich alles was noch nicht tot ist.
sogar die italienische post und die pensionistengruppe aus dem oberlungau, die das prinzip des rechts-stehens auf ihrer wien-entdeckung noch nicht ganz kapiert hat, während ich versuche einen neuen olympischen rekord für das erreichen meiner arbeitsstelle zu schaffen.
dafür hab ich heut meinen persönlichen rekord für´s whirlpool-liegen bei meinen badeausflügen getoppt. das wundersamste am wasser ist meiner meinung nach nicht der dipol sondern, dass ich mich reinlegen kann und darin schwebe.
und mit vielen luftblasen und warmem licht ist das wie weihnachten. nur nasser.
statt brav bahnen zu ziehen hab ich eben genannten wassertraum heut genossen.
und dabei den dunkelhäutigen, dunkeläugigen nicolà kennengelernt...
die aufschrift seiner quietsch-orangen schwimmflügerl "2-5 Jahre" haben die romantische stimmung im pool von vornherein sabotiert, aber als der kleine, ganz groß, anfing bauchplatscher für mich zu machen "boa, kannst du das auch??" musste ich doch lachen.
entspannt lachen.
und weiterchillen.
und dabei gefragt, was das leben ausmacht. allgemein und im speziellen fall mein eigenes. und was der sinn dieses tages war. und ob´s den überhaupt gibt. und wenn ich den doch immer selbst mache, "jesses" (würd da die samoafex sagen), dann steht in den nächsten 70 jahren einiges an arbeit an...
und noch ein weiser satz aus der allgemeinen blogger-weisheit, ich wünschte die eva umbauer könnte den jetzt mit ihrer babypuderweichen stimme an dieses ende hinhauchen:
if your boyfriend doesn´t listen to you...your blog will (und eventuell auch das eine oder andere tote pferdchen).
:-P
Dienstag, Oktober 24, 2006
I got pure hearts to give to you...

...dabei haben sie meines doch eh schon längst.
ich bin begeistert vom neuen album.
ich war schon begeistert vom alten album.
und sämtlichen fuzzi-albümchen und songfetzen, die ich je von ihnen gehört hab.
kehlköpfiger gesang, schnurr-und backenbärte und seit neuestem auch bläser!
nur bissi stur sind sie.
kommen einfach nicht nach österreich.
das letzte mal musste ich via fm4 karten für ein schweiz-konzert gewinnen um sie zu sehen.
und jetzt die herbst tour: lauter gigs in frankreich und einen in der schweiz. dort wo die kühe und hasen sich gute nacht sagen. nur gibt´s da wohl jetzt keine karten via fm4. wie komm ich nun bitte billig nach düdingen?!
die öbb fährt bis zürich. für 29 euro. im sitzen. all night long. himmel, was für ne lange fahrt. zu der variante greif ich wohl nur im notfall.
sky europe. oh, sehr schön. der rückflug von basel nach bratislava um euro 1,50. mit all den taxen dann doch wieder 50 euro. dafür könnt ich mit der öbb schon schlafen und ein frühstück dazu bekommen.
billigflieger.de: naja, billig ist was anderes. flüge ab ca. 200 euro. der teuerste flug wien-basel und retour: 2133 euro !
für diese summe könnte ich herman düne schon beinah in meiner wg-küche spielen lassen.
ich versuche die variante wien-bern. WOW! das geht sogar um hübsche 2450 euro!
okay. so nicht. dann wohl doch öbb.
oder ein andres gefährt räubern.
ich will da hin!
Samstag, Oktober 21, 2006
Sonntag, Oktober 15, 2006
frage und antwort
Alles recht stockend hier...Zeit, die Zeit der Unhöflichkeit zu beenden...hier das Stöckerl von da Samoafex:
Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte
1)eine Jahreskarte für Air-Berlin
2)eine Zauberbibliothek, mit verstaubten verborgenen Schätzen aus den vorigen Jahrhunderten einerseits und andererseits den neuesten Erscheinungen zu jeglichem Thema, an das ich auch jenur einen kleinen Gedanken verschwendet habe, natürlich inklusive schrulligem Bibliothekar, der liebe-und geheimnisvoll irgendwelche Zaubertricks a la ich hol dir eine Münze hinterm Ohr hervor, mit mir macht, wenn ich zum Lesen komme.
3) tschängbummbäng
4) den richtigen Teint um meine Haare blondieren zu können.
5) Mein eigenes Tonstudio. *smmmmiiiiiiiiiiiile*
Fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
1) Zuviele Bücher, die ich gelesen habe oder die nächsten 5 Jahre nicht lesen werde. Ohne den Zauber-Bibliothekar mit seiner Zauberbibliothek nehmen Sie nur Platz in meinem Zimmer ein und vorallem wertvollen Platz für die Bücher, die ich jetzt lese. Vielleicht schluckt ja das ebay-Nirwana das eine oder andere populärwissenschaftliche Schrottbuch. Gekauft aus Verzweiflung in der einen oder anderen Lebenslage. Die politischen Bücher will ich nicht weggeben. Who knows...
2) Einen E-Bass. Inklusive Case und Verstärker. Will den jemand? Vielleicht unser neuer zukünftiger Bassist? Die weibliche Form sei hier eingeschlossen und mit grellpinkem Marker hervorgehoben.
3) Ein Poster von Darkest Hour. Zuviel Erinnerung dran um es wegzuwerfen. Zu düster um es aufzuhängen. Was macht eigentlich all dieses Gerümpel in meinem Zimmer???
4) Einen Termin bei einer Knochendichte Untersuchung. Tut das weh????
Mal schaun ob ich noch dicht bin. In den Knochen.
5) Verwandtschaftsbeziehungen in die Schweiz. Das ist nicht persönlich zu nehmen, gell Sabi.
Fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
1) Geschlechtskrankheiten jeglicher Form und Gestalt.
2) Die Piepsstimme sätmlicher MTV Moderatorinnen.
3) Meine alte WG wieder am Hals.
4) Diese laaaangen Fingernägel mit der French Manicure...völlig unbrauchbar im Leben.
5) Einen Schweizer Nachnamen.
Fünf Gerngelesene, an die das Stöckchen weiterfliegt
Andrej Kurkow, Stefano Benni, Jean Rhys, Elfriede Jelinek und meine Mama.
Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte
1)eine Jahreskarte für Air-Berlin
2)eine Zauberbibliothek, mit verstaubten verborgenen Schätzen aus den vorigen Jahrhunderten einerseits und andererseits den neuesten Erscheinungen zu jeglichem Thema, an das ich auch jenur einen kleinen Gedanken verschwendet habe, natürlich inklusive schrulligem Bibliothekar, der liebe-und geheimnisvoll irgendwelche Zaubertricks a la ich hol dir eine Münze hinterm Ohr hervor, mit mir macht, wenn ich zum Lesen komme.
3) tschängbummbäng
4) den richtigen Teint um meine Haare blondieren zu können.
5) Mein eigenes Tonstudio. *smmmmiiiiiiiiiiiile*
Fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
1) Zuviele Bücher, die ich gelesen habe oder die nächsten 5 Jahre nicht lesen werde. Ohne den Zauber-Bibliothekar mit seiner Zauberbibliothek nehmen Sie nur Platz in meinem Zimmer ein und vorallem wertvollen Platz für die Bücher, die ich jetzt lese. Vielleicht schluckt ja das ebay-Nirwana das eine oder andere populärwissenschaftliche Schrottbuch. Gekauft aus Verzweiflung in der einen oder anderen Lebenslage. Die politischen Bücher will ich nicht weggeben. Who knows...
