Sonntag, Jänner 29, 2006

go f*** yourself

um mich herum ist sperrgebiet.

atomare versuchszone - betreten auf eigene gefahr. stacheldrahtzäune und gerodetes land.

ich lerne.

und das versaut das leben mal wieder gewaltig. es ist nicht der zu lernende inhalt. es ist dieses permanente schlechte gewissen, dass sich meist als stechender schmerz zwischen den schulterblättern und im nacken manifestiert. es kotzt mich an.

egal wieviel du schon weisst, dieses schraubstockangstgefühl bleibt. wenn der professor in experimentierlaune ist, kann er dein gesamtes wissen einfach zunichte machen. nicht sehen. als ungenügend abtun. ausgeliefert zu sein, dass hasse ich.

in dieser stimmung müssen überdimensionale schutzschilder aufgebaut werden.
sonst tanzen auf einmal die altbekannten gedankenkumpels "was wirst du mit deinem studium mal machen" und "naja, bei deinen schulischen leistungen war ja auch nichts anderes zu erwarten" an. und dann bin ich geliefert. ans messer. mein eigenes.

in normalen zeiten hoffe ich, dass sich das während des studiums mal ändert. aber hoffnung ist etwas, dass ich mal kannte und zugunsten der vorstellung kürbisse aus dem fenster zu schmeissen, aufgegeben habe.

oder meine bücher. "huch, das war der stowasser, nein, so ein schöner flug aber auch, direkt auf den unschuldigen käfer - musste das sein?"

erinnerungsblitz: das lied, dass ich mittags auf meiner 45 minütigen busfahrt von der schule nach hause über monate, wenn nicht jahre, gehört habe. killing in the name of - rage against the machine.

ich mache mich auf um meinen compact-disc-fundus zu durchkramen. und siehe da: and now you do what they told ya, you´re under control!! (...) f*** you, I won´t do what you tell me!!

hach, was für ein schmerzmittel. die verkrampfungen lockern sich etwas. bewegung kehrt in den körper zurück. ein kleines grinsen macht sich breit.

ein grinsen der listigen sorte, das hinüber zum stowasser schielt.

1 Kommentar:

mirjam hat gesagt…

echt gut zu lesen das ganze : )