2) Einen E-Bass. Inklusive Case und Verstärker. Will den jemand? Vielleicht unser neuer zukünftiger Bassist? Die weibliche Form sei hier eingeschlossen und mit grellpinkem Marker hervorgehoben.
3) Ein Poster von Darkest Hour. Zuviel Erinnerung dran um es wegzuwerfen. Zu düster um es aufzuhängen. Was macht eigentlich all dieses Gerümpel in meinem Zimmer???
4) Einen Termin bei einer Knochendichte Untersuchung. Tut das weh????
Mal schaun ob ich noch dicht bin. In den Knochen.
5) Verwandtschaftsbeziehungen in die Schweiz. Das ist nicht persönlich zu nehmen, gell Sabi.
Fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
1) Geschlechtskrankheiten jeglicher Form und Gestalt.
2) Die Piepsstimme sätmlicher MTV Moderatorinnen.
3) Meine alte WG wieder am Hals.
4) Diese laaaangen Fingernägel mit der French Manicure...völlig unbrauchbar im Leben.
5) Einen Schweizer Nachnamen.
Fünf Gerngelesene, an die das Stöckchen weiterfliegt
Andrej Kurkow, Stefano Benni, Jean Rhys, Elfriede Jelinek und meine Mama.
Freitag, Oktober 06, 2006
manifest
momentan sind alle elektro.
gestern noch indie. aber der indie fühlt sich schon längst ganz lasch an im trend-mund.
in sämtlichen internet-communities - das neue trojanische pferd für das schöne gefühl des dazugehörens trägt den namen elektro.
oder bild ich mir das nur ein?
keiner kann´s genau definieren, jeder benutzt es und alle checken es einfach voll ab.
ja nicht auffallen. halt nur ein bißchen. dieses lässige bißchen.
schubladen.
man kann sie verurteilen oder nicht, aber ich mag schubladen.
die zeigen mir wo was wie und wer. sie geben mir sicherheit.
und klar, große schubladen mögen stauraumtechnisch günstig sein.
viel platz - viel musik - viele hörerInnen - viel kohle - maximale sicherheit für die maximale personenanzahl.
aber diese schwammige elektro schublade IST EINDEUTIG ZU GROß!
schmeisst da bitte jemand mia und das ganze graffl raus??!!
ich möchte schubladen in allen farben und schattierungen und ich möchte keinen sound der sich allein durch ein wort beschreiben lässt geschweige denn EIN WORT das sämtliche Sounds beschreibt wo 3 töne mit dem e-piano gespielt werden!
hab ich mich deutlich ausgedrückt?
ja?
gut. na dann ist ja gut.
danke.
gestern noch indie. aber der indie fühlt sich schon längst ganz lasch an im trend-mund.
in sämtlichen internet-communities - das neue trojanische pferd für das schöne gefühl des dazugehörens trägt den namen elektro.
oder bild ich mir das nur ein?
keiner kann´s genau definieren, jeder benutzt es und alle checken es einfach voll ab.
ja nicht auffallen. halt nur ein bißchen. dieses lässige bißchen.
schubladen.
man kann sie verurteilen oder nicht, aber ich mag schubladen.
die zeigen mir wo was wie und wer. sie geben mir sicherheit.
und klar, große schubladen mögen stauraumtechnisch günstig sein.
viel platz - viel musik - viele hörerInnen - viel kohle - maximale sicherheit für die maximale personenanzahl.
aber diese schwammige elektro schublade IST EINDEUTIG ZU GROß!
schmeisst da bitte jemand mia und das ganze graffl raus??!!
ich möchte schubladen in allen farben und schattierungen und ich möchte keinen sound der sich allein durch ein wort beschreiben lässt geschweige denn EIN WORT das sämtliche Sounds beschreibt wo 3 töne mit dem e-piano gespielt werden!
hab ich mich deutlich ausgedrückt?
ja?
gut. na dann ist ja gut.
danke.
Donnerstag, September 21, 2006
This is legwork, baby!
Carola legt das Tempo vor, wir keuchen hinterher...hab ich doch tatsächlich den Sport wiederentdeckt.
Das schnike angerostete Mädchenrad in weiß-rosa - meine treue Begleiterin durch die gefährlichen Straßen von Vienna City.
Zugegebenermaßen - das Gefährlichste auf Wien´s Straßen sind lichtlose RadfahrerInnen bei Nacht, *räusper-hüstel*.
Jedesmal wenn ich an der Börse vorbeifahre, also mindestens 2x täglich, hoffe ich, dass ich einen Makler erwische. So unvorsichtig und gedankenverloren sie den Fahrradstreifen zwar betreten, so schnell können Sie dann doch auch erschrocken zur Seite springen, sobald ich mit meiner weiß-rosa Kanone anrausche.
Und das trotz der optimalen Gelingensbedingungen! Ausreichend Schwung durch Runterrollen des Ringes von der Uni weg, schadhafte Bremsen, Anzugträger in Hülle und Fülle.
Doch ich bin nicht umsonst in den Wäldern Westösterreichs groß geworden - zu meinem radtechnischen Geschick paart sich eine wissende Geduld...
Weitere Personen, für die ich nicht bremsen würde:
H.C. Strache
Nun gut, eine extra Aufzählung erübrigt sich im Grunde, ist er doch als Anzugträger bestens als Freiweild markiert. Für seinen Ausflug in die Welten des deutschen Sprechgesangs wäre es mir allerdings auch nicht zuviel den Ring nochmal raufzuradeln um ein weiteres Mal rüberzurolpern.
WU-Studenten, die mir Geld schulden. Auch diese zählen wir grundsätzlich zur Gattung der Anzugträger, das gängige Studenten-H&M-Alternativ-Federkleid lässt so manchen gut getarnt entwischen. (An dieser Stelle schönen Gruß an Birgit, du darfst dich als Ausnahme sehen!)
Es gibt auch durchaus Personen, für die ich bremsen würde:
ALLE ANDEREN!
Inklusive der Spezial-Anzugträger-Form: Frischverheiratet. Das würde ja Unglück bringen, oder?
Das schnike angerostete Mädchenrad in weiß-rosa - meine treue Begleiterin durch die gefährlichen Straßen von Vienna City.
Zugegebenermaßen - das Gefährlichste auf Wien´s Straßen sind lichtlose RadfahrerInnen bei Nacht, *räusper-hüstel*.
Jedesmal wenn ich an der Börse vorbeifahre, also mindestens 2x täglich, hoffe ich, dass ich einen Makler erwische. So unvorsichtig und gedankenverloren sie den Fahrradstreifen zwar betreten, so schnell können Sie dann doch auch erschrocken zur Seite springen, sobald ich mit meiner weiß-rosa Kanone anrausche.
Und das trotz der optimalen Gelingensbedingungen! Ausreichend Schwung durch Runterrollen des Ringes von der Uni weg, schadhafte Bremsen, Anzugträger in Hülle und Fülle.
Doch ich bin nicht umsonst in den Wäldern Westösterreichs groß geworden - zu meinem radtechnischen Geschick paart sich eine wissende Geduld...
Weitere Personen, für die ich nicht bremsen würde:
H.C. Strache
Nun gut, eine extra Aufzählung erübrigt sich im Grunde, ist er doch als Anzugträger bestens als Freiweild markiert. Für seinen Ausflug in die Welten des deutschen Sprechgesangs wäre es mir allerdings auch nicht zuviel den Ring nochmal raufzuradeln um ein weiteres Mal rüberzurolpern.
WU-Studenten, die mir Geld schulden. Auch diese zählen wir grundsätzlich zur Gattung der Anzugträger, das gängige Studenten-H&M-Alternativ-Federkleid lässt so manchen gut getarnt entwischen. (An dieser Stelle schönen Gruß an Birgit, du darfst dich als Ausnahme sehen!)
Es gibt auch durchaus Personen, für die ich bremsen würde:
ALLE ANDEREN!
Inklusive der Spezial-Anzugträger-Form: Frischverheiratet. Das würde ja Unglück bringen, oder?
Donnerstag, September 14, 2006
Du schluckst.
Du kommst heim von der Uni.
Tasche auf den Boden.
Hofer-Brot auf den Tisch.
Nur der Fernseher beobachtet dich. Dein verkaterter Mitbewohner hat wohl vorher Gesellschaft gebraucht.
Du setzt dich.
Fragst dich, ob der Zeitpunkt kommen wird, an dem dir Hofer Brot zum Hals raushängt.
Du hoffst der Zeitpunkt ist nicht vor der nächsten Gehaltsüberweisung.
Du zappst ins nächste Programm.
Weil die Arte Naturdoku nicht die gewünschte entspannte Atmosphäre ins Zimmer zaubert. Hofer-Brot schluckt sich schwer, wenn der Stammesvater gerade seine Schwester umbringt. Hängen bleibst du dann trotzdem auf Okto, denn die stumpfsinnigen Talkshows machen dich ganz nervös und immerhin ist Herbst und du sollst und darfst und musst ja wieder denken. Und nicht sonnen.
Es läuft utv.
4 Frauen exklusive Moderatorin diskutieren den Begriff Feminismus.
Wer´s braucht, wer´s will, wer´s hat und wer´s fürchtet.
Du fürchtest dich kurz.
Die guten Erfahrungen mit Feminismus, die haben andere Frauen gemacht. Damals anno Summer of Love. Die Menschen, die mit Dir über Feminismus geredet haben, bei politischen Seminaren und am Frauentag, haben gegen deinen Willen eine Frauenquote eingeführt und sind dann auch noch wütend geworden, wenn du deswegen nicht wirklich mutiger warst zu reden. Wenn du nicht plötzlich aufgrund dieser formalen Maßnahme in Worte fassen konntest was du eigentlich sagen wolltest.
Aber gefreut haben Sie sich dann trotzdem, denn immerhin hatten sie es ab da auf dem Papier: Männer und Frauen haben gleichoft geredet!
(Aber wurden wir trotzdem gehört?)
Du kaust. Du schluckst.
Du verfolgst die Straßenumfrage, die utv auf der Mahü gemacht hat.
Thema: "Was denkst du über Feminismus?"
Du lauschst den Aussagen. Du findest, dass du sie alle schon mal irgendwo gehört hast. Laut lachst du, als die adrett gekleidete Frau um die fünfzig meint: " Gut find ich das! Das haben sich die Frauen damals hart ERKAUFT, da müssen wir drauf schaun!".
Du fragst dich, wie die Frauen den Feminismus abbezahlt haben und was das Zahlungsmittel war und überhaupt, wer hat den Feminismus angeboten und wie lange ist da Garantie drauf?
Nachdenklich hörst du eine Diskussionsteilnehmerin sagen, dass mensch sich nicht auf dem Feminismus ausruhen könne. Dass momentan alles in Richtung zurück an den Herd gehe.
Du stimmst zu. Und du fragst dich, ob das Kapital einen denn wirklich zurück an den Herd bringen will. Bis du denn nicht besser in Schach gehalten, wenn du unterbezahlt und hungernd, mit der Figur eines 14 jährigen Knabens, in Teilzeitjobs und Praktikas hängst, in der Hoffnung, endlich (an)-erkannt zu werden? Vom Traumprinz. Vom Vorgesetzten. Vom andren.
Das Hofer-Brot hat seinen Zweck erfüllt, satt lehnst du dich in den Stuhl zurück. Sie reden davon, dass Du deine Rechte verteidigen sollst. Du bist dir nicht sicher, was deine Rechte sind. Wenn du ganz ehrlich bist, bist du dir nicht mal sicher, was deine Wünsche sind, lässt du einmal sämtliche Empfehlungen deiner Familie, der Freunde deiner Familie, deiner Lehrer, deiner Nachbarn und deiner Friseurin außer Acht.
Du räumst das Hofer-Brot weg.
Für dich gibt es genau einen Feminismus, der sich nicht nach Floskel für dich anfühlt.
Er lautet: Finde heraus, was du dir von Herzen wünschst, von was du träumst und wer du bist. Suche nach deiner Wahrheit. Kurz: Begehre! Dann weißt du auch, auf was du schauen musst, was deine Rechte sind und was du verteidigen willst.
Und bei der nächsten politischen Diskussion hast du dann wirklich was zu sagen. Und weißt wie. Scheiß doch auf Quote.
Tasche auf den Boden.
Hofer-Brot auf den Tisch.
Nur der Fernseher beobachtet dich. Dein verkaterter Mitbewohner hat wohl vorher Gesellschaft gebraucht.
Du setzt dich.
Fragst dich, ob der Zeitpunkt kommen wird, an dem dir Hofer Brot zum Hals raushängt.
Du hoffst der Zeitpunkt ist nicht vor der nächsten Gehaltsüberweisung.
Du zappst ins nächste Programm.
Weil die Arte Naturdoku nicht die gewünschte entspannte Atmosphäre ins Zimmer zaubert. Hofer-Brot schluckt sich schwer, wenn der Stammesvater gerade seine Schwester umbringt. Hängen bleibst du dann trotzdem auf Okto, denn die stumpfsinnigen Talkshows machen dich ganz nervös und immerhin ist Herbst und du sollst und darfst und musst ja wieder denken. Und nicht sonnen.
Es läuft utv.
4 Frauen exklusive Moderatorin diskutieren den Begriff Feminismus.
Wer´s braucht, wer´s will, wer´s hat und wer´s fürchtet.
Du fürchtest dich kurz.
Die guten Erfahrungen mit Feminismus, die haben andere Frauen gemacht. Damals anno Summer of Love. Die Menschen, die mit Dir über Feminismus geredet haben, bei politischen Seminaren und am Frauentag, haben gegen deinen Willen eine Frauenquote eingeführt und sind dann auch noch wütend geworden, wenn du deswegen nicht wirklich mutiger warst zu reden. Wenn du nicht plötzlich aufgrund dieser formalen Maßnahme in Worte fassen konntest was du eigentlich sagen wolltest.
Aber gefreut haben Sie sich dann trotzdem, denn immerhin hatten sie es ab da auf dem Papier: Männer und Frauen haben gleichoft geredet!
(Aber wurden wir trotzdem gehört?)
Du kaust. Du schluckst.
Du verfolgst die Straßenumfrage, die utv auf der Mahü gemacht hat.
Thema: "Was denkst du über Feminismus?"
Du lauschst den Aussagen. Du findest, dass du sie alle schon mal irgendwo gehört hast. Laut lachst du, als die adrett gekleidete Frau um die fünfzig meint: " Gut find ich das! Das haben sich die Frauen damals hart ERKAUFT, da müssen wir drauf schaun!".
Du fragst dich, wie die Frauen den Feminismus abbezahlt haben und was das Zahlungsmittel war und überhaupt, wer hat den Feminismus angeboten und wie lange ist da Garantie drauf?
Nachdenklich hörst du eine Diskussionsteilnehmerin sagen, dass mensch sich nicht auf dem Feminismus ausruhen könne. Dass momentan alles in Richtung zurück an den Herd gehe.
Du stimmst zu. Und du fragst dich, ob das Kapital einen denn wirklich zurück an den Herd bringen will. Bis du denn nicht besser in Schach gehalten, wenn du unterbezahlt und hungernd, mit der Figur eines 14 jährigen Knabens, in Teilzeitjobs und Praktikas hängst, in der Hoffnung, endlich (an)-erkannt zu werden? Vom Traumprinz. Vom Vorgesetzten. Vom andren.
Das Hofer-Brot hat seinen Zweck erfüllt, satt lehnst du dich in den Stuhl zurück. Sie reden davon, dass Du deine Rechte verteidigen sollst. Du bist dir nicht sicher, was deine Rechte sind. Wenn du ganz ehrlich bist, bist du dir nicht mal sicher, was deine Wünsche sind, lässt du einmal sämtliche Empfehlungen deiner Familie, der Freunde deiner Familie, deiner Lehrer, deiner Nachbarn und deiner Friseurin außer Acht.
Du räumst das Hofer-Brot weg.
Für dich gibt es genau einen Feminismus, der sich nicht nach Floskel für dich anfühlt.
Er lautet: Finde heraus, was du dir von Herzen wünschst, von was du träumst und wer du bist. Suche nach deiner Wahrheit. Kurz: Begehre! Dann weißt du auch, auf was du schauen musst, was deine Rechte sind und was du verteidigen willst.
Und bei der nächsten politischen Diskussion hast du dann wirklich was zu sagen. Und weißt wie. Scheiß doch auf Quote.
Sonntag, August 20, 2006
Stell doch bitte den Krach leiser!
Sonntag morgen.
Halb 10.
Umgeben von Kisten und mittlerweile kahlen leeren nackten weißen Wänden sitze ich im Umzugswirrwarr. Langsam steigt die Panik.
In 2 einhalb Stunden steht die allerliebste A. vor der Tür und wird mir helfen mein Hab und Gut in einen geborgten silbernen Kombi zu schaffen. Und ich bin weder fertig, noch scheint das Packen der Dinge einer bestimmten Ordnung zu folgen, doch am schlimmsten: der innere Krach steigt.
Dieser Lärm. Die eigenen Gedanken. Einzelne. Dann zusammenhängende. Umkreisende. Wiederkehrende. Auftauchende. Absteigende. Als ob der Windows-Bildschirmschoner mit seinen Neon-Würmern quer durch meinen Kopf tobt.
Von Fragen wie, ob es wohl eine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum Poster immer nur in einer Ecke einreissen. Da zum Beispiel bin ich mir sicher, dass es eine Erklärung gibt. Physikalischer Natur. Hat wahrscheinilch mit Belastung etc. zu tun, wenn es mir wer erklären will, nur zu!
Oder weiter wie, warum ich manchmal eifersüchtig sein kann, obwohl ich es mit meinem Blut unterschreiben würde, dass ich nicht hintergangen werde. Ja ja, ich bin paranoid. Aber es gibt schlimmeres.
Und die kleinen Zweifel, was nun wenn die künftigen MitbewohnerInnen damals bei den 2 Treffen nur einen auf Show gemacht haben und sich ab morgen dann als postpubertäre musikfeindliche Affen erweisen?
Und was ist eigentlich mit den Prüfungen, die ich Ende September machen will - gibt´s da schon vernünftige Termine? Ob es um 10 Uhr Sonntag in der Früh wohl irgendwo schon Falafel gibt? Mein Hunger und der extra leergelassene Kühlschrank ("weil sichs ja doch nicht mehr rentiert hätte einzukaufen") stehn sich gerade im gedanklichen Stare-Contest gegenüber.
Und was mach ich, anstatt meinen Kleiderschrank aus billigen Sperrplatten auseinanderzuschrauben, in der dunklen Vorahnung ihn wohl nie wieder als Ganzes zu sehen?
Ich setze mich an den Computer und blogge!
Das stellt den Krach leiser. Diesen nervötenden Gedankenlärm. Und die Neon-Würmer können sich eine Zeitlang mit Syntax und Grammatik befassen, anstatt mit den Erinnerungen und Gedankenkonstrukte der letzten vergangenen 23 Jahre.
God bless you, blog!
Halb 10.
Umgeben von Kisten und mittlerweile kahlen leeren nackten weißen Wänden sitze ich im Umzugswirrwarr. Langsam steigt die Panik.
In 2 einhalb Stunden steht die allerliebste A. vor der Tür und wird mir helfen mein Hab und Gut in einen geborgten silbernen Kombi zu schaffen. Und ich bin weder fertig, noch scheint das Packen der Dinge einer bestimmten Ordnung zu folgen, doch am schlimmsten: der innere Krach steigt.
Dieser Lärm. Die eigenen Gedanken. Einzelne. Dann zusammenhängende. Umkreisende. Wiederkehrende. Auftauchende. Absteigende. Als ob der Windows-Bildschirmschoner mit seinen Neon-Würmern quer durch meinen Kopf tobt.
Von Fragen wie, ob es wohl eine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum Poster immer nur in einer Ecke einreissen. Da zum Beispiel bin ich mir sicher, dass es eine Erklärung gibt. Physikalischer Natur. Hat wahrscheinilch mit Belastung etc. zu tun, wenn es mir wer erklären will, nur zu!
Oder weiter wie, warum ich manchmal eifersüchtig sein kann, obwohl ich es mit meinem Blut unterschreiben würde, dass ich nicht hintergangen werde. Ja ja, ich bin paranoid. Aber es gibt schlimmeres.
Und die kleinen Zweifel, was nun wenn die künftigen MitbewohnerInnen damals bei den 2 Treffen nur einen auf Show gemacht haben und sich ab morgen dann als postpubertäre musikfeindliche Affen erweisen?
Und was ist eigentlich mit den Prüfungen, die ich Ende September machen will - gibt´s da schon vernünftige Termine? Ob es um 10 Uhr Sonntag in der Früh wohl irgendwo schon Falafel gibt? Mein Hunger und der extra leergelassene Kühlschrank ("weil sichs ja doch nicht mehr rentiert hätte einzukaufen") stehn sich gerade im gedanklichen Stare-Contest gegenüber.
Und was mach ich, anstatt meinen Kleiderschrank aus billigen Sperrplatten auseinanderzuschrauben, in der dunklen Vorahnung ihn wohl nie wieder als Ganzes zu sehen?
Ich setze mich an den Computer und blogge!
Das stellt den Krach leiser. Diesen nervötenden Gedankenlärm. Und die Neon-Würmer können sich eine Zeitlang mit Syntax und Grammatik befassen, anstatt mit den Erinnerungen und Gedankenkonstrukte der letzten vergangenen 23 Jahre.
God bless you, blog!
Donnerstag, Juli 27, 2006
au ja!! ein tagebuchteintrag!!
wie hab ich mir die letzten 2 wochen vertrieben...hm...let´s see...
geschwitzt wie blöd bei diversen konzerten
noch mehr geschwitzt beim bierkistenschleppen und backstageräume aufräumen
ich war schwimmen mit trail of dead (ja, und carola war auch dabei)
habe bier aus bedruckten plastikbechern getrunken
ein bisschen mehr bier getrunken und aufschlussreiche gesellschaftsspiele gespielt
habe ein paar neue songs und gedichte geschrieben und bin mir dabei total künstlerisch wertvoll vorgekommen
habe in blaue augen geblickt und bin in den zärtlichsten armen der welt eingeschlafen
und
in diesem moment öffnet sich die tür des büros und wer kommt hereingeschneit?
mr. lord-of-misrule....rofl
jaja...auch mit nem bedruckten becher und bier
es lebe die poolbar!
und zum weiterträumen gibts für mich und den herren mit den blauen augen und den tollen einschlafarmen noch ein wenig trail of dead...
close the door
and drift away
into a sea of uncertainty
(let me whisper something in your ear)
would you smile again for me?
:-)
geschwitzt wie blöd bei diversen konzerten
noch mehr geschwitzt beim bierkistenschleppen und backstageräume aufräumen
ich war schwimmen mit trail of dead (ja, und carola war auch dabei)
habe bier aus bedruckten plastikbechern getrunken
ein bisschen mehr bier getrunken und aufschlussreiche gesellschaftsspiele gespielt
habe ein paar neue songs und gedichte geschrieben und bin mir dabei total künstlerisch wertvoll vorgekommen
habe in blaue augen geblickt und bin in den zärtlichsten armen der welt eingeschlafen
und
in diesem moment öffnet sich die tür des büros und wer kommt hereingeschneit?
mr. lord-of-misrule....rofl
jaja...auch mit nem bedruckten becher und bier
es lebe die poolbar!
und zum weiterträumen gibts für mich und den herren mit den blauen augen und den tollen einschlafarmen noch ein wenig trail of dead...
close the door
and drift away
into a sea of uncertainty
(let me whisper something in your ear)
would you smile again for me?
:-)
Samstag, Juli 01, 2006
behind the scenes
seit 1 stunde und 5 minuten ist es juli.
hallo juli!
schön dass du da bist.
vorallem weil du uns gleich zu beginn den eröffnungstag des poolbar festivals in feldkirch bescherst.
schon mal gefragt was die leute, die so ein festival möglich machen, in der nacht davor tun?
nicht wirklich?
oder liegt das sowieso auf der hand?
sie arbeiten.
in unserem falle:
hämmern. sägen. schreiben. telefonieren. kleben. drucken. laminieren. putzen. umräumen. abspeichern. anschrauben. einstecken. weiterhämmern. weitersägen. weitertelefonieren. weiterkleben. weiterlaminieren. weiterputzen. weiterräumen. weiterspeichern. weiterschrauben. weiterstecken. weiterweiterhämmern, weiterweitersägen, weiterweitertelefonieren, weiterweiterkleben, weiterweiterdrucken,...
gaffer-tape-besitztum erreicht seltenheitswert. nichtraucherInnen greifen zur parisienne schachtel. das rivella erscheint schlagartig ZU alkoholfrei. die einzige antwort auf die frage wie gehts lautet: müde, aber gut.
und eine sitzt im büro, nach getaner arbeit, mit konstant hohem adrenalinspiegel und bloggt. auch eine möglichkeit.
hallo juli!
schön dass du da bist.
vorallem weil du uns gleich zu beginn den eröffnungstag des poolbar festivals in feldkirch bescherst.
schon mal gefragt was die leute, die so ein festival möglich machen, in der nacht davor tun?
nicht wirklich?
oder liegt das sowieso auf der hand?
sie arbeiten.
in unserem falle:
hämmern. sägen. schreiben. telefonieren. kleben. drucken. laminieren. putzen. umräumen. abspeichern. anschrauben. einstecken. weiterhämmern. weitersägen. weitertelefonieren. weiterkleben. weiterlaminieren. weiterputzen. weiterräumen. weiterspeichern. weiterschrauben. weiterstecken. weiterweiterhämmern, weiterweitersägen, weiterweitertelefonieren, weiterweiterkleben, weiterweiterdrucken,...
gaffer-tape-besitztum erreicht seltenheitswert. nichtraucherInnen greifen zur parisienne schachtel. das rivella erscheint schlagartig ZU alkoholfrei. die einzige antwort auf die frage wie gehts lautet: müde, aber gut.
und eine sitzt im büro, nach getaner arbeit, mit konstant hohem adrenalinspiegel und bloggt. auch eine möglichkeit.
Freitag, April 14, 2006
appetizer no.1 - bolzplatz heroes
schon der name hört sich irgendwie nach spaß an.
am 14. juli macht der spaß bei uns halt, gemeinsam mit final fantasy. aber zu letzterem später.
erst mal kümmern wir uns um die 4 helden des bolzplatzes. soso.
gitarrenschrammig. schrei-ig. melodiös. bissi bös. guter flow. hört sich nach bewegung an. schaut nach bühnenpräsenz aus.
juchuu juchuu!!
bin ja schließlich eine live-gig-schweiß-fetischistin.
ich könnte natürlich noch erwähnen, dass der sänger sonst bei sportfreunde stiller trommelt, weitere bandmitglieder in bands wie cosmic casino und the notwist wirken (gewirkt haben) und die band gerngesehener gast auf den visionsparties ist. aber um ehrlich zu sein: solche werbetricks haben sie nicht notwendig. meiner meinung nach.
ein blick auf die homepage ist aber durchaus interessant. dort herrscht das diktat des ungezwungenen sprachgebrauchs.
"Runterloads", "Contakt", "Merchware", "Ranhören", "wird continued"...
ich bete bereits jetzt zu sämtlichen göttern und kräften dieser welt, dass sie in der realität auch so sprechen - weiß nicht, ob ich mich dann vor lachen jemals wieder einkriegen werde!!
und wer ein bißchen backstage feeling haben will: auf der hp in sparte "songlieder" (*kicher*) das video "Mbule backstage" "einsehen" (*erneutkicher*)... da wird meine spaßtheorie noch kurz bestätigt.
vielleicht sollte ich bis zum 14. meine videocam entstauben...
wühlen in frühlingsgefühlen
karfreitag und niemand ist zu sinnvollen aktionen zu überreden.
entweder treffe ich auf meiner suche nach einem abendgestaltungskumpanen/in auf verkaterte besucher des gestrigen love-is-in-the-air oder auf spaßverweigererInnen.
und noch lange keine ostereier in sicht.
ich muss was tun für meine geistig-emotionale gesundheit.
jetzt sofort!
na schön.
dann werd ich mich beruflich weiterbilden.
da ich mich in folge meiner funktion als offizielle backstagebitch aka durchorganisierte running-order-vorantreiberin bis zum sommer mit einem berg von guter musik auseinandersetzen darf, sollts ihr auch was davon haben!
einige kleine vorabgedanken, appetizer und recherchen zu den im sommer gastierenden bands in der poolbar in feldkirch...
entweder treffe ich auf meiner suche nach einem abendgestaltungskumpanen/in auf verkaterte besucher des gestrigen love-is-in-the-air oder auf spaßverweigererInnen.
und noch lange keine ostereier in sicht.
ich muss was tun für meine geistig-emotionale gesundheit.
jetzt sofort!
na schön.
dann werd ich mich beruflich weiterbilden.
da ich mich in folge meiner funktion als offizielle backstagebitch aka durchorganisierte running-order-vorantreiberin bis zum sommer mit einem berg von guter musik auseinandersetzen darf, sollts ihr auch was davon haben!
einige kleine vorabgedanken, appetizer und recherchen zu den im sommer gastierenden bands in der poolbar in feldkirch...
Mittwoch, April 05, 2006
bathroom
The best thing about getting clean and fresh like a sunny spring morning is the moment, when my lady shave, which is called venus or intuition, which i should be both, and which of course I AM both, when that shave, which of course is new, so i can get rid of every single hair that keeps me away from being divine, which i should be and of course AM, it is the moment, when that shave cuts my peeled, smoothened, perfumed skin. A red trace draws the flashy foam, a sweet pain that remembers me...yes...somehow, I´m still alive, between this holy divine shit.
Montag, April 03, 2006
nie mehr wasch ich meine ohren, augen und hände
...ein goldener hauch von exklusivität umschmeichelt mein haupt und schmiegt sich um die bleibende erinnerung. derweil pocht adrenalin adrenalin adrenalin durch meine adern. immer noch.
PETE DOHERTY LIVE
im flex.
angekündigt seit gestern via internet.
vor 400 leuten.
über eine stunde war er charmant, hat gesungen, gespielt, geraucht, bier verteilt. und wenn ich sage gesungen und gespielt dann meine ich richtig gut. sympathischer gings gar nicht.
und dann, als alle dachten, jetzt ist aber wirklich vorbei, taucht er wieder auf. mit so einem jungen typen mit kappe und recht langen haaren.
und ich dreh mich um und schrei meiner freundin zu:
ADAM GREEN!!! verdammte scheiße das ist ADAM GREEN!!
und ja, er wars!!! frisch von seinem konzert aus dem gasometer!!!
und gspielt habens auch.
und wir gejubelt. und gelacht. und uns über die wohl dämlichsten securtities der welt aufgeregt. jene, die tatsächlich die von pete ins publikum geworfene gitarre z u r ü c k g e h o l t haben.
wundervolle momente später wars dann tatsächlich aus. wir machten uns auf den heimweg und gingen die treppe zum schottenring rauf. auf einmal stürzte uns ein gejagter PETE DOHERTY entgegen, hinter sich ein rudel von fans. der junge kann rennen, ich sags euch!!!
ein blick zu diana und es war klar, da gehn wir jetzt nochmal zurück. zurück vors flex, wo ADAM GREEN autogramme verteilte und grinsend das bad in der immer größer werdenden menschenansammlung genoß...ich gebs zu...ich hab ihn berührt... ;)
es musste sein.
es war wohl weniger konzert als viel mehr erlebnis. und über tokio hotel fans brauchen wir uns gar nimma aufregen. wir sind alle nerds.
PETE DOHERTY LIVE
im flex.
angekündigt seit gestern via internet.
vor 400 leuten.
über eine stunde war er charmant, hat gesungen, gespielt, geraucht, bier verteilt. und wenn ich sage gesungen und gespielt dann meine ich richtig gut. sympathischer gings gar nicht.
und dann, als alle dachten, jetzt ist aber wirklich vorbei, taucht er wieder auf. mit so einem jungen typen mit kappe und recht langen haaren.
und ich dreh mich um und schrei meiner freundin zu:
ADAM GREEN!!! verdammte scheiße das ist ADAM GREEN!!
und ja, er wars!!! frisch von seinem konzert aus dem gasometer!!!
und gspielt habens auch.
und wir gejubelt. und gelacht. und uns über die wohl dämlichsten securtities der welt aufgeregt. jene, die tatsächlich die von pete ins publikum geworfene gitarre z u r ü c k g e h o l t haben.
wundervolle momente später wars dann tatsächlich aus. wir machten uns auf den heimweg und gingen die treppe zum schottenring rauf. auf einmal stürzte uns ein gejagter PETE DOHERTY entgegen, hinter sich ein rudel von fans. der junge kann rennen, ich sags euch!!!
ein blick zu diana und es war klar, da gehn wir jetzt nochmal zurück. zurück vors flex, wo ADAM GREEN autogramme verteilte und grinsend das bad in der immer größer werdenden menschenansammlung genoß...ich gebs zu...ich hab ihn berührt... ;)
es musste sein.
es war wohl weniger konzert als viel mehr erlebnis. und über tokio hotel fans brauchen wir uns gar nimma aufregen. wir sind alle nerds.
Montag, März 27, 2006
eva vs. the eva-theory
ich habe mich mit gott geprügelt.
das singt thees.
aber mir passiert das tatsächlich.
zumindest mit seinen buddies.
heute. dienst im völkerkundemuseum. viel zeit zu lesen, nette menschen, passt.
während ich so sitze und mein palahniuk sich immer weiter dem tosenden ende nähert, spricht mich einer dieser netten, ebenfalls dort arbeitenden, menschen an. wir sprechen über das wetter und landen irgendwann bei der diskussion über den ursprung der sprache.
dieses thema scheint mich momentan etwas zu verfolgen.
einige zeit später, eva schon längst wieder in ihr buch vertieft, kommt er erneut vorbei und lässt mir ein buch da.
"der turmbau zu babel", hsg. herr seipel, ein drittel der darin enthaltenen artikel von professoren, die ich beinah tagtäglich sehe - soferns im flex mal net wieder übermütig war. ;)
als er wieder vorbeikommt bedanke ich mich für die lektüre, finde es sehr nett, mich so aufmerksam zu behandeln. ihr wisst schon, das freut einfach, wenn andere leute interesse an solchen themen und an diskussionen zeigen.
wir diskutieren erneut. sehr angenehm. ein paar mal lässt er phrasen wie "die sprachen etwickelten sich ja alle in babylon" etc.... fallen, was ich mit einem etwas stutzigem gesicht und der gegenfrage "ähm, wie genau meinen sie das?" beantworte.
er muss weiter, bevor er antworten könnte.
kommt dann aber wieder vorbei. diesmal mit einem extra ausgedruckten und in-saubere-plastikhülle-verpackten artikel mit der überschrift "SPRACHE", den er mir mit den worten "der wurde von leuten geschrieben, die sich wirklich für die absolute wahrheit interessieren" in die hand drückt.
schluck.
das ist ein satz, bei dem es mir sämtliche geschlechtsteile zusammen ziehen würde, wäre das nicht schon im rahmen meiner pränatalen entwicklung geschehen.
die wahrheit! und dann noch die absolute!
ähm, danke.
nach den ersten 3 absätzen des artikels muss ich ein kurze ruhepause einlegen.
die bibelzitate knüppeln mich förmlich nieder. oder ist es doch nur die inhaltliche zusammenlosigkeit, die so anstrengend ist. vielleicht auch das halbherzige argumentieren, das auslassen wichtiger fakten, das überbeleuchten von nebensächlichkeiten. und manchmal einfach pure phantasie.
kleiner auszug: "Der erste Mensch, Adam, wurde mit einem Wortschatz und der Fähigkeit erschaffen, neue Wörter zu prägen und so seinen Wortschatz zu erweitern. Ohne einen von Gott gegebenen Wortschatz hätte der neugeschaffene Mensch die mündlichen Anweisungen seines Schöpfers genausowenig verstanden wie die vernunftlosen Tiere (1Mo 1:27-30; 2:16-20;....etc.)"
und dann gehts los. ich stelle ihm die frage, wie er denn glaube, dass die menschheit sich entwickelt hat. an dieser stelle sei bitte nocheinmal darauf hingewiesen: dieser mensch ist fix angestellt im museum für völkerkunde (!).
seine antwort: adam und eva.
und er versucht nicht mal, eine entschärft version davon wiederzugeben.
unser diskussion focusiert nun plötzlich auf den ursprung des menschen. unbewegter beweger, der prototypen auf die erde schickt oder unendlichkeit, gepaart mit qualitativen veränderungen durch zusammentreffen von elementen, etc., evolution, entwicklung durch notwendigkeit,etc....
je weiter wir diskutieren, desto mehr scheint ihn plötzlich ein missionarsgeist zu erfassen.
seine gestik wird drohender, er lässt mich nicht mehr ausreden, er hüpft von einem beispiel zum nächsten, die meisten beispiele haben oft nicht mal was mit dem thema zu tun, sondern sind irgendwelche aussagen wie "so und soviele mädchen werden in österreich am tag vergewaltig, willst du das?".
ich bin kurz davor die diskussion mit ihm abzubrechen. einfach weggehen geht nicht, bin ja am arbeiten. tränen stehen mir in den augen. nein verdammt, ich bin alles andere als traurig.
aber das passiert mir in solchen situationen.
in diskussionen oder streitereien, wo mein gegenüber zu mitteln greift, die kommunikation behindern, in denen durch einen wortschwall versucht wird, alles gegenteilige zu ersticken.
situationen, in denen es nicht mehr ein duell der argumentation, der worte ist, sondern der lautstärke, drohgebärden, etc...
normalerweise gehe ich dann einfach. gehe ich nicht, stehen mir tränen in den augen. die einzige (unbewußte) möglichkeit sich in einer solchen situation noch zu wehren. tränen, die zeigen, egal zu welchen mitteln du greifst, ich bin nunmal NICHT einverstanden und du tätest besser daran, das zu akzeptieren, als weiter auf mich ein zu prügeln.
es wird immer schlimmer. und keine rettung in sicht.
eine halbe ewigkeit später - ich habe feierabend.
ich sage: stop, ich beende das, ich gehe jetzt heim. auf wiedersehen.
er verabschiedet sich mit den worten "du hast noch viel zu wenig lebenserfahrung, als dass du das beurteilen könntest, aber du wirst schon sehen, ohne glauben kommst du nirgends hin!"
und während ich hinausstürze und froh bin, endlich an der sonne zu sein, fällt mir ein satz aus dem fertig gelesenen palahniuk ("lullaby") ein:
"...in der geschichte wimmelt es von klugen menschen, die gutes tun wollten und alles nur noch schlimmer gemacht haben..."
das singt thees.
aber mir passiert das tatsächlich.
zumindest mit seinen buddies.
heute. dienst im völkerkundemuseum. viel zeit zu lesen, nette menschen, passt.
während ich so sitze und mein palahniuk sich immer weiter dem tosenden ende nähert, spricht mich einer dieser netten, ebenfalls dort arbeitenden, menschen an. wir sprechen über das wetter und landen irgendwann bei der diskussion über den ursprung der sprache.
dieses thema scheint mich momentan etwas zu verfolgen.
einige zeit später, eva schon längst wieder in ihr buch vertieft, kommt er erneut vorbei und lässt mir ein buch da.
"der turmbau zu babel", hsg. herr seipel, ein drittel der darin enthaltenen artikel von professoren, die ich beinah tagtäglich sehe - soferns im flex mal net wieder übermütig war. ;)
als er wieder vorbeikommt bedanke ich mich für die lektüre, finde es sehr nett, mich so aufmerksam zu behandeln. ihr wisst schon, das freut einfach, wenn andere leute interesse an solchen themen und an diskussionen zeigen.
wir diskutieren erneut. sehr angenehm. ein paar mal lässt er phrasen wie "die sprachen etwickelten sich ja alle in babylon" etc.... fallen, was ich mit einem etwas stutzigem gesicht und der gegenfrage "ähm, wie genau meinen sie das?" beantworte.
er muss weiter, bevor er antworten könnte.
kommt dann aber wieder vorbei. diesmal mit einem extra ausgedruckten und in-saubere-plastikhülle-verpackten artikel mit der überschrift "SPRACHE", den er mir mit den worten "der wurde von leuten geschrieben, die sich wirklich für die absolute wahrheit interessieren" in die hand drückt.
schluck.
das ist ein satz, bei dem es mir sämtliche geschlechtsteile zusammen ziehen würde, wäre das nicht schon im rahmen meiner pränatalen entwicklung geschehen.
die wahrheit! und dann noch die absolute!
ähm, danke.
nach den ersten 3 absätzen des artikels muss ich ein kurze ruhepause einlegen.
die bibelzitate knüppeln mich förmlich nieder. oder ist es doch nur die inhaltliche zusammenlosigkeit, die so anstrengend ist. vielleicht auch das halbherzige argumentieren, das auslassen wichtiger fakten, das überbeleuchten von nebensächlichkeiten. und manchmal einfach pure phantasie.
kleiner auszug: "Der erste Mensch, Adam, wurde mit einem Wortschatz und der Fähigkeit erschaffen, neue Wörter zu prägen und so seinen Wortschatz zu erweitern. Ohne einen von Gott gegebenen Wortschatz hätte der neugeschaffene Mensch die mündlichen Anweisungen seines Schöpfers genausowenig verstanden wie die vernunftlosen Tiere (1Mo 1:27-30; 2:16-20;....etc.)"
und dann gehts los. ich stelle ihm die frage, wie er denn glaube, dass die menschheit sich entwickelt hat. an dieser stelle sei bitte nocheinmal darauf hingewiesen: dieser mensch ist fix angestellt im museum für völkerkunde (!).
seine antwort: adam und eva.
und er versucht nicht mal, eine entschärft version davon wiederzugeben.
unser diskussion focusiert nun plötzlich auf den ursprung des menschen. unbewegter beweger, der prototypen auf die erde schickt oder unendlichkeit, gepaart mit qualitativen veränderungen durch zusammentreffen von elementen, etc., evolution, entwicklung durch notwendigkeit,etc....
je weiter wir diskutieren, desto mehr scheint ihn plötzlich ein missionarsgeist zu erfassen.
seine gestik wird drohender, er lässt mich nicht mehr ausreden, er hüpft von einem beispiel zum nächsten, die meisten beispiele haben oft nicht mal was mit dem thema zu tun, sondern sind irgendwelche aussagen wie "so und soviele mädchen werden in österreich am tag vergewaltig, willst du das?".
ich bin kurz davor die diskussion mit ihm abzubrechen. einfach weggehen geht nicht, bin ja am arbeiten. tränen stehen mir in den augen. nein verdammt, ich bin alles andere als traurig.
aber das passiert mir in solchen situationen.
in diskussionen oder streitereien, wo mein gegenüber zu mitteln greift, die kommunikation behindern, in denen durch einen wortschwall versucht wird, alles gegenteilige zu ersticken.
situationen, in denen es nicht mehr ein duell der argumentation, der worte ist, sondern der lautstärke, drohgebärden, etc...
normalerweise gehe ich dann einfach. gehe ich nicht, stehen mir tränen in den augen. die einzige (unbewußte) möglichkeit sich in einer solchen situation noch zu wehren. tränen, die zeigen, egal zu welchen mitteln du greifst, ich bin nunmal NICHT einverstanden und du tätest besser daran, das zu akzeptieren, als weiter auf mich ein zu prügeln.
es wird immer schlimmer. und keine rettung in sicht.
eine halbe ewigkeit später - ich habe feierabend.
ich sage: stop, ich beende das, ich gehe jetzt heim. auf wiedersehen.
er verabschiedet sich mit den worten "du hast noch viel zu wenig lebenserfahrung, als dass du das beurteilen könntest, aber du wirst schon sehen, ohne glauben kommst du nirgends hin!"
und während ich hinausstürze und froh bin, endlich an der sonne zu sein, fällt mir ein satz aus dem fertig gelesenen palahniuk ("lullaby") ein:
"...in der geschichte wimmelt es von klugen menschen, die gutes tun wollten und alles nur noch schlimmer gemacht haben..."
Mittwoch, März 22, 2006
i find my lack of concentration disturbing
...ping pong - ping pong - ping pong - dddrrrrrrrrrrr - tztsch - tztsch - tztsch - ping pong - ping la la laaa - la la la laaaaaaa - laaaaaaa - la...
...
...
...
ta-tsch
ta-tschschschschsch
ta-tzzzztzzzzztzzzz
ping
pong
...
*tiefluftholundaufseufz*
ich leide unter einer krankheit
sie nennt sich
frühlings-unkonzentriertheit
werden sie hellhörig, wenn sie folgende beobachtungen an sich selbst oder ihren mitmenschen machen:
auffälliges energiestrotzen
dämlich durch die gegend grinsen
tagträumereien
rausrennen und menschen umarmen wollen
alte hobbies ausgraben und wieder anfangen
länger als notwendig in dunkelfunkelnde augen blicken
...
und last but not least:
keinerlei konzentration für irgendwelche unisachen aufbringen!
tatschschsch-tatzzzzzz-zzzzzz-zzzzzzz-ping-pong
...
...
so, jetzt reichts.
ich geh jetzt bäume ausreissen.
...
...
...
ta-tsch
ta-tschschschschsch
ta-tzzzztzzzzztzzzz
ping
pong
...
*tiefluftholundaufseufz*
ich leide unter einer krankheit
sie nennt sich
frühlings-unkonzentriertheit
werden sie hellhörig, wenn sie folgende beobachtungen an sich selbst oder ihren mitmenschen machen:
auffälliges energiestrotzen
dämlich durch die gegend grinsen
tagträumereien
rausrennen und menschen umarmen wollen
alte hobbies ausgraben und wieder anfangen
länger als notwendig in dunkelfunkelnde augen blicken
...
und last but not least:
keinerlei konzentration für irgendwelche unisachen aufbringen!
tatschschsch-tatzzzzzz-zzzzzz-zzzzzzz-ping-pong
...
...
so, jetzt reichts.
ich geh jetzt bäume ausreissen.
Freitag, März 17, 2006
ähm...linguistInnenhumor...
johann gottfried herder.
man stelle sich vor, er wäre verheiratet gewesen.
mit inge.
herder inge.
ein ring sie zu knechten, sie alle zu finden...
man stelle sich vor, er wäre verheiratet gewesen.
mit inge.
herder inge.
ein ring sie zu knechten, sie alle zu finden...
Dienstag, Februar 28, 2006
put yo hands up in the air!
riecht ihrs? spürt ihrs? fühlt ihrs?
den frühling! ...also ein bißchen kann ich schon ausmachen!
und deswegen: temporarily out of blogging!
das leben ruft und muss aufs härteste ausgekostet werden - meld mich wenn mir wieder nach mitteilung zumute ist.
das ist das schöne an einem eigenen blog - ich bestimme die sendepausen! *harhar*
:)
den frühling! ...also ein bißchen kann ich schon ausmachen!
und deswegen: temporarily out of blogging!
das leben ruft und muss aufs härteste ausgekostet werden - meld mich wenn mir wieder nach mitteilung zumute ist.
das ist das schöne an einem eigenen blog - ich bestimme die sendepausen! *harhar*
:)
Mittwoch, Februar 08, 2006
todsicheres mittel zur blogniveausenkung
4 jobs, die ich bisher gemacht habe:
kindermädchen -raft-guide - museumsaufsicht - barkeepern inkl. tanzen
4 filme, die ich mir immer wieder ansehen kann:
das letzte einhorn - magnolia - silverlake-view from over here - nochmal magnolia
4 orte, an denen ich gelebt habe:
haiming - mötz - innsbruck - wien
4 bücher, kürzlich gelesen und für gut befunden:
guten morgen, mitternacht (jean rhys) - es gibt keine schlechten menschen, sagte der bär, wenn sie gut zubereitet sind (stefano benni) - buntschatten und fledermäuse (axel braun) - das spiel ist aus (jean paul sartre)
4 tv-sendungen zu deren stammpublikum ich zähle:
hab keinen tv. und stammpublikum, wohl eher zielgruppe. lol. dann wohl am ehesten scrubs.
4 orte, an denen ich schon urlaub gemacht habe:
barcelona, fuerteventura, berlin, billund (jaaa, legoland!)
4 leibspeisen
erdbeeren (frisch gepflückt) - brot (frisch gebacken) - bärlauchpesto (frisch gemacht) - reismilchkakao (frisch gekauft?!)
4 webseiten, die ich täglich besuche
myspace.com - derfunke.at - linguistics.at - wasteofmind.de
4 orte, an denen ich gerade gerne wäre
im oval office (hinterlistigblick) - im bakunins-proberaum hinter der gitarre - in einem riesigen bett in tausend decken und polster gekuschelt mit jemandem, der mir eine geschichte vorliest - in wien (ich gebs zu)
4 menschen, an die das stöckchen weitergereicht wird
enno, wolfi, karin, hm...?? freiwillige??
kindermädchen -raft-guide - museumsaufsicht - barkeepern inkl. tanzen
4 filme, die ich mir immer wieder ansehen kann:
das letzte einhorn - magnolia - silverlake-view from over here - nochmal magnolia
4 orte, an denen ich gelebt habe:
haiming - mötz - innsbruck - wien
4 bücher, kürzlich gelesen und für gut befunden:
guten morgen, mitternacht (jean rhys) - es gibt keine schlechten menschen, sagte der bär, wenn sie gut zubereitet sind (stefano benni) - buntschatten und fledermäuse (axel braun) - das spiel ist aus (jean paul sartre)
4 tv-sendungen zu deren stammpublikum ich zähle:
hab keinen tv. und stammpublikum, wohl eher zielgruppe. lol. dann wohl am ehesten scrubs.
4 orte, an denen ich schon urlaub gemacht habe:
barcelona, fuerteventura, berlin, billund (jaaa, legoland!)
4 leibspeisen
erdbeeren (frisch gepflückt) - brot (frisch gebacken) - bärlauchpesto (frisch gemacht) - reismilchkakao (frisch gekauft?!)
4 webseiten, die ich täglich besuche
myspace.com - derfunke.at - linguistics.at - wasteofmind.de
4 orte, an denen ich gerade gerne wäre
im oval office (hinterlistigblick) - im bakunins-proberaum hinter der gitarre - in einem riesigen bett in tausend decken und polster gekuschelt mit jemandem, der mir eine geschichte vorliest - in wien (ich gebs zu)
4 menschen, an die das stöckchen weitergereicht wird
enno, wolfi, karin, hm...?? freiwillige??
Dienstag, Februar 07, 2006
rolling rolling rolling...
...over the floor jokingly
mitgehört gestern abend. fernseh-interview mit heidi klum. zu ihrer model-casting-show. kleine schwester arbeitend vor dem computer.
heidi klum: "...ich möchte aus den mädchen ja auch was rausholen!"
kleine schwester: ".....ja...das essen..."
mitgehört gestern abend. fernseh-interview mit heidi klum. zu ihrer model-casting-show. kleine schwester arbeitend vor dem computer.
heidi klum: "...ich möchte aus den mädchen ja auch was rausholen!"
kleine schwester: ".....ja...das essen..."
Donnerstag, Februar 02, 2006
einen an der waffel
ich dachte immer, ich bin so etwas wie die vollendung eines subtilen wahnsinns.
doch nönö.
it´s not me.
es ist dieser bezirk.
margareten.
oder wie erklären wir uns das hier.
doch nönö.
it´s not me.
es ist dieser bezirk.
margareten.
oder wie erklären wir uns das hier.
